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Freitag, 24. Juni 2016

England for the English?

Den Sesselfurzern aus Brüssel mal so richtig eins auf die Finger geben: Geschenkt! Den großmäuligen deutschen und französischen Politikern mal so richtig zeigen, wo der Hammer hängt: Na klar! 

Was die britische Entscheidung, die Europäische Union verlassen zu wollen, aber wirklich verursacht, wird vielen derjenigen, die für den Austritt Großbritanniens gestimmt haben, nicht klar gewesen sein: Auf lange Sicht haben sie sich von der europäischen Nachkriegsordnung, die die Engländer entscheident mitgestaltet haben, verabschiedet. 

Diese europäische Nachkriegsordnung hat uns für die lange Zeit von 71 Jahren in Kerneuropa Frieden garantiert. In guten Zeiten. Und in schwierigen Zeiten. Die EU hat die Wahnsinns-Aufgabe erledigt, die mitteleuropäischen Staaten nach dem Zusamenbruch des Warschauer Pakts aufzufangen und und ihnen eine Perspektive zu geben. Und all das, ohne dafür nur ein einziges Menschenleben opfern zu müssen.*

Mit dem Ergebnis des Referendums in England ist diese Ordnung nun in Frage gestellt. Das gemeinsame Haus Europas wird nun wieder in Dienstboten- und Herrenetagen unterteilt.

Natürlich werden wir nicht alle morgen in alte Muster zurückfallen. Aber diese Entscheidung könnte einen Umbruch bedeuten, den wir alle in Europa noch bitter bereuen werden. 

Was immer gesiegt hat auf der großartigen Insel vor dem europäischen Festland: Die Vernunft war es, so fürchte ich, nicht. 




Dienstag, 28. Januar 2014

Zwischen Rilke und Whiskey and Soda

Keine Ahnung, vielleicht sollte ich irgendwann doch wieder zum Kalenderwochen-Bloggen zurückkehren. Noch aber nicht. Noch habe ich viel zu viel um die Ohren, um auch nur entfernt an einen geregelten Alltag zu denken. 9 to 5? Pah, ihr Spießer! Heute z.B. mal wieder 8 to 8. Und das war noch einer der kürzere Tage. Außerdem fehlte mir eine Menge Schlaf, weil ich in dieser Nacht so verdammt schlecht geschlafen habe: Mieseste Träume, die irgendwie eine Mischung waren aus Wolf of Wall Street und Watchmen.Zu viel Alkohol an den letzten beiden Abenden, zu wenig Bewegung, zu viel Stress.

Und wie Meister Rilke schon so treffend formulierte:

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern.


Macht irgendwie Lust ebenfalls Sonette zu schreiben, oder?

Beim Blick in die Zeitungen wundert man sich unterdessen, wie wenig Verstand diese Menschheit in der Masse aufweist. Leute, seid ihr wirklich so blöd, oder verstellt ihr euch nur, wie einst die Schildbürgen?

Ich jedenfalls gehe jetzt ein paar Stunden Schlaf nachholen und versuche meine Träume gerade zu träumen.

Song of the Day.



Samstag, 13. Februar 2010

Gehegemann ist dran

Anlässlich der Helene "was kommt aus dem Gehege deiner Zähne" Hegemann darüber nachgedacht, dass im deutschen Feuilleton noch immer diese Mischung aus Hochmut und Anhnungslosigkeit herrscht, die auch die Publikationen der Kaiserzeit und des 3. Reiches schon bestimmten. Eigentlich wollte ich darüber etwas schreiben, aber das lohnt die Mühe nicht. Stattdessen zitiere ich (mit Quellenangabe!) aus einem Kommentar von Jörg Sundermeier in der taz:

Es scheint, als vergäße mancher Rezensent, kaum dass er für ein Zeilenhonorar über einen Roman nachdenken soll, sein Studium der Literaturwissenschaft, als verblöde er dabei. Helene Hegemann hat diesen Zustand der Literaturkritik, ob gewollt oder nicht, aufs Schönste vorgeführt. Ja, sie ist eine Plagiatorin. Sie ist, wie manche ihrer Kolleginnen und Kollegen, mit den Paragrafen des Urheberrechts nicht recht vertraut und wollte es wohl auch nicht so genau wissen. Jetzt darf sie sich ertappt fühlen, und sie hat sich für ihren Fehler ja auch schon entschuldigt.

Das Feuilleton aber, das Helene Hegemann nun unter Dauerbeschuss nimmt, sollte sich für seine dummen Lobhudeleien und Schmähungen, die beide nichts über das Buch aussagen, schämen. Doch das Feuilleton schämt sich nicht. Es macht einfach weiter.

Samstag, 29. August 2009

The Beatles Stereo Box

Ja, ich weiß schon, was ich mir zu Weihnachten wünsche: The Beatles Stereo Box, die am 9.9.2009 erscheint. Dann habe ich alle Beatles-Tonträger zwar zum 3. Mal, aber soweit ich bis jetzt gehört habe, lohnt sich das. Man hört sogar den Bass! Die Mono Box wünsche ich mir dann 2010 oder so. Vielleicht ...

Montag, 11. Mai 2009

Gefährlicher europäischer Stadtplan

Heute sah ich in der Stadt den ersten asiatischen Touristen mit Mundschutz auf seinen Stadtplan schauen. Wusste gar nicht,dass es um uns arme Europäer so schlimm steht. Es stimmt also doch alles, was SPON immer schreibt!