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Mittwoch, 1. Juni 2016

The Laughing Man im Radio

Am Montag waren The Laughing Man auf WDR 2 zu hören. Mit dem Indie-Song "Sensitive Soul" (hier zu hören) könnt ihr uns nun wiederwählen. Wenn wir gewinnen, sind wir nächste Woche wieder dabei. Und Ihr habt es in der Hand.

Stimmt für uns! 

The Laughing Man says thank you!

Samstag, 22. November 2014

Für einen Tag

Als ich 1979/1980 die Live-Musik für mich entdeckte, sah ich die Wuppertaler Band  die Helden zwei oder dreimal spielen. Ich war begeistert von der frischen Musik und dem abgedrehten Sänger, der mit pfauenschwanzgefächerten Neonröhren auf dem Rücken sang: "Ich bin nur das Neonlicht, doch ihr alle seht mich nicht!" Man könnte durchaus von einem musikalischen Erweckungserlebnis sprechen, das kulminierte in eiem Auftritt der Helden in der besetzten Adler-Brauerei, wo ich als eher zur jüngeren Abteilung gehörender kleiner Penäler zum ersten Mal ausgiebig genoss, etwas so richtig Verbotenes zu tun, nämlich ein wunderbares altes Industiregebäude zu besetzen, das abgerissen weden sollte. (Wenn man sich anschaut, wie es an dem Ort, wo der Adler damals gestanden hat, heute aussieht, dann wird natürlich sehr deutlich, wer damals im Recht war und wer lediglich das Recht auf seiner Seite hatte.)

Wie auch immer, eines Abends spielten die Helden also in der besetzten Brauerei, ein chaotischer Auftritt, bei dem die Polizei dauernd eingriff und gemahnte, bitte die Lautstärke zu reduzieren. Irgendwann, wenn ich mich recht erinnere, wurde das Konzert durch die Exekutive dann auch ganz abgebrochen und endete im Tumult. Es war eben die Zeit zwischen Punk und New Wave, in der Individualismus, ein ästhetischer Widerwillen gegen die Rockmusik der älteren Geschwister und der Vorsatz das korrupte System wenn nicht aus den Angeln zu heben, so doch wenigstens gehörig vorzuführen, eine seltsam kreative Verbindung eingingen. Und diese Verbindung offenbarte sich mir, als die Helden auf der improvisierten Bühne im Adler standen und spielten. Klar kann man alles Mögliche gegen die Helden einwenden. Die Reime waren zuweilen - sagen wir: etwas gesucht. Die Musik war einfach. Aber die Texte trafen trotzdem ins Mark, und die Musik war zwar unkompliziert, aber gerade dadurch entstanden wunderbare raue Melodien, die man den ganze Tag oder die ganze Nacht nicht mehr aus dem Kopf kriegte. Die Songs demonstrierten, zeittypisch, einen stolz zur Schau getragener Dilettantismus. Aber genau das brauchte es ja auch: Sehr her, sagte diese Band, wir spielen nicht nach euren überkommenen Regeln, wir machen unsere eigenen!

Klar wurde das ganz schnell alles überrollt. Das System in den Ausgestaltern Thatcher, Reagan und (abgemildert, aber tendenziell in die gleiche Richtung maschierend:) Kohl schlug zurück, riss den Adler ab, kommerzialisierte die Neue Deutsche Welle, entfesselte den Kapitalismus und hinterließ die 1980er weitgehend (und bis auf wenige Ausnahmenhier hier und da) als moralische und musikalische Trümmerwüste, deren Sinnlosigkeit dann erst durch die Digitalisierung und die Wiedervereinigung übertüncht wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die mag ein anderes Mal erzählt werden. Hier jedenfalls sind die Helden endlich, nach all den Jahren:

Und irgendwann gibt es hoffentlich mal "Das Neonlicht" zu hören!

Montag, 24. Februar 2014

Vermischtes # 2

Gestern bei Warpaint in Köln. Ein schönes Konzert, wenngleich man der Kapelle hier und da ein bisschen mehr Kraft wünschen würde. Die Stimmen sind toll. Der Bass auch. Woran ich mich nie gewöhnen werde: Diese fimpsigen LED-Leuchten auf Bühnen jeder Art. Das ist doch kein Licht, Leute! Komisch: Das Publikum. Kaum jemand dabei, mit dem man freiwillig was trinken gehen würde. Abgesehen natürlich von den eigenen Leuten auf dem Podest.


Draußen so eine Art Vorfrühling. Drinnen trockene Arbeit. Und um mich herum zahllose Erkältungen.


Krokusse brechen durch des Herbstes welkes Laub

Noch zwei Songs, dann ist das neue Laughing-Man-Album komplett, die Arbeit von drei Jahren. Ich freue mich schon riesig, wenngleich ich noch nicht weiß in welcher Form wir es veröffentlichen und ob wir wieder ein Vorstellungs-Konzert machen. Wenn, dann aber ganz anders als beim letzten Mal. Überhaupt ist das neue Album ganz anders als das alte. Passieren wird all das voraussichtlich irgendwann im Mai oder Juni.

Was, so frage ich mich immer wieder, verdienen eigentlich Werbetexter. Und was geht in deren Kopf vor?

Die Maßstäbe dafür, ob jemand sein Handwerk versteht oder nicht,
bleiben heute oft im Dunkeln


Samstag, 6. Juli 2013

Musik wie aus den 80ern

Und nun ein bisschen Werbung:

Meine kleine Band hat eine neue Single fertig gestellt, ein Kleinod, das die Musik der frühen 1980er Jahre in den Fokus des Fühlens zurückbringt.



Für nur 1,50 Euro gibt es hier meinen Lieblingssong vom letzten Album, zusammen mit einer früheren, nicht ganz uninteressanten Fassung des Stücks und einer Akustik-Version von "Strawberry Love". Wenn das kein Grund ist, jegliche Aversion gegen gekaufte Musik fahren zu lassen, dann weiß ich auch nicht.

Das wunderbare Video zum Song, erbastelt aus alten Super-8-Filmen, gibt es übrigens gratis. Und ich komme auch darin vor. Winkend.


Viel Spaß also - und auf bald!


Sonntag, 9. Dezember 2012

Seven Years Ago


Aufgenommen 2005, war der Song Ausdruck maximaler Depressionen. Ursprünglich veröffentlicht als B-Seite der "Another Country"-Single, habe ich die Aufnahmen heute wiedergefunden und extrem gekürzt. Ich mag das Stück zwar noch immer nicht, aber es hat irgendwas. Schön ist natürlich Gabis Stimme im Background. Wer's mag, kann es sich runterladen. Noch ist ja kalendarischer Herbst.

Freitag, 30. April 2010

April

Jetzt ist der April also auch bald schon wieder vorbei. Mal sehen, wohin wir jetzt tanzen gehen werden. Auf jeden Fall ist es Zeit für eine kleine Rückschau. Die Welt hat ein ölverschmiertes Gesicht dieser Tage. Die Griechen: Anfang und Ende des Abendlandes? In Nordrhein-Westfalen ernscheidet sich hingegen das Schicksal einer anderen Nation. Nächste Woche dann. Wir berichten live! Außerdem: Spargelzeit! Der Raps blüht (Fotos werden nachgereicht!). Das neue Laughing-Man-Album erscheint nun doch nicht mehr im April. Aber die tolle Single tröstet ja über das Wartenmüssen hinweg!
Ich selbst hatte übrigens in den vergangenen drei Wochen keine Zeit zu nichts: Keine Wochenende, keine ausschweißfenden Partys, noch nicht mal ein Bier mit meinen Freunden war drin. Meine Mitbewohnerinnen sehe ich nur noch zwischen Tür und Angel. Aber der Mai wird natürlich anders.

Lektüre: Patti Smith: Just Kids. Wäre es nicht Patti, würde man sich ein bisschen fremdschämen beim Lesen. Aber es ist Patti. Und Patti darf das!!! Patti darf bekanntlich alles.

Mittwoch, 17. März 2010

My Queen Mab

Und dann auch das Gegenprogramm zu Marshall Hain, gedreht beim wöchentlichen Einkauf (mit kleinem Umweg):

