Donnerstag, 7. November 2013

Montag, 4. November 2013

Vor 28 Jahren: Schnee

Vor 28 Jahren schneite es, und zwar nicht nur in meiner Seele (jetzt bitte 12-Bar-Blues in E-Dur vor dem geistigen Ohr erklingen lassen), sondern in der Tat auch auch draußen vor der Tür. Wo ich stand, weil ich meinen ersten Arbeitstag im Zivildienst hatte, mittels dessen man mir damals 16 ziemlich wichtige Monate meines Lebens stahl. Das fiel mir heute zufällig ein, weil heute wieder Montag ist, und alle 28 Jahre wiederholen sich ja bekanntlich alle Wochen-, Mond- und Feiertage. 


Ungefähr damals

Man's Last Mad Surge of Youth



Don't Fall!

Sonntag, 3. November 2013

KW 44/2013

Das Blogsterben geht weiter; die meisten meiner Links rechts führen ins Leere oder Erstarrte. Ich glaube, da muss ich gleich auch einmal aufräumen. Doch bevor ich das tue, möchte ich diese Woche ein wenig rekapitulieren. Am Donnerstag Abend diese Woche habe ich gedacht: Herr Gedsudski, gut, dass jetzt ein verlängertes Wochenende kommt, und ich dankte meiner Gefährtin stellvertretend für die katholische Mehrheit in diesem Lande. Ich war schon ziemlich abgeraucht, und ich frage mich, was ich anders machen kann, damit ich am Ende der Woche nicht auch selbst am Ende bin. Passend dazu lese ich auch Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung. Berlin: Suhrkamp, 2013. Ein feines - übrigens sehr teures -  kleines Buch. Rosa entstammt meiner Generation, das merkt man an der Art, wie er denkt.

Ansosnten, aber das habe ich ja hier schon bildlich angedeutet, freue ich mich sehr auf Morrisseys Autobiographie. Vorher muss ich aber noch ein paar andere Dinge lesen, die nicht ganz so aufregend sein dürften.

Was es noch gab? Ach ja, die Premiere zu King Ping,  zu der ich als Begleiter mitgehen durfte; ich bin ja nicht vom Film. Ein interessantes Projekt, und zwar eins der Sorte: Machen statt reden. Der Wuppertal-Krimi hat insgesamt etwa 300.000 Euro gekostet, die die Produzenten alle selbst eingeworben hat. Die Filmförderung hat das Projekt großräumig ignoriert. Und trotzdem läuft es jetzt in den Kinos. Gut gemacht! Der Film ist schräg. Die Story steht eher weniger im Vordergrund. Dafür anderes. Auf jeden Fall aber sehr sehenswert. Wenn jemand einen wirklichen deutschen Indie-Film sehen will: Hier ist er.

Heute habe ich, neben den üblichen Korrekturen, die Küche unsicher gemacht, und den ersten Wirsing der Saison gekocht. Und einen klassischen Barbarakuchen gebacken - old style sozusagen. Dass das Foto so merkwürdige Farben enthält, liegt an der Küchenlampe. 


Barbarakuchen, ein Klassiker aus den 1960ern


P.S. Gestern Nacht habe ich ein Slide-Gitar-Solo aufgenommen. Erste Sahne.




Montag, 28. Oktober 2013

KW 43/2013

Fangen wir mit den guten Sachen an: J. war diese Woche zu Besuch. Am Montag habe ich sie in Düsseldorf abgeholt, am Sonntag wieder dorthin gebracht. So war diese Woche auch geprägt von J. Ansonsten und bei der Arbeit der halbjährlich sich perpetuierende Wahnsinn. Früher dachte ich: Mit Methode. Heute weiß ich: Das war ein Irrtum und ist eher so etwas wie Biorythmus. Fleißig auch außerhalb der Arbeit: Der "Dark Highway"-Song ist fertig eingespielt, etwas zügiger als in der Demo-Version. Das nächste Album nimmt immer konkretere Formen an.

Große Party zu Js Geburtstagsnachfeier am Freitag. Den Samstag deshalb ein wenig angeschlagen. Bin froh nicht zum Whiskey gegriffen zu haben!

Ansonsten während der sogenannten freien Zeit Korrekturen bis in die Nacht.


Aufnahme der Orgelspur von "Dark Highway"

Montag, 21. Oktober 2013

KW 42/2013

Es endete also etwas, was noch nicht richtig begonnen hatte in Heckinghausen, jedem Stadtteil, der vom spröden Charme des alten Gaskessels geprägt wird. Das heißt aber auch: Mehr Zeit für die Hauptprojekte: Homerecording, Schreiben usw. Schreiben war leider nicht in dieser Kalenderwoche, aber Homerecording schon. Jenes Stück, dass vor zwei Wochen hier mal als Demo stand, wird gerade neu aufgenommen. Außerdem habe ich noch zwei Demos gemacht. Wenn das so weiter wird, dann wird das nächste Laughing-Man-Album ein Doppelalbum.

Ansonsten gab es Arbeit, Arbeit, Arbeit, und das war vor allem: Korrekturen, Korrekturen, Korrekturen. Leider nicht die von Franzen. Gegen Ende der Kalenderwoche gab es dann auch zwei Geburtstagsfeiern, eine davon mit politischen Debatten. Das es das heutzutage noch gibt.

Am Wochenende Fahrradfahrten durch die nähere Umgebung. Sonst auch am Wochenende Arbeit und Musik.

Mein Beschluss ggf. ins Verlegerfach zu schmecken, ist noch immer nicht ganz vom Tisch. Wir werden sehen.


Dienstag, 15. Oktober 2013

KW 41/2013

Schon wieder eine Woche um. Arbeit. Arbeit. Arbeit. Und zwischendurch ein Tag auf der Frankfurter Buchmesse. Hörte Terézia Mora lesen. Hoffe, das Buch ist besserals ihre Art zu lesen. Sonst einige Wiedersehen. Beschlossen endlich selbst Verleger zu werden. Dann wieder Arbeit, Arbeit, Arbeit. Lesungen dann auch in unmittelbarer Nachbarschaft.

In Heckinghausen geht unterdessen etwas zu Ende, was eigentlich noch gar nicht wirklich begonnen hatte.



Heckinghausen Ende



Montag, 7. Oktober 2013

KW 40/2013

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, in Straßburg: Montag fuhr ich mit dem Reisebus wieder zurück nach Hause. Diesmal war es ein bisschen voller,aber es ließ sich gut aushalten. Insgesamt eine wirkliche Alternative zur Bahn, nicht nur preislich, sondern eben auch vom Service her. Auf der Rückfahrt lese ich Life After Life zu Ende, über das ich ja schon geschrieben habe.

Zu Hause: Arbeit, Korrekturen ohne absehbares Ende, Vorbereitung auf das Kommende. Lese Erinnerung, sprich, das schon seit Ewigkeiten auf meinem Stapel längst schon zu lesender Bücher liegt.

Am Wochenende: Neben vieler Arbeit basteln an einem Song, der sperrig ist. Und sperrig bleibt, obwohl ich mir Freitag, Samstag und Sonntag die Nächte damit um die Ohren schlage. Vielleicht sollte ich es einfach nur zur Akustikgitarre singen. 

Merke an körperlichen Gebrechen (Kopfschmerzen, mangelnde Kondition etc.) mein eigenes Älterwerden.  Sollte vielleicht auch wieder regelmäßig Sport machen.

Am Samstag J.s Geburtstag, ihr zweiter, an dem ich nicht dabei bin.

Nehme mir vor, wieder mehr zu schreiben.

Denke darüber nach, dass ich mit meinen Kalenderwochen-Einträgen den Jahreslkreis allmählich schließe. Mit KW 47/2012 habe ich angefangen. Das bedeutet, nach diesem hier müsste ich nur noch sechs Einträge posten. Wahrscheinlich mache ich aber bis zum Ende des Jahres weiter. Mitten im Herbst aufhören ist irgendwie so ... komisch. Aber ich habe ja noch sechs Wochen Zeit mich zu entscheiden.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Da capo al fine

In einer schneereichen Winternacht im Februar 1910 wird in England ein Baby geboren – und stirbt gleich wieder, weil sich die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt hat und der herbeigerufene Arzt, der es retten könnte, in Schnee feststeckt. 

