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Freitag, 26. August 2022

Second Thoughts: From the Past

Oft ist es ja so, dass zu einer Liebe oder einer Beziehung ein Song gehört, der untrennbar damit verbunden ist. "Schatz, das ist unser Lied", heißt es dann immer in Filmen, wenn irgendein alter Gassenhauer im Radio gespielt wird und das Paar, dass schon lange miteinander durch dick und dünn gegangen ist, sieht sich sehnsüchtig an und begibt sich auf  die Tanzfläche. 

Aber auch, nachdem die Beziehung längst Geschichte geworden ist, bleibt der Song als Erinnerung, die schön sein kann - oder eben auch nicht. Im Falle von "From the Past" ist die Erinnerung, die durch den Song getriggert wird, eine sehr gute und so entsteht, nachdem sich das lyrische Ich an ein paar Fetzen des alten Songs erinnert, eine geradezu körperlich wahrnehmbare Reminiszenz an ihren Geruch, ihre Stimme, daran, wie sie sich anfühlt. Und es träumt, unser lyrisches Ich, wie es wohl wäre, wenn man "the half remembered tune" heute zusammen hören würde. 

Der Song gehörte zu den frühen des Albums und ich habe ihn unmittelbar nach "Best Friend Forever" eingespielt. Mit dem E-Piano wollte ich so einen Klangteppich erzeugen, wie man ihn in den 1970er Jahren hatte, bei "A Little Luck" und "London Town" von den Wings, "You Are My Love" von Liverpool Express oder "Coming Home" von Marshal Hain. Der Song war in zwei Nächten fertig und seither hatte er einen festen Platz auf dem Album. 

 



Dienstag, 16. August 2022

Second Thoughts: World on Fire

Neben "The Hippie Song" und "Springsteen", ist dies ein weiterer Song des Albums, der sich mit dem Zustand unserer Welt und unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Beide scheinen extrem verwundet zu sein: Die Welt steht buchstäblich in Brand und wir als Gesellschaft sind offenbar nicht in der Lage, darauf adäquat zu reagieren. In solchen Augenblicken ist es der Ruf nach einer vertrauten Seele, der Trost verspricht. Wir brauchen jemanden, der auf uns aufpasst, weil wir es alleine nicht hinkriegen. 

Ein Up-Tempo-Song, zumindest für meine Verhältnisse. Meine Musik ist normalerweise langsam und introvertiert. Aber wie schon "You Don't Deliver" handelt es sich hier um einen extrovertierten Song. Play loud!



Freitag, 12. August 2022

Second Thoughts: Midsummer Fairies

Auch hier kommt die 12-saitige Gitarre zum Einsatz. Es geht um die schönste Zeit, den Mittsommer am längsten Tag des Jahres. Aufgenommen habe ich in den Song im  Oktober und November, und für mich wurde die Arbeit daran zu so einer Art Ersatzsommer. Ich stellte mir ein großes skandinavisches Fest auf großer Wiese vor, mit tanzenden Menschen, aber auch Feen oder Elfen, die natürlich immer dabei sind. Ein bisschen wie in einem Buch von Astrid Lindgren. Es bleibt ewig lang hell, alle sind glücklich und trinken Tante Hildes Beerenwein, der es aber dieses Jahr ganz schön in sich hat. Und auch die Kinder dürfen mal probieren. An diesem Tag feiern alle das Leben, das Licht, die Liebe. 

Gerne hätte ich auch noch Geigen und Flöten ins Spiel gebracht, aber weder besitze ich solche Instrumente, noch könnte ich sie spielen, besäße ich sie denn. 

Auch hätte ich gerne ein Video zu diesem Song gemacht. Aber wer meine Videos kennt, der weiß, dass die im Allgemeinen eher rudimentär geraten. Manchmal passt das ja. Hier aber sicherlich nicht. Zudem hatte ich auch die Zusage einer nicht ganz unbedeutenden Filmemacherin aus meinem engeren Bekanntenkreis. Dummerweise hatten wir keine Deadline ausgemacht. Aber der nächste Mittsommer kommt bestimmt. Und bis dahin gibt es Kino für die Ohren.

 



Samstag, 2. März 2019

Luton to Lisbon (Fischer Z Cover)



Das hatte sich irgendwie in meinem Kopf festgesetzt, emporgestiegen aus ganz alten Erinnerungsschichte ...