Sonntag, 7. März 2010

Abermaliger Monolog eines Barkeepers

Heute gibt's nur Beck's im Ausschank. Ja, die Zapfanlage ist kaputt. Gibt nur Beck's. Und ZapfDingbats. N Witz, Mann! Nur ein Witz.
Jaja, der Laden ist leer, wenn draußen der Schnee meterhoch liegt und die Leute sich beim Verlassen des trauten Heims auf die Fresse legen. Da gibt es einen deutlichen Kausalzusammenhang, möcht' ich mal sagen. Hier ist ja auch nie geräumt. Also vor der Bar natürlich schon, aber sonst, meine ich. Kein Arsch fühlt sich verantwortlich. Das ist so eine ganz ungute Mentalität, die sich da Bahn bricht, weißt du. Es gibt nur Beck's, hab ich doch gesagt. Nein, das war kein Witz. Das mit Dingbats war der Witz. Ach, macht doch, was ihr wollt. Und wenn du Musik haben willst, dann schmeiß gefäligst 'n paar Groschen in die Jukebox! Lohnt sich echt. Jaja, ich kenn die Jungs und Mädels. Sind hier aus der Nachbarschaft. Räumen natürlich auch nicht vor ihrem Übungsraum, aber die Songs sind schon gut irgendwie. Nee, nich' wie Lady Gaga. Schon ganz eigen wirgendwie. Jaja, schmeiß mal rein, wirst du nich' bereuen. Hier ist dein Beck's. Wohl bekomms!

Montag, 10. August 2009

On the Air

Eine der besten Bands der frühen 90er des vorigen Jahrhuderts kann man jetzt endlich auch auf lastfm hören! Endlich gute Musik! (Hier klicken!!!)

Sonntag, 1. Februar 2009

Born in the Sixties

Zugegeben, die von uns damals gedachte Welt war naiv. Sehr naiv sogar. Dennoch verstehe ich nicht, dass sich unsere Generation immer wieder von einem Dorf ins nächste treiben lässt und sich dabei für innovativ hält. Abgehetzt, müde und schlecht gelaunt kommen wir an, reden uns dies schön und jenes richtig und wissen doch im tiefsten Innern, dass wir bislang stets mit einer unfassbaren Bereitwilligkeit jeder noch so fadenscheinigen Lüge hinterher gelaufen sind, immer in der aberwitzigen Hoffnung, dass sie sich irgendwann als wahrgewordener Märchentraum entpuppen könnte.

Sonntag, 14. September 2008

Mittwoch, 5. März 2008

The B-52s 1978

Eine feine Sammlung von sieben einzelnen Filmchen aus dem Jahre 1978 gibt es hier. Schwarzweiß und äußerst sehenswert!

Sonntag, 30. Dezember 2007

The Bassman Tapes


Offensichtlich bin ich immer schön artig gewesen, jedenfalls kann ich nun einen neuen Bass mein Eigen nennen. Mein alter Bass, ein Instrument aus dem niedrigsten Niederpreisbereich, lässt sich zwar noch wunderbar spielen, allerdings nicht mehr ohne Hintergrundbrummen verstärken, weshalb ich auf den neueren Aufnahmen zunehmend das Keyboard als Bassersatz nutzen musste. Nun aber geht es wieder zurück zu den Wurzeln. Ich hatte ganz vergessen, wie großartig es sich anfühlt, so ein langhalsiges Instrument zu halten (und damit alles umzumähen, was entfernt an Weihnachtsdekoration erinnert; my way of Knut) und zu spielen.

Donnerstag, 15. November 2007

Rude Boy

Es sind diese Abendstunden im November, die einen ganz mürbe machen wollen. Daher werde ich mir jetzt eine oder drei Flaschen Bier öffnen und endlich mal Rude Boy ansehen. Die DVD habe ich hier schon seit Ewigkeiten liegen, und meine vagen Erinnerungen an den Film beziehen sich vor allem auf die damals grandiose Ästhetik. Mal gespannt, wie es mir in 127 Minuten geht.

Donnerstag, 20. September 2007

Kein Grund sich so scheiße zu fühlen

Auf schwerer Drehung im Moment, neben Broken Social Scene, die letzte The Electric Soft Parade, die daher kommt, wie eine glückliche Mischung zwischen XTC, Squeeze, Cure und Paul McCartney. Kann man nicht immer hören, und unter Kopfhörern wird man mit diesem Album in zwei Sekunden zum Amokläufer. Aber ansonsten: Empfehlung!!!

Ach ja. Es heißt No Need To Be So Downhearted, und angesichts der Wettervorhersage für das Wochenende kann ich da nur zustimmen.

Donnerstag, 2. August 2007

The Triffids in London


Als Nachtrag zum vorletzten Beitrag hier - und schon allein wegen Amanda B. sehenswert!