In einer schneereichen Winternacht im Februar 1910 wird in England ein Baby geboren – und weil sich die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt hat, muss der Arzt, der sich mühsam durch den Schnee gekämpft hat, schnell die Nabelschnur durchtrennen. Das Baby überlebt und bekommt den Namen Ursula.

Kate Atkinsons Roman Life After Life spielt das gleiche Leben immer wieder durch. Aber es ist jedes Mal ein anderes Leben. Ursula Todd, so heißt der im Februar 1910 geborene Säugling, durchlebt viele Leben, die sich irgendwie und irgendwo zwischen 1910 und 1967 abspielen Oft jeweils nur um eine Nuance verändert, läuft jedoch alles in eine komplett andere Richtung. Mal studiert Ursula, mal beschränkt sich die Ausbildung auf einen Steno-Kurs. Mal stirbt sie bei einem Luftangriff auf London. Dann sehen wir sie, wie sie mit einem Kind im Arm im zerbombten Berlin von 1945 stirbt. Schließlich sehen wir sie durch das London des Jahres 1967 spazieren. 

Diese wiederholten Leben funktionieren ein bisschen wie ein Computerspiel. Wenn man zum zweiten Mal an die gleiche Stelle kommt, dann reagiert man schlauer als beim ersten Mal. Aber dadurch entstehen anderswo wieder neue Probleme.  


Ursula weiß nicht, dass sie ihr Leben zum x-ten Mal lebt. Aber sie ahnt es. Und deshalb schicken ihre Eltern sie zum Psychiater, der ihr von Reinkarnation und Widergeburt erzählt. Und so laufen die Leben schließlich nicht nur nach- bzw. nebeneinander ab, sondern dann und wann laufen sie auch ineinander. 


Am Schluss gibt es natürlich auch eine sehr realistische Erklärung für das, was da eigentlich passiert. Und man hat es auch schon geahnt beim Lesen. Aber es ist nur eine Erklärung, nicht die einzige. Vieles bleibt offen, viele Anspielungen verweisen auf andere Literatur, genannte und ungenannte. Dieser Roman ist, um es man mit Deleuze auszudrücken, ein wahres Rhizom.

Ins Spiel mit Fiktionen, mit Versionen und Visionen eingebettet ist die Frage, die sich wohl jeder englische Autor irgendwann stellt: Was wäre gewesen, wenn es Hitler nicht (mehr) gegeben hätte. Dieser Teil ist der, der am uninteressantesten ist. Diese Frage hängt einem zum Hals heraus, und außerdem hat Stephen Fry schon alles dazu geschrieben, was zu schreiben war.


Ansonsten aber ist der Roman gelungen. An manchen Stellen, vor allen jenen, die in Deutschland spielen, merkt man, dass Atkinson so sehr darauf brennt ihre recherchierten Fakten unterzubringen, dass das Erzählen an einer oder zwei Stellen zusammenzubrechen droht. Für mich als männlichem Leser hätte auch das Familiengedöns ein bisschen weniger sein können. Aber sonst ist Atkinson auf der Höhe ihres Könnens. Und obwohl es alles, was Life After Life bietet, irgendwo schon einmal gab in der Literaturgeschichte, ist dieser Roman etwas Neues. Zudem sorgt er dafür, dass man auch nach dem Lesen immer wieder an Ursula Todd und ihre vielen Leben hintereinander denkt. Und das mit das Beste, was man über einen Roman überhaupt sagen kann.
 

Kate Atkinson: Life After Life. London: Transworld, 2013. £ 9,99 

Vgl. auch hier.


Dienstag, 1. Oktober 2013

KW 39/2013

Montag ein voller Arbeitstag von 9 Uhr bis spät. Anschließend zr Abschiedsparty für E., der für ein Jahr nach Neuseeland fliegt. Hätte ich, ehrlich gesagt, auch nichts gegen. Zwischendurch Krisentreffen meiner Zweitband. Da die Co-Band sich aufgelöst hat, müssen wir den gemeinsamen Probenraum aufgeben. Das war es also erst einmal mit dem Krachmachen.

Dienstag und Mittwoch am Schreibtisch geknechtet, Wäsche gewaschen etc. Besuch aus Berlin für zwei Tage und zwei alkoholdurchtränkte Nächte ("Ich bin Prometheus, nur meine Leber wächst nicht nach!")

 Freitag Schreibtisch und Haushalt, Samstag noch einmal. Samstag Abend Geburtstagsessen. Wenn man jemanden zu seinem Geburtstag zum Essen einlädt, ist das ja auch nie so ganz uneigennützig. Aber ich finde das sehr okay.

Sonntag dann mit einem Fernreisebus für wenig Geld nach Straßburg, um J. zu besuchen. Die Reise ist konfortabel, das Personal nett. So ganz anders als bei der Bahn - meistens wenigstens.

Freue mich sehr, J. zu sehen. Schaue mir die Stadt an, so wie J. sie sieht. Wir gehen gemeinsam essen, und ich genieße es, wenn sie Französisch spricht. Mein Hotel ist etwas außerhalb, so dass ich abends eine kleine Flusswanderung machen muss.

Und mit meiner Ankunft im Hotel endet der Tag und die Kalenderwoche.

Arte-Zentrale

Europäisches Parlament

 
Nächtliches Treiben auf dem Platz beim Münster

Dienstag, 24. September 2013

KW 38/2013

Das übliche Warten auf unbequemen Sitzen am Flughafen. Den Duty Free Shop zum dritten Mal durchgekämmt  //  Das Flugzeug deszendiert auf pulsierende rheinische Großstädte im Abendlichtt. Das hat durchaus etwas Schönes. // Koffer auspacken, um den Koffer direkt wieder einzupacken. // Im IC vorbei an der Loreley. Ich weiß, was es bedeuten soll. // Mainz im Nieselregen. Inside and outside of literature. // Im IC vorbei an der Loreley, an vermüllten Kölner Hinterhöfen. // E-Mail-Marathon-Lesesitzungen. // Orgeln zu Hause. Orgeln auf der Bühne. Bevor ich die Gitarre als Instrument entdeckte, wollte ich hinter einer dicken B3 sitzen und diesen wundersamen Lautsprecher kreiseln lassen. // Besuch aus Berlin. // Brüderle raus, Schwesterle Kanzlerin. Spannung, wem sie ihr uneingeschrenktes Vertrauen ausspricht.




Freitag, 20. September 2013

KW 37/2013

Ich weiß, ich weiß: Ich bin ein bisschen im Rückstand. Aber hier kommt nun endlich der Wochenreport zur 37. Kalenderwoche des Jahres. Um noch einmal kurz zu rekapitulieren, was bisher geschah: Meine Gefährtin und ich waren auf eine griechische Insel entrückt, um die übermäßigen Anstrengungen der letzten Monate abzuschütteln und uns der Entspannung hinzugeben. Und entspannend war es auch. Wir fanden heraus, wie das Bierkraut hieß, tranken aber auch sonst noch Bier und dergleichen, badeten in den blauen Gestaden des mittelländischen Meeres, und taten, was eben nur Touristen tun. 

An einem Tag mit 31°C im Schatten, heiß brüllender Sonne und immenser Luftfeuchtigkeit machten wir uns auf zu eiener Bergwanderung! Der erste Teil war heiß, aber okay, doch dann ging es auf Pfade, die zum Teil vom Regen weggespült worden waren, so dass man ziemlich wackelig über einer mehrere hundert Meter tiefe Schlucht kletterte. Und als ob das noch nicht genug der Gefahrensuche war, stieg der Weg dann auch noch über mehrere hundert Höhenmeter steil an. Ich erinnere aus dramaturgischen Gründen noch einmal kurz an die 31°. Im Schatten. Aber wir standen natürlich nicht im Schatten. Irgendwann auf diesem Anstieg schlug mir das Herz bis in den Hals. So muss man sich als alter Mann fühlen. dachte ich und rekapitulierte noch einmal kurz mein Alter meine Jugend. 

Später dann, nach endlosem Laufen, kamen wir schließlich in einem Bergdorf an und tranken die köstlichsten Getränke, die man sich vorstellen kann, denn nach so einer Tortur ist jedes Glas Wasser eine Offenbarung. Und dann machten wir uns auf den beschwerlichen Abstieg zu unserem Ort. Zum Glück hatte ein einheimische Ehepaar Mitleid - wir müssen auch ziemlich scheiße mitgenommen ausgesehen haben  - und nahm uns im Auto mit, so dass wir vollkommen erledigt auf unsere Hotelbetten fielen.

Den Rest des Urlaubs verbrachten wir ruhiger, mit Strandaufenthalten, langen Cafébesuchen und vielen schönen Büchern, die allmählich dick wurden vom Sand des Strandes und kleine Broschürchen gebaren, um mal frei Tudcholsky zu zitieren. Macht das mal mit euren E-Readern nach!

Am Freitag dann musste wir unsere verschlafene, ruhige, Insel verlassen. Leider. Ich hätte noch gut zwei Wochen da bleiben können. Aber mehr war nicht drin. Aus vielerlei Gründen.

Wir fuhren mit eienr Fähre zu einer großen Nachbarinsel, von wo aus wir am Montag nach Hause fliegen sollten, und übernachteten dort noch für das Wochenende in einem Hotel, das seine beste Zeit unterdessen seit den 1980er Jahren längst hinter sich hatte.  Und der Charme, den diese Unterkunft ausstrahlte, war noch nicht einmal morbide, sondern bestenfalls ranzig. Der Strand vor diesem Hotelwar: nun ja, sagen wir mal: von einer sehr diskreten Schönheit. Wenigstens war der drei Kilometer entfernte Ort P. einigermaßen nett. Nach unserer abgelegenen Insel bekamen wir vor lauter Tourismus-Spektakel einen kleinen Schrecken. Aber es war Tourismus-Spektakel der angenehmen Sorte. Im Ort lasen wir auf Hafenmolen und Caféstühlen, besichtigte antike und byzantinische Befestigungen und Burgen, aßen ausgezeichnet und besuchten eine Ausstellung zu langbeinigen Linguisten der Slavs & Tatars. Bei Letztgenannten muss ich ja imemr an weas zu essen denken. In den späten 60er Jahren war frisches Tatar ein Hit der Partygastronomie.




Es rührte sie so sehre ...

Bierkraut bleibt Bierkraut
Mythenforschung

Meer und Wald

Meer von oben

Meer von unten

Der Ort P.
Noch einmal P.

Nachts




Montag, 9. September 2013

KW 36/2013





Und wieder muss meine Mobiltelefontastatur herhalten, denn ich bin unterwegs, in einer verspäteten Sommerfrische sozusagen. Um mich herum brandet das blaue Meer und es duftet nach Kräutern und Bäumen.

Interessanterweise gibt es ein Kraut, das den Duft von Bier ausströmt. Wir haben es in Ermangelung eingehender botanischer Kenntnisse als Bierkraut bezeichnet. Und dieses Bierkraut ist fast wie in alten Mythen. Wenn man es riecht, bekommt man Durst auf ein frisches, kühles Bier. Beim Autofahren stömt es mit der warmen mediterranen Luft durch das geöffnete Fenster, und am liebsten möchte man sofort an der nächsten Taverne stoppen, um ein Bier zu bestellen, gerne auch ein Mythos, wie eins de hiesigen Biere so treffend heißt.

Sonst gibt es hier noch einiges zu sehen, riechen und schmecken, aber ich  schreibe ja nun kein Reiseblog oder dergleichen. Insofern gibt es im Anhang nur ein paar Bilder. Lustig ist, dass diese Insel hier nur wenig touristisch erschlossen ist. Deshalb sind die paar Touristen, die da sind, alle ausgesprochene Nicht-Touristen, die so einen Nicht-Touristen-Habitus an den Tag legen: Wir sind natürlich Touristen, aber wir sind auch so ziemlich die einzigen.

Sonntag, 1. September 2013

KW 35/2013

Eine Woche mit wieder einmal viel Arbeit. Schließlich rudern auf dem Kemnader Stausee. Dann in Straßburg, um J. wegzubringen. Jetzt führt sie ihren ersten eigenen Haushalt. Verrückt. Aber keine Angst, ich schreibe jetzt nicht die tausend Sachen, die mir durch den Kopf gegangen sind. Auf jeden Fall wohnt sie in einer schönen Umgebung dort. Und mehr Neuigkeiten? Gibt es auch. Nächste Woche dann!


Row the boat ...
 
... gently down the stream.
Münster bei Nacht (illuminiert)
Münster bei Tag

Grand' Rue

Grand' Wasser-Rue