Sonntag, 16. Dezember 2012
Thinking About You: The Visual Turn
Samstag, 14. Mai 2011
Samstag, 13. Februar 2010
Gehegemann ist dran
Es scheint, als vergäße mancher Rezensent, kaum dass er für ein Zeilenhonorar über einen Roman nachdenken soll, sein Studium der Literaturwissenschaft, als verblöde er dabei. Helene Hegemann hat diesen Zustand der Literaturkritik, ob gewollt oder nicht, aufs Schönste vorgeführt. Ja, sie ist eine Plagiatorin. Sie ist, wie manche ihrer Kolleginnen und Kollegen, mit den Paragrafen des Urheberrechts nicht recht vertraut und wollte es wohl auch nicht so genau wissen. Jetzt darf sie sich ertappt fühlen, und sie hat sich für ihren Fehler ja auch schon entschuldigt.
Das Feuilleton aber, das Helene Hegemann nun unter Dauerbeschuss nimmt, sollte sich für seine dummen Lobhudeleien und Schmähungen, die beide nichts über das Buch aussagen, schämen. Doch das Feuilleton schämt sich nicht. Es macht einfach weiter.
Donnerstag, 23. April 2009
In the Hood / A Streetcar Named ICE
Toll war auch die nahezu historsche Straßenbahn, die von einer jungen Fahrschülerin mit mindestens 60 Sachen über runpelige Schienen gescheucht wurde: gefühlte 600 km/h. Alle kuckten panisch, nur der würdig ergraute Fahrlehrer, der in der offenen Fahrertür lehnte, blieb ruhig und lächelte nachsichtig: Ach ja, die Jugend!
Dienstag, 17. Februar 2009
Godley & Creme Revisited
Nachdem wir das morbide südliche Ende Europas wieder verlassen hatten, kramte ich in meiner alten Musik-Sammlung und fand auch die BASF-Kassette (billigste Kategorie), von der ich diese ganzen Hits damals offenbar aufgesogen hatte - ich erinnere mich nicht mehr, wer mir die Sachen damals "überspielt" hatte - , doch sie war unhörbar. Nur fernes dumpfes Mumpfen ließ sich noch vernehmen. Und es gab keine Chance, die Stücke noch einmal zu hören - oder gar meiner Begleiterin vorzuspielen. Auch meine Suche nach Platte oder CD brachte keinen Erfolg. Die Sachen gab es einfach nicht. Nicht, dass ich sie mir unbedingt hätte kaufen wollen. Aber manchmal ist es ja beruhigend, wenn man weiß, dass der Weltgeist ein paar Dinge mit sich weiter durch die Zeit trägt, und wenn man denn mal Lust hat, sich näher mit der Sache zu beschäftigen, dann kann man das auch.
Nun, Godley & Creme waren auch nicht so richtig erfolgreich. Nachdem die beiden Musiker ihre Band 10cc verlassen hatten - genau, die mit "Dreadlock Holiday" und "I'm Not In Love"! -, waren sie eigentlich eher chronisch erfolglos. Dennoch ging ein merkwürdier Charme von den beiden Musikern aus. Ich erinnere mich daran, dass ich mit einem wohl Bekannten gemeinsam ein oder zweimal auf einer Party als Godley & Creme reüssierte, was hier und da für staunendes Interesse sorgte. Aber ich schweife ab. Was ich sagen wollte, war: Es war nicht verwunderlich, dass es keine Tonträger mehr von Godley & Creme mehr gab, denn die Beiden waren ziemlich erfolglos geblieben, in etwa so erfolglos wie ihre scheinbar großartige Erfindung, der Gizmo.
Woran das lag? Es hatte den gleichen Grund, aus dem die Songs nach Jahrzehnten wieder in meinem Kopf auftauchten. Godley & Creme waren groß darin, Popmusik zu dekonstruieren. Das führte zu unhörbaren Stücken, zu überladenem Unsinn und verdrehtem Trash, aber auch zu dem Effekt, dass manche Songs so neu waren, das der Kopf sie über Jahre hinweg behielt und an den unmöglichsten Stellen anfing zu spielen - und sie gleichzeitig zu lieben.
Letzte Woche war ich aus literarischen Gründen bei Amazon.co.uk unterwegs, und da gab ich, mehr so zum Spaß, "Godley" ins Suchfeld ein. Und es passierte: Freeze Frame und Ismism, exakt die beiden Alben, die ich auf meiner fading Cassette hatte, gab es als Doppel-CD für 4, 88 Pfund. Schon gekauft! Beim derzeitigen Wechselkurs machte das inklusive Auslands-Versand 8,33 Euro für die beiden CDs. Danke, ihr englischen Bänker und britischen Währungshüter.
Heute kam das Päckchen dann. Und nun höre ich gerade diese beiden Alben das erste Mal seit den frühen 80er Jahren wieder aus einer anderen Quelle als aus meinem Kopf, dem besseren WalkmanTM. Zum Teil wirklich unhörbar, vor allem einige Titel auf Freeze Frame. Aber auch die oben genannten Perlen. Nebenbei die Erfindung des Rap ("Snack Attack") und einiger anderer Dinge, die in der Popmusik z.T. erst Jahrzehnte später aufgetaucht sind. Dann ist da immer der leichte Hang zum Bombastischen. Aber bevor es zu schlimm wird, zerstören Godley & Creme ihren Song schnell mal.
Und dann die Texte ... Aber das ist ein anderes Thema
Sonntag, 21. Dezember 2008
Mittwoch, 3. Dezember 2008
So Lonely
Schöne Vorstellung, was man mit so einer Personenvereinzelungsanlage alles machen könnte: Ihre Flamme hat den Falschen gewählt? Der Nebenbuhler hat gewonnen? Spendieren Sie den beiden jung Verliebten doch einen Einkaufsgutschein für den Supermarkt. Ihre Schwester nervt? Die Schwiegermutter ist unausstehlich? Ab zu Aldi! Wieviele Leute man dort verteinzeln könnte. Ein Traum! Und zu Neonazi-Demos nimmt die Polizei demnächst ein - äh - Drehkreuz mit. Schwupp - im Kreuzumdrehen hat man alle Demonstranten vereinzelt und kann in Ruhe die Personalien feststellen. Na gut, bevor wir jetzt weiter Richtung Seyfried abdriften, machen wir diesem Beitrag ein gnädiges --- Ende.
Samstag, 15. November 2008
Herbstliche Impression III
Donnerstag, 18. September 2008
Woher ich komme und wer ich bin
(via croco und Kaltmamsell)
Freitag, 27. Juni 2008
Hohlspiegel
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,562508,00.html (27.6.2008)
Donnerstag, 24. April 2008
Montag, 17. September 2007
Habe ich schon mal erwähnt, dass diese Band mir seinerzeit meine Diss gerettet hat? Das ist zugegebenermaßen schon etwas länger her, und vieles, was die drei Leutchen seither gemacht haben, ging ziemlich weit an mir vorbei. Dieses Filmchen aber hat etwas Bestechendes, finde ich. Und stelle es hier direkt auch als Erinnerung hin an jemanden, der heute Geburtstag hat und die Originalkünstlerin seinerzeit sehr mochte.
Freitag, 31. August 2007
Literarisches Strandgut
Women are the natural enimies of clocks.
Der Satz enthält, von welcher Seite aus man ihn auch betrachtet, eine gewisse Wahrheit.

