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Sonntag, 1. Februar 2009

Born in the Sixties

Zugegeben, die von uns damals gedachte Welt war naiv. Sehr naiv sogar. Dennoch verstehe ich nicht, dass sich unsere Generation immer wieder von einem Dorf ins nächste treiben lässt und sich dabei für innovativ hält. Abgehetzt, müde und schlecht gelaunt kommen wir an, reden uns dies schön und jenes richtig und wissen doch im tiefsten Innern, dass wir bislang stets mit einer unfassbaren Bereitwilligkeit jeder noch so fadenscheinigen Lüge hinterher gelaufen sind, immer in der aberwitzigen Hoffnung, dass sie sich irgendwann als wahrgewordener Märchentraum entpuppen könnte.

Dienstag, 26. August 2008

Spontandichtung angesichts einiger betrüblicher Vorkommnisse auf meinem Schreibtische

Dieser körperliche Schmerz beim Lesen schlecht geschriebener Texte:
Wie verfaulende Blätter an schmierig-vermosten Baumstämmen.

(Und wer das Original kennt, der bekommt eine ehrenvolle Erwähnung!)

Freitag, 22. August 2008

Wie wir unmerklich zu Heinrich Heine geworden sind

Beim Blättern durch alte Zeitschriften stolperte ich heute über alte Geschichten aus den 90ern, geschrieben zu einer Zeit, da einen das Netz noch nicht gedanklich so zerklüftet hat. Die guten alten Zeiten, in denen Sätze wohlgeformt und lange überlegt waren. Ist das jetzt ein Zeichen von Altwerden, oder weiß ich ihn einfach nicht zu schätzen, den Stil jener Dinge, die ich und wir und fast alle im Jahrzeht der Doppelnull produzieren?

Und welche Konsequenz ziehen wir dasraus, Herr Gedsudski? Ab heute nur noch Fotos? Machen wir den Laden dicht? Kündigen wir den Knebelvertrag beim Telekommunikationsversorger?

Ach, gäbe es doch nur eine einfache Antwort!

Freitag, 27. Juni 2008

Hohlspiegel


Manchmal wäre Korrektorat nicht so schlecht, oder?

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,562508,00.html (27.6.2008)

Sonntag, 2. März 2008

Ein Samstag im benachbarten Ausland

Will man mal die hässliche Fratze deutscher Lebensart in nuce sehen, so begebe man sich samstags ins niederländische Grenzstädtchen Venlo, und zwar unbedingt mit der Deutschen Bahn. Empfehlenswert ist der im Volksmund als Kifferexpress bekannte Maas-Wupper-Express, für den die Bahn wohlweißlich noch ältere Wagen einsetzt, als sie es ohnehin schon zu tun pflegt. Allein die Vielfalt der Gerüche in diesem Zug verschlägt einem den Atem. Von der pampigen Unfreundlichkeit, ignoranten Doofheit und bauernschlauen Dreistheit der meisten Mitreisenden will ich gar nicht reden ...

Ich aber wollte eigentlich gar keine Volkskunde betreiben, sondern war auf der verzweifelten Suche nach unvernusster Schokocreme, die man in Deutschland ja nicht mehr kaufen kann, seit die Firma Zentis im Rahmen irgendeines Optimierungswahns die geniale Alpenmilch Schokocreme aus dem Programm gekegelt hat. (Schriftliche Anfragen an die Firma blieben übrigens bis dato unbeantwortet: Die Arroganz der Macht!) Nachdem ich meine Begleiterin aus dem Venloer Zentrum und somit der von deutschen Grenzgängern dominierten Zone herausgelockt hatte, machten wir uns auf den Fußmarsch zum nächsten Albert Heijn, der etwas weiter außerhalb und in leicht trister Umgebbung liegt. Hier kaufte ich nicht nur 10 Gläser Schokocreme und diverse Gläser Satesoße, sondern auch unten abgebildeten Roze Koeken - einfach der Schönheit der Farbe wegen. Klar, dass man mit dem Produkt quasi auch den ganzen Katalog erlaubter chemischer Zusatzstoffe nach den Gesetzen der EU erwirbt, und zwar als Inhaltsaufdruck.

Die Rückfahrt war nett, weil wir Menschen trafen, die wir a) kannten und b) sich positiv vom Rest der Reisenden (siehe oben) abhoben, also quasi die Thomas Manns der Gegenwartskultur.

Und jetzt gehe ich frühstücken!


I never promised you a roze koeken!*

Den Weg nach Deutschland verschönt die Deutsche Bahn.

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* Ich weiß, roze heißt nicht Rose. Aber für einen Kalauer bemüht man auch schon mal einen falschen Freund!

Dienstag, 5. Februar 2008

Congolesen 2.0

Jetzt haben auch die Congolesen ihren Congolesen-Blog. Wenn sie so weitermachen wie sie angefangen haben, dann gibt es bald jede Menge Cartoons,Texte, Plakate, Setlisten und dergleichen. Vor allem aber gibt es hier Termine. Also, alle Congolesen-Blog kucken getz: