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Sonntag, 24. April 2016

Cold Desire



Neben the Laughing Man - über die neue E.P. wird noch zu sprechen sein - gibt es natürlich noch andre Bands. Diese kanadische Kapelle hat was Genialisches, wenngleich man ihnen kein allzu glückliches Händchen für die Wahl des Produzenten attestieren kann. Nicht jeder hat einen Jan van Wereld in der Hinterhand.

Hier übrigens noch eine Sammlung anderer Cold-EPs:
Blacklizard: Cold EP
Nortnord: Cold EP
Acid Beyonder: Cold EP
Salt the Earth: Cold EP
Hattori: Cold EP 
Vis-a-Vis: Cold EP
Drop the Leash: Cold EP

Ich mag Blacklizard am liebsten.

Dienstag, 5. August 2014

Brechen Sie, nehmen Sie Kitkat!

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden die Einrichtung Ihrer Wohnung bei - nehmen wir einfach mal an: - Ikea kaufen, weil die sie Sachen praktisch finden. Praktisch und preiswert. Stellen Sie sich weiter vor, Sie würden sich wohl fühlen in Ihrer Ikea-Einrichtung, und weil das so ist, würden Sie auch ihre nächste Wohnungseinrichtung bei Ikea kaufen. Schließlich wird Ihnen via Sonerangebot eine weitere Wohnungseinrichtung angedients, und da auch diese vielversprechend aussieht, kaufen Sie. Nachdem diese Einrichtung aber nun bei Ihnen zu Hause steht, klingeln eines Morgens zwei Ikea-Mitarbeiter und vernageln Ihre Schlafzimmertür. "Ins Schlafzimmer kanst du jetzt nicht mehr gehen", sagt man Ihnen. Und auf Ihre entgeisterte Frage, warum nicht, klärt man Sie auf: "Das ist viel zu unsicher. In Schlafzimmer wird häufiger mal eingebrochen, und deshalb solltest du da jetzt nicht mehr hinein!" Auf Ihre Anmerkung hin, dass Sie für diesen Raum schließlich Miete zahlen würden, außerdem ja auch irgendwo schlafen müssten, verrät man Ihnen, dass Sie vom Fenster aus ja in ihr Zimmer hineinschauen könnten. Und was das Übernachten anginge: Ikea hätte da eine tolle Hotelkette gekauft, in der würde man viel sicherer übernachten können, als im eigenen Schlafzimmer.

Das alles klingt absurd. Aber leider habe ich mir das nicht ausgedacht, sondern nur das auf Ikea übertragen, was Google mit seiner Android-Betriebsversion Kitkat wirklich macht. (Schon alleine der Name ist so unendlich blöd.) Und zwar in einer Art und Weise, die an Faschismus grenzt. Da wird die Herrschaft über mein eigenes Endgerät übernommen - und noch dazu unter fadenscheinigen Begründen der Sicherheit. Denn seit Android Kitkat haben Programme im Allgemeinen keinen Schreibzugang mehr auf die SD-Karte des Android-Gerätes, es sei denn, Google räumt sie ihnen ein. Das heißt: Musik per App (z.B. Dropbox auf die SD-Karte speichern, ist passé. Fotos bearbeiten, die auf der SD-Karte gespeichert werden: Leider unmöglich. Und das ist erst der Anfang. Bei einem Gerät, das, wie meins, nur 8 GB internen Speicher, aber eine 64 GB große SD-Karte hat, kommt das einer Enteignung gleich. 

Und dann mault Google großspurig: Die Zeit der festen Speicher sei ohnehin vorbei; schließlich gäbe es ja Clouds. Euch, liebe Google-Leute, kommen die Wolken wohl allmählich aus dem Allerwertesten. Wie heißt es schon bei Schiller. "Verbrecher aus verlorener Ehre".

Montag, 15. April 2013

KW 15/2013

Wenn das Netz nichts vergisst, dann muss man es sich wohl eher als Alzheimer-Patienten vorstellen. Es vergisst vielleicht nicht gerade, aber es verzerrt die Erinnerungen ins geradezu Bizarre. Ein Blick auf alte Posts aus diesem (und den meisten anderen Blogs, die noch online sind) genügt: Da fehlen Bilder, werden Zeilenumbrüche ignoriert und anders dargestellt, etc. pp. Diese unsere Zeit gleitet allmählich ins Posthistorische. Nichts destoweniger halte ich mein Kalenderwochen-Projekt bis Ende des Jahres durch. So zumindest der Plan. Nicht für die Gechichte (Kohl'sche Aussprache), sondern fürs Hier & Jetzt.

Diese Woche: Endlich Frühling. Gestern habe ich das ausgenutzt, die Examensarbeiten und Klausuren auf dem Schreibtisch zurückgelassen und bin Fahrrad gefahren, bergrauf und bergrunter, wie sich das in dieser gebirgigten Gegend ja nicht vermeiden lässt, und mitten hinein ins Ruhrgebiet und an die Ruhr. Wunderbar. Nicht ganz so wunderbar waren die Oberschenkelkrämpfe im Anschluss. als ich mich abends aufs Sofa gelegt hatte und aufstehen wollte, um ein Telefongespräch anzunehmen. Etwas untrainiert bin ich dann ja wohl doch. Oder zuwenig Magnesium.

Ansonsten Alltag mit großen zeitlichen Anforderungen. Und Krötenwanderung, bzw. deren Ziel:



Auch die anderen Tiere und Pflanzen stehen dem wenig oder gar nicht nach. Es ist ein Werden in der Welt, das sich durch alle Ebenen zieht.