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Dienstag, 25. August 2015

Siebzehn Sekunden

Ein sonniger Augusttag auf dem Marktplatz in Middelburg, NL. Auf dem bunten Karussel drehen sich die Kinder vergnügt im Kreis. Aus den Boxen läuft dazu "Seventeen Seconds" von The Cure.

Nicht Middelburg, aber nahe dran.

Sonntag, 16. November 2014

Das Schweigen von Marcel Duchamp wird überbewertet

Lange Zeit war auch hier Schweigen, und dieses Schweigen hatte natürlich seine Gründe. Die üblichen waren dabei: Lohnerwebstätigkeiten im üblichen Umfang, eine gewisse Neujustierung in familiären Angelegenheiten, aber auch eine gewisse Rastlosigkeit, die mich davon abgehalten hat, mich für längere Zeit an den Schreibtisch zu setzen, um einen längeren Text zu schreiben, und zudem eine gewisse Ratlosigkeit beim Nachdenken über die Frage, was ich mit meinem verwaisten Blog anstellen soll.Und ehrlich gesagt: Ich habe noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Als Werbeplattform für meine Lieblingsband taugt das hier auf jeden Fall nichts. Und die Sache mit dem Kalenderwochen-Bloggen hat zwar Spaß gemacht, war aber irgendwie zu zeitintensiv.

Was also tun? Closing it down for good? Das nun wieder auch nicht. Schließlich wird hier regelmäßig gelesen. Und zuweilen eben auch geschrieben. So wie jetzt.

Um ehrlich zu sein: Ich weiß es noch nicht. Ich werde eine Entscheidung fällen müssen. Und dafür habe ich mir bis Ende des Jahres Zeit gegeben. 2015 also wird das Ding hier also durch doe Decke gehen. Oder erst einmal die Pforten schließen. Was auch immer es sein wird: Herzliche Grüße an alle da draußen, die mitlesen. We got a thing going on!





Und noch eins:


Donnerstag, 3. Mai 2012

Schweigen I


Viel zu lange geschwiegen. Die Bedeutungslosigkeit der Zeichen ignoriert. Feindbewegung auf halb sechs als harmloses Gewimmel abgetan. Gedacht, dass man durchkäme, irgendwie. Zu lange ins Essen gestarrt. Zu lange geschwiegen.

Sonntag, 7. März 2010

Abermaliger Monolog eines Barkeepers

Heute gibt's nur Beck's im Ausschank. Ja, die Zapfanlage ist kaputt. Gibt nur Beck's. Und ZapfDingbats. N Witz, Mann! Nur ein Witz.
Jaja, der Laden ist leer, wenn draußen der Schnee meterhoch liegt und die Leute sich beim Verlassen des trauten Heims auf die Fresse legen. Da gibt es einen deutlichen Kausalzusammenhang, möcht' ich mal sagen. Hier ist ja auch nie geräumt. Also vor der Bar natürlich schon, aber sonst, meine ich. Kein Arsch fühlt sich verantwortlich. Das ist so eine ganz ungute Mentalität, die sich da Bahn bricht, weißt du. Es gibt nur Beck's, hab ich doch gesagt. Nein, das war kein Witz. Das mit Dingbats war der Witz. Ach, macht doch, was ihr wollt. Und wenn du Musik haben willst, dann schmeiß gefäligst 'n paar Groschen in die Jukebox! Lohnt sich echt. Jaja, ich kenn die Jungs und Mädels. Sind hier aus der Nachbarschaft. Räumen natürlich auch nicht vor ihrem Übungsraum, aber die Songs sind schon gut irgendwie. Nee, nich' wie Lady Gaga. Schon ganz eigen wirgendwie. Jaja, schmeiß mal rein, wirst du nich' bereuen. Hier ist dein Beck's. Wohl bekomms!

Dienstag, 2. Februar 2010

Von Büchern und Regen

Draußen haut ein brutaler Regen den restlichen Schnee der kurpfälzischen Heimat zusammen. Drinnen sitze ich fahrig rum und vermisse unter anderem meinen Bolaño, den ich in meiner etwas schneereicheren Heimat habe liegen lassen. Aus lauter Verzweifelung habe ich mir vorhin für einen Euro einen Gedichtband beim Antiquar gekauft. Lustige Gedichte von Geibel und Tucholsky und Benn und alles durcheinander.

Freitag, 23. Oktober 2009

Was Blogs alles sein könnten (Teil 1)

Untergrundmagazin, Slam Poetry Slam, Rock’n’Roll, High Pitched Emotions, jugendlicher Aufruhr, väterlicher Rat, Verlautbarungen des Guten, Schönen und Wahren™, treuer Begleiter in schlafloser Nacht, Fieberträume, die Stimme, die früher im Radio zu Hause war, Westerwelle-Verabschiedungskomitee, Senses Working Overtime ...

Freitag, 11. September 2009

Blue Bar

Eröffnet am 31.12.2006, war mein geheimes anderes Blog, die Blue Bar, stets so etwas wie ein Blog der guten Vorsätze und melancholischen Betrachtungen. Unter dem Motto "(Sich) wandeln in finsterer Nacht" habe ich alle paar Monate mal einen Beitrag gepostet. Das führte zu einer sehr beschränkten Leserschaft, sicher, aber darum ging es ja auch. Es sollte eine Art Philosophie im Bar-Raum sein, und dort sitzt man ja auch nur im Kreise ein paar weniger würdevoller Trinker, die bis nach Mitternacht ausgehalten haben und nun bei der Formulierung der Weltformel ebenso gegen die Schwerkraft der Grammatik ankämpfen, wie man selbst. Aus autodokumentarischen Gründen und einer gewissen Sentimentalität heraus habe ich die Blue Bar nun aufgekauft. Ab sofort wird also hier eingeschenkt. Zum Wohle!

Freitag, 6. März 2009

Public Bar Drinking

Gründe zu trinken gibt es genug. Gründe finden sich, finden sich besser, je später der Abend wird, finden sich, und man muss sie gar nicht besonders lange suchen. Die Blue Bar hat geöffnet für alle beladenen Seelen in den Weiten des Netzes. Hier kann man sein! Zum Wohle!

Freitag, 28. November 2008

Sich neu erfinden in schwieriger Zeit

Wo bin ich denn hier gelandet? Mit amerikanischem David-Lynch-60-Hertz-Brummen flackert das blaue Neonlicht in dieser meiner Bar. Bar jeder Hoffnung, ohne einen Funken Zuversicht, bestelle ich noch ein Bier. Und dann noch einen Whisky. Trinken um zu vergessen. Und dann werden die Splitter zusammen gefegt, um ein Mosaik zu basteln, die Herzenssplitter neu zusammenzusetzen. Es geht weiter, meine Damen und Herren, es geht ...

Montag, 1. September 2008

Blue Bar #13

Ich weiß es nicht. Das Gefühl, dass die meisten Dinge in die falsche Richtung laufen, will sich einfach nicht ganz verflüchtigen. Manchmal scheint es sich zu kondensieren wie Morgentau, wie Doppelkorn, wie Dinge, die man nicht erwartet, wenn man sich auf die frühmorgendliche Bank setzt, um einmal in Ruhe durchzuatmen. Und dann die ganze Dummheit in der Welt, an der offensichtlich niemals Mangel herrscht. All diesen niedrigen Beweggründe, die sich scheinheilig als Moral zu tarnen versuchen. Vielleicht sollte ich einen längeren Spaziergang machen, geichgültig, ob zum Zigarettenautomaten oder nach Paris.

Sich wandeln in finsterer Nacht ist gar nicht so einfach meine Freunde da draußen an euren summenden Rechnern. Sich andeln in finsterer Nacht kann ein Problem werden, wenn sie Wandlung in die falsche Richtung geht.

Es gibt so vieles zu bedenken.

Die nächste Runde geht aufs Haus!

Dienstag, 3. Juni 2008

Große Wiedereröffnung ins Auge gefasst!

Jaja, es ist schon lange niemand mehr hier gewesen, ich weiß. Die Theke ist ganz staubig. Und die Luft schmeckt abgestanden und fad. Zeit die Fenster aufzureißen, würde ich mal sagen. Zeit für neue Ideen. Ich weiß, das klingt jetzt nicht besonders originell, nicht wahr! Aber schon allein der alte Zeppelin dort hinten an der Decke. Genau, das verschrumpelte Ding. Ich werde es aufblasen, entstauben, und wie Phönix aus der Asche wird er wieder seine Runden drehen, der Wicküler-Zeppelin. Ist eigentlich noch wie neu. Daneben werde ich eine Disco-Kugel positionieren, und das sieht dann aus, als würde das Luftschiff durch ferne Galaxien reisen. Hans Blum, seines Zeichens Schlagerkomponist uund -texter, sagte neulich in irgendeiner Talkshow: Es ist sowieso alles nur die Phantasie. Er meinte, alles Wesentliche im Leben spielt sich in der Phantasie ab, nicht in der Realität. Oder anders ausgedrückt: Die Realität ist zu einem Großteil Phantasie. So in der Art. Jedenfalls habe ich ihn dafür sehr gemocht, den Hans Blum. Und wer nicht weiß, wer Hans Blum ist, dem sagt der Name Henry Valentino vielleicht noch etwas.
Wie auch immer, in diese Bar soll wieder ein bisschen Leben zurückkehren. Ich mache hier jetzt erst einmal sauber. Und blase den Zeppelin wieder aus. Und die Disco-Kugel, ganz wichtig!

