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Dienstag, 29. Juli 2014

Vermischtes # 5

Dieser Sommer ist absolut merkwürdig. So merkwürdig, dass er mich fast einen Monat lang außer Gefecht gesetzt hatte mit einem so fiesen Virus, dass es mir richtig lange intensiv schlecht ging. Nicht so schlecht, dass ich nicht arbeiten konnte. Aber schlecht genug für fast alles andere. Jetzt wird es allmählich besser, dafür wird das Wetter schlechter. 

Noch einmal Midnight Voice. Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit den Einen oder die Andere bereits nerve. Es ist wirklich ein sehr schönes Album. Das beste Album,d as ich bislang gemacht habe. Ehrenwort!

Am Freitag mit S. bei Neil Young, bisher noch nie gesehen. Nachdem Paul McCartney, die Stones und einige andere alte Herren sich auf der Bühne zum Vollaffen gemacht haben, war Neil Young richtig gut. Richtig gut! Ein grandioses Konzert an einem wunderbaren Sommerabend im Sonnenuntergang. 


Dienstag, 15. April 2014

Vermischtes # 4

Während ich unauffällig ein Jahr älter geworden bin, hat die Arbeit wieder mit voller Kraft angehoben. Ein Blick auf den Kalender aber verrät: Es gibt nicht wenige Feiertage, die sich über den Mai und vor allem den Juni verteilen, so dass das Arbeiten im Sommerhalbjahr insgesamt ein wenig entspannter zu werden verspricht. Viele schöne Geschenke haben mich fürs Älterwerden entschädigt.

Der öffentliche Nahverkehr hat sich für die Zeit der Osterferien aus der Region verabschiedet und einem mehr als mäßigen Ersatzverkehr Platz gemacht. Ohne Auto steckt man da ziemlich fest und kann nur an Wiesen und über Felder spanzieren.

Aprillandschaft mit Rapsfeld
Versuche mich übrigens gerade daran, das neue Laughing-Man-Album zu mischen und mastern, was nicht ganz so einfach ist. Leider ist Phil Spector gerade nicht übernehmen, so muss ich da wohl allein durch.

Nach langer Zeit ohne Fernsehgerät,  haben wir uns just ein solches gekauft. Das Programm ist mit den Jahren allerdings merklich abgeflacht.
Habe Kurt Tucholsky wieder hervorgeholt. Und eine Nachtstadt-Lesung von 2008 auf Festplatte gefunden. Und das Eine hat mit dem Anderen eher wenig zu tun.

Zeit ins Bett zu gehen und Tucholsky zu lesen.

Mittwoch, 26. März 2014

Vermischtes # 3

Nicht nur in der Eisdiele: Die ersten Hörnchen im Frühling.
Heute Morgen im Garten tummelten sich diverse Hörnchen, die sichtlich die Sonne und die längeren Tage genossen. Vorher hatte mich eine Amsel etwa eine Viertelstunde lang beim Kaffemachen beobachtet. Dafür, dass wir hier mitten in der Stadt sind, gibt es doch einige Fauna zu besichtigen, inklusive der Marder, die abends über die Straße laufen, um sich ein warmes Plätzchen zu unter irgendeiner Motorhaube zu suchen.

Planung beendet: Das neue Laughing-Man wird am 16.6. veröffentlicht. Das setzt uns jetzt zwar alle ein bisschen unter Druck, aber anders geht es wohl nicht. Ich freue mich übrigens sehr darauf, weil ein Haufen Stücke darauf sind, die ich sehr, sehr mag. Und auch der Termin ist ja ein schöner. Beim Titel hatte ich an irgendwas mit Odysseus oder so gedacht.

 
Lule lule lulei.

Unendliche Weiten.


Obwohl der Urlaub schon wieder ewig lang zurückliegt, hier doch noch einmal zwei Fotografien. Einfach, um die Erinnerung wach zu halten. 

J. ist unterdessen wieder in Europa, genauer gesagt am Sitz des europäischen Parlamentes. Und auch wenn das immer noch ziemlich weit weg ist, ist es doch näher, als die tausende Meilen vorher. 

Ach ja, und wer die Bedeutung der zweiten Bildunterschrift plausibel erklären kann, der bekommt ein kleines Geschenk. Oder wie das heute heißt. (Nein, nicht Danaer-Geschenk! Damit wären wir jetzt wieder beim 16.6. Und damit schließt sich der Kreis.)

Montag, 24. Februar 2014

Vermischtes # 2

Gestern bei Warpaint in Köln. Ein schönes Konzert, wenngleich man der Kapelle hier und da ein bisschen mehr Kraft wünschen würde. Die Stimmen sind toll. Der Bass auch. Woran ich mich nie gewöhnen werde: Diese fimpsigen LED-Leuchten auf Bühnen jeder Art. Das ist doch kein Licht, Leute! Komisch: Das Publikum. Kaum jemand dabei, mit dem man freiwillig was trinken gehen würde. Abgesehen natürlich von den eigenen Leuten auf dem Podest.


Draußen so eine Art Vorfrühling. Drinnen trockene Arbeit. Und um mich herum zahllose Erkältungen.


Krokusse brechen durch des Herbstes welkes Laub

Noch zwei Songs, dann ist das neue Laughing-Man-Album komplett, die Arbeit von drei Jahren. Ich freue mich schon riesig, wenngleich ich noch nicht weiß in welcher Form wir es veröffentlichen und ob wir wieder ein Vorstellungs-Konzert machen. Wenn, dann aber ganz anders als beim letzten Mal. Überhaupt ist das neue Album ganz anders als das alte. Passieren wird all das voraussichtlich irgendwann im Mai oder Juni.

Was, so frage ich mich immer wieder, verdienen eigentlich Werbetexter. Und was geht in deren Kopf vor?

Die Maßstäbe dafür, ob jemand sein Handwerk versteht oder nicht,
bleiben heute oft im Dunkeln


Sonntag, 19. Januar 2014

Vermischtes #1

Die Wirkung des Gifts hat nachgelassen,
verblasst mit jeder Stunde,
was schlimm ist, weil es ein Gegengift war.

Im Kopf "Gnade" von David Floyd. Auf seiner Homepage kann man den Song kostenlos herunterladen bzw. das Album, das mit diesem Song schließt, ein genialer Schlinger-Ritt zwischen Pathos und Wahnsinn.

Würde man das Lesen als Vorgang mit Sex vergleichen, was wäre dann das Lesen eines digitalen Textes auf einem E-Book?

"Es ist ein einförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, was ihnen von der Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es loszuwerden."

 Oder eben so (aus der zweyten ächten Auflage von 1775 bzw. aus dem Google-E-Book:)



Und den hier noch:

"Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mögliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmäßigkeit zu verharren." Goethe, Brief an Zelter, 6.6.1825

Ich gehe jetzt mal schlafen.