Freitag, 8. Dezember 2017

Mittwoch, 1. Juni 2016

The Laughing Man im Radio

Am Montag waren The Laughing Man auf WDR 2 zu hören. Mit dem Indie-Song "Sensitive Soul" (hier zu hören) könnt ihr uns nun wiederwählen. Wenn wir gewinnen, sind wir nächste Woche wieder dabei. Und Ihr habt es in der Hand.

Stimmt für uns! 

The Laughing Man says thank you!

Sonntag, 22. Mai 2016

Lass mich mit dem Morgen ziehn



Ein alterBackseats-Klassiker aus den 1980ern, neu aufgenommen. Wenn man ihn richtig laut hört, dann kommt auch was rüber. Versprochen!

Samstag, 7. Mai 2016

I Need To Know You're There ...

Anfang des Jahrtausends investierte ich Geld in ein digitales Recording-Programm für den PC und ein Interface von Tascam, und mein erstes Aufnamestudio war geboren. Innerhalb kürzester Zeit nahm ich nachts, wenn ich meine Tochter ins Bett gebracht hatte, ein ganzes Album auf, das später als das erste Laughing-Man-Album das Licht der Welt erblickte. Zu fast allen Songs auf diesem Album habe ich auch heute, etwa 14 Jahre später, noch ein sehr inniges Verhältnis. Das gilt auch für "Don't Get Lost". Da ich bei der erszen Aufnahme keinen Verstärker hatte, habe ich das Signal der Gitarre halt so lange übersteuert, bis es zerrte. Dann noch ein bisschen Hall drauf - und der Gitarrensound der frühen Laughing Man war geboren.

Sicherlich hatte diese spartanische Weise aufzunehmen ihre Reize. Dennoch habe ich immer wieder damit geliebäugelt, das Stück noch einmal neu aufzunehmen. Nur so. Und eines Nachts, nach dem zweiten Bier, habe ich es es gemacht. Mit dem Singen der Vögel am nächsten Morgen war ich fertig. Zugegebenermaßen ist der Unterschied zur alten Version nicht so groß. Aber er ist wahrnehmbar! Hört selbst!

Übrigens gab es noch eine Singleversion davon, denn die Albumversion, die ihn unten hören könnt, war schon die zweite Fassung. Über die alleerste Fassung breiten wir unterdessen den Mantel des Schweigens.




Freitag, 29. April 2016

The Laughing Man Cought A Cold


Und hier nun unsere Cold-EP, heißer, als jede andere:

1. Cold
Der erste Song stammt aus der Feder von Michael und wagt einen Ausblick in die Zukunft - die Zukunft der Menschheit, die Zukunft einer Beziehung. Hin- und hergerissen zwischen Dystopie und neuer Hoffnung. Wie Gedankenschleifen gibt es Melodiebögen und Loops auf allem musikalischen Ebenen. Schreiende Möwen, weinende Kinder und eine kulinarische Verführung der ganz besonderen Art korresopndieren damit auf textlicher Ebene.

2. A Sensitive Soul (Radio Edit)
Dieses Stück über eine empfindsame junge Seele, die zwischen Genie und Wahnsinn changiert, ist bereits auf dem Album Midnight Voices zu hören. Hier haben wir es mit einer neu aufgenommenen Fassung zu tun, die sich in vielen Details von der Midnight-Voice-Version unterscheidet. Sie ist nicht nur schneller und hat einen anderen Mittelteil. Die Gitarren- und Gesangsparts - vor allem im Refrain - unterscheiden sich ganz erheblich und geben dem Song mehr Schwung.

3. Her Song (Slow Version)
Ebenfalls ein schon bekannter Song, hier in einer akustischen, entschleunigten Version, entstanden bei einer Session im Herbst 2015.

4. I Want To Conquer You
Diesen Klassiker prägt Angela durch ihren Gesang und zieht jeden mit hinein in die Geschichte vom Aufeinandertreffen zweier verbrannter Seelen am Ende der Nacht, wenn nur noch Talkshows im Fernsehen laufen und längst keine Busse mehr fahren.




Sonntag, 24. April 2016

Cold Desire



Neben the Laughing Man - über die neue E.P. wird noch zu sprechen sein - gibt es natürlich noch andre Bands. Diese kanadische Kapelle hat was Genialisches, wenngleich man ihnen kein allzu glückliches Händchen für die Wahl des Produzenten attestieren kann. Nicht jeder hat einen Jan van Wereld in der Hinterhand.

Hier übrigens noch eine Sammlung anderer Cold-EPs:
Blacklizard: Cold EP
Nortnord: Cold EP
Acid Beyonder: Cold EP
Salt the Earth: Cold EP
Hattori: Cold EP 
Vis-a-Vis: Cold EP
Drop the Leash: Cold EP

Ich mag Blacklizard am liebsten.

Sonntag, 10. April 2016

Ladies and Gentlemen ...

Nun sind es noch etwa zwei Wochen bis zum Konzert von The Laughing Man im TalTonTheater. Die Proben laufen, das Programm nimmt langsam Gestalt an und die Freude auf den Abend wächst, denn viele gute Freunde haben ihr Kommen angekündigt.


Der rechte Amp wird am 23.4. dabei sein

Samstag, 12. März 2016

The Laughing Man im TalTonThetaer

Nicht Maximum R&B, aber feiner Indie-Pop

The Laughing Man spielen eher selten live. Das letzte große Konzert gab es 2012. Daher ist es etwas ganz besonderes, wenn ich hier ein Konzert für Samstag, den 23. April 2016 im TalTonTheater in der Wuppertaler Nordstadt ankündigen kann. 

Als Gäste dabei sind Uwe Sandfort & Martin Hermann, die ihren Instrumenten wunderbare Klänge zu entlocken vermögen.

Wer ebenfalls dabei sein möchte, kommt über diesen Link zum Vorverkauf.

Wir sehen uns!

Montag, 14. Dezember 2015

Weihnachtsgrüße

So, jetzt dauert es nicht mehr allzu lange bis Weihnachten. Und damit Ihr Euch schon einmal eingrooven könnt, habe ich hier ein sehr schönes kleines Lied für Euch, aufgenommen von The Laughing Man, geschrieben von John und Yoko. Viel Spaß damit!




Montag, 7. September 2015

Erdbeeren auch hier!



The Laughing Man live in der Bandfabrik, Wuppertal 2012.



Listen honey, I don’t want you to go.
We sure had hard times, but they’re gone, I know.
I promise I will change, I’ll find a remedy!
No further delay, I just want you to stay.

Winter is over and the sun is up again,
Can you smell the warm winds rising, waking us again?
The air is filled with a thousand promises,
Promises that will be kept this time, yeah, I am sure!

I want it to be a strawberry love.
I want it to be like heaven above.

Sweet strawberry kisses I want us to share
You know the summer’s just begun; the best is yet to come.
I will be by your side, no matter what they say.
So come on, dry your tears, please promise you will stay.

I want it to be a strawberry love.
I want it to be like heaven above.
I want you to be my strawberry love.
With strawberry kisses, my strawberry love.
  
Sweet strawberry kisses I want us to share
You know the summer’s just begun; the best is yet to come.
I will be by your side, don’t listen to what they say.
So come on, dry your tears, I promise I will stay.
 

Sonntag, 25. Januar 2015

Cover Songs for Nothing and the Chicks for Free

Hallo Freunde da draußen an den Endgeräten. Meine kleine Kapelle hat drei grandiose Coverversionen (Triffids, The Rolling Stones, J.J. Cale) zum kostenlosen Download bereitgestellt. Also runterladen und genießen. Nur für begrenzte Zeit!

A Thing Going On (J.J. Cale Cover) 

Wide Open Road (Triffids Cover) 

Wild Horses (Rolling Stones Cover)

Dienstag, 30. Dezember 2014

The Triffids - in Bild und Ton!

Kurz vor Jahresende habe ich ein wenig am Rechner herumgespielt und mal wieder ein neues Video zu unserer (= meine kleine Musikgruppe) Coververrsion des wunderbaren Triffid-Songs "Wide Open Road" fertiggestellt. Aber seht selbst:



Und bei der Gelegenheit wünsche ich Euch allen da draußen an den Bildschirmen daheim oder unterwegs ein gutes Hinübergleiten in das für uns alle hoffentlich grandiose 2015.

Was die Zukunft dieses Blogs angeht, weiß ich noch immer nichts. Aber noch ist ja auch nicht 2015 ...

Dienstag, 9. Dezember 2014

A Thing Going On

Jetzt auch ein spontaner Video-Clip zur spontanen Coverversion. Hoffe, Ihr mögt's!


Mittwoch, 13. August 2014

Erinnerung, sprich!

Es gibt genau zwei zuverlässige Arten sich zu erinnern: Anhand von Musik und anhand von Gerüchen. Alle anderen Erinnerungen sind Gaukeleien des Verstands, Umbiegungen des Intellekts, Anpassungen unserer Erklärungszwänge. Aber Musik und Gerüche sind die wirklichen Medien der Mnemosyne. Ischwör!

Jeder kennt das, dass ihn ein Geruch plötzlich entrückt in eine ferne Zeit. Meist, nicht immer, verbinden sich mit diese Gerüchen angenehme Erinnerungen, Gedanken an Orte und Menschen, von denen manche geblieben sind und manche sich verändert haben. Um mal die Beatles zu zitieren. Menschen verändern ihre Gerüche ja im Laufe der Zeit, aber es gibt ein paar Menschen, die riechen noch immer wie vor zwanzig Jahren, und das ist manchmal wunderschön.

Das zweite Hauptmedium Mnemosynes ist, wie gesagt, die Musik. Ich erinnere mich noch daran, als ich irgendwo neben dem Ofen unserer saß und mir "All You Need Is Love" anhörte. Ich war vierJahre alt, und meine Mutter, großer Beatles-Fan vor dem Herren,  putzte gerade ein Fenster, während ich mir die vier bärtigen Männer auf dem Cover anschuate. Und dazu erzählte meine Mutter die Geschichte, dass diese vier Männer sich gerade furchtbar streiten würden, und es wäre sehr unsicher, ob sie überhaupt noch einmal Musik machen würden. Mir war damals nicht klar, wie man sich streiten konnte, wenn man so schöne Musik machte, aber so sind die Menschen eben. 

Auch mit eigenen Stücken verbinden sich oft viele, oft ungeordnete Erinnerungen. "I Don't Know" gehörte zu de Stücken, die S. und ich geschrieben haben und die wir im Studio für unsere ersten Kassette ("More Than A Fine Finish ...") aufgenommen haben. 1985 war das. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Die Kassette verkaufte sich rasend, EMI wurde auf uns aufmerksam, wir bekamen unseren ersten Plattenvertrag und brachten in den 1980er Jahren ein Hitalbum nach dem nächsten auf den Markt. Leider stieg uns der frühe Ruhm zu Kopf. T., unser Schlagzeuger, sprengte eine Hoteltoilette nach der ... Na gut, es war ein bisschen anders. Wir verkauften, glaube ich, 25 oder 30 Exemplare unserer Kassette. Und T. sprengte keine Toiletten.

Aber den Song nachm ich etwa 20 Jahre später noch einmal mit The Laughing Man auf. Wie die erste Aufnahme von 1985, so ist auch diese zweite keine State-of-the-Art-Aufnahme der Studiokunst. Irgendwas knackt und knisterte bei der Aufname beständig, und was im Studio an Technik bereit stand, war sehr übersichtlich. Aber trotz dieser knisternden Version tauchen mit diesem Song die frühen 1980er Jahre wieder vor mir auf, und all die Dinge, mit denen wir zu tun hatten, mit der Liebe, dem Ausblick auf den Weltruhm, griechische Zigaretten und Anhalter-Fahrten nach London. 

Hier ist der Song in der neueren Version. Aber eure Erinnerungsträger sind natürlich ganz andere:


Donnerstag, 3. Juli 2014

Der Sinn von Werbung b/w Morrissey

Ich bin erkältet, mein Nacken lässt sich seit heute Morgen nicht mehr richtig bewegen, meine Arme und Beine fühlen sich an wie Blei. Mit anderen Worten: Ich bin ziemlich kaputt. Zum Glück naht mit bereits hörbaren Schritten so etwas wie Urlaub und Entspannung. Ich muss hier raus. Ich muss an ein Meer. Ich brauche die Freiheit eines Geistes, der in den letzten Wochen zu sehr geknechtet worden ist. Ich muss mich mit ästhetischen, mit geistvollen Dingen beschäftigen. Das bin ich mir schuldig.
So, nun aber genug geheult. Apropos: Am 11. Juli erscheint übrigens das neue Morrissey-Album World Peace Is None of Your Business. Meins ist ja zum Glück schon erschienen:



Warum ich dafür so viel Werbung mache? Weil unser Album sehr, sehr gut ist. Und weil ihr alle es ruhig auch mal kaufen könntet. Oder halt herunterladen. Oder ihr wünscht es euch zum Geburtstag. Meinetwegen auch zu Weihnachten. Denn ich kann gar nicht oft genug wiederholen, wie schön das Album ist. Ein schönes Album mit schöner Musik und geistvollen Texten. Ein ästehtischer Hochgenuss, dem ihr euch ruhig hingeben solltet. Das seid ihr euch doch wert!