Mittwoch, 12. März 2008

Liebling, die Deutschen sterben aus!

Schwankende Bäume draußen. Schwankende Sinne hier. Sturmwarnung! Lange Zeit haben wir hier in der Blue Bar geschwiegen. Aber allmählich ist es an der Zeit, die Münder auch noch für etwas anderes als die Getränkeaufnahme zu öffnen. Nein, keine Angst, wir wollen nicht den allgemeinen Sittenverfall beklagen, so beklagenswert er auch sein mag. Wir wollen auch nicht in das Klagelied miteinstimmen, dass früher alles besser war. Mag schon sein, aber wenn man mit 7 Milliarden Menschen auf einem Planeten lebt, dann kann man nicht so tun, als wären wir im Jahre 1979. Die Zeit geht weiter. Und das, was man früher noch einigermaßen realistisch "Bevölkerungsexplosion" nannte, auch. In 20 Jahren werden wir hier, sollte die gegenwärtige Entwicklung weitergehen, 14 Milliarden Leute auf diesem Planeten sein. Und dann, liebe Mit-Erdenbürgerinnen und -bürger, wird es wohl ein bisschen eng. Und schlimm. Wälder, natürliche Rückzugsräume, das alles wird dann Geschichte sein. Das tägliche Brot wird für noch viel mehr Menschen zum Kampf, als es das jetzt schon ist! Und das dann herrschende Klima wohl auch.

Mit einem Wort: Der ganze Umweltschutz, dieses Bono- und Al-Gore-Gerede, all diese minimalen Entwicklungen, sind Kosmetik und nutzen so gut wie nichts, wenn nicht bald mal endlich jemand auf die Idee kommt, eine anständige Famileienplanung, Bevölkerungsplanung oder wie auch immer man es nennt, zu propagieren und durchzusetzen. Aber solange der Papst und irgendwelche selbsternannte Rentensicherer der Kinderförderung das Wort reden und nichts unternehmen, um die Bevölkerungsentwicklung, in der 3., 4. und x. Welt in den Griff zu kriegen, brauchen wir uns über Renten ebensowenig Gedanken zu machen, wie über manch anderen Dinge, die die mittlere oder ferne Zukunft betreffen.

Das wollte ich nur einmal angemerkt haben. Obwohl man es eigentlich brüllen müsste! Als ob das niemand wüsste! Als ob es nicht schon einmal Bemühungen gegeben hätte, das in den Griff zu kriegen!!

Jetzt brauche ich dringend ein Bier. Dringendst!

Donnerstag, 31. Mai 2007

Sich wandeln in finsterer Nacht III

Eigentlich sollte ich ja nicht hier sein. Dies ist keine Bar, in der man sich rumtreiben sollte. Es gäbe so vieles zu tun. Aber ich muss von meiner Wandlung berichten hier. Wenigstens ab und zu. Heute ist der erste Tag der Wandlung. Der Wandlungsbeginn, wenn man so möchte. Mal sehen, wohin die Reise geht. Cheers!

Sonntag, 11. Februar 2007

(Sich) Wandeln in finsterer Nacht II

So, nun ist es aber wirklich Zeit sich zu verabschieden aus der Blue Bar. Ich hoffe, dass es Lösungen gibt. Geben wird. Problemlösungen. Für mich, für alle, für die vertrackte Schöpfung. Ich würde mich sehr freuen, wenn es Lösungen geben würde, nicht nur um meinetwillen. Inzwischen könnten wir ein Eis essen gehen oder etwas anders Nettes. Oder wir revoltieren ein bisschen im Schatten der Innenstadtlichter. Meditieren, rufen uns selbst zu Ruhe, zu Ruhe & Gelassenheit(TM). Wir gründen Banden oder Bands. Oder schreiben die Welt in Bücher. Ja, das sollten wir machen. Besser ist, wir schreiben die Welt in Bücher. Gute Nacht, liebe Leser. Gute Nacht, liebe Barbesucher, Nachtgäste, Trinker im Herrn. Ich verabschiede mich mit Patti Smith im musikalischen Stammhirn.

(Sich) Wandeln in finsterer Nacht I

Schon lange überlege ich mir,wie ich einige Dinge in meinem Leben grundlegend ändern kann. Sie wissen schon, die buddhistische Seite der Welt, wobei mir dieser wunderbare Satz einfällt, den ich ausgerechnet in einem Buch von D. Dietrichsen gelesen haben: "Ist das Leben langweilig geworden oder bin ich Buddhist geworden?" Aber das nur m Rande, tut eigentlich gar nichts zur Sache. Übrigens läuft in der Bar gerade "Blackbird" in der Unplugged-McCartney-Version, was irgendwie passt, nicht wahr.

Schon lange überlege ich mir also, wie ich einige Dinge in meinem Leben grundlegend ändern kann, um noch einmal darauf zurück zu kommen. Keine drastischen Maßnahmen. Ich plane nicht etwa Zigaretten holen zu gehen oder soetwas. Was mir vorschwebt ist ein Wertewandel. Ich möchte mich dieser mich umgebenden Welt gegenüber ein wenig distanzierter positionieren. Dieses Rattenrennen nicht zwingendermaßen so mitzumachen, dass man selbst dabei unter die Räder gelangt, das ist das Ziel, das dabei an erster Stelle steht. Keine alternative Lebensweise. Das Leben in der Großstadt ist mir ja eigentlich doch die beste aller Welten.
Nur eine Modifikation, wenn man so will. Ein leichtes Zurücktreten, ein tiefes Durchatmen. Einen Schluck vom Wasser des Lebens nehmen. Und das muss nicht immer Single Malt sein, es kann auch einfach mal nur Wasser sein. Kaltes, klares Wasser.

Das Leben der letzten zwanzig Jahre in dieser Zivilisation ist eng geworden. Reglementierungen leiten alle Ideen in geordnete Bahnen. Und wenn man das Gefühl hat, man müsse laut schreien, die Lungen füllen oder einen albernen Hut aufsetzen, um sich zum Affen zu machen,dann greift man zum Blog oder Spiel oder was weiß ich. Auf jeden Fall ist ein Motherboard beteiligt. Soviel steht fest. Rauchen verboten! Vielleicht geht das nicht anders. Vielleicht ist Frieden nicht anders zu haben. Frieden der Völker. Frieden der Individuen. Aber dennoch wünsche ich mir zuweilen ein wenig Freiheit für die Lungen, die Seele und ja: auch die Fäuste, wenn ich überall Sicherheitsdienste umherlaufen sehe.

Mama, ist das schon die Midlifecrisis, höre ich mich besorgt fragen. Oder bin ich Punk geworden? Nein nein, obwohl ich diese Art des Protestierens stets sehr gut verstanden habe. Schon way back when.

Ich glaube, ich brauche noch kurz mal ein Bier, bevor ich Buddhist werde oder so. Bis gleich also.

Sonntag, 4. Februar 2007

Trauriger Karneval

Ich weiß nicht, was mich dazu treibt hier zu schreiben. Als könnte man dadurch seine Unruhe loswerden. Als wäre das Gestammel hier ein Ersatz für ein Gedicht, eine Geschichte, einen Roman. Ich glaube, dass Bloggen die schlimmste Form der Einsamkeit darstellt. Man spielt Verstecken, verkleidet sich, aber natürlich möchte man im Grunde doch, dass jemand hinter die Maske sieht. Versteht! Ein trauriger Karneval, 52 Wochen im Jahr!

Dienstag, 23. Januar 2007

Ein Teil der Show ist echt

Ein seltsames Gefühl. So eine innere Unruhe. Nicht weit entfernt von dem, was man landläufig Aufregung nennt. Nicht weit entfernt von dem Gefühl, das man hat, wenn einem auf der Achterbahn die Schienen wegsacken und man das Gefühl hat, die Bahn, man selbst, die kreischende Menschenmasse um einen herum, fällt ungebremst in die Tiefe.

Freitag, 12. Januar 2007

Gigantisch

An den Grenzen der Wahrnehmung, tief unterschnitten von den Schallwellen, Töne, die aus den Boxen geschlagen werden wie Schallwellen: Pixies, Surfer Rosa, grandioses Album, Mutrter aller Grunger, damals, vor Jahren, seinerzeit. Grandioser Krach.

An den Grenzen des Wahrnehmbaren: Lichtumrandete Schatten in der Dunkelheit. Flackerndes Blau. Ach, das ist nur das Werbeschild der Blue Bar. Keine Angst. Zurück in die Dunkelheit, die Pixies weisen den Weg.

An dieser Platte ist alles originell, neu, frisch. Eine Musik-Juanta, die mit einem Putsch die Macht in Popland übernommen hat, wenn auch nur für 5 Minuten. Denn nach Surfer Rosa und Come on Pilgrim war der Traum schon wieder aus, nahmen die Deppen wieder das Ruder in die Hand, die Langeweiler und die Doofen. Und die Pixies pissten sich gegenseitig an:
"No, no. I was talking to Kim: I said: 'You fuckin' die!'"

So, und jetzt können wir in die Bar gehen. Ich nehme dann einen Glenfiddich. Oder sechs!

Sonntag, 31. Dezember 2006

The Opening of the Blue Bar

Willommen in der Blue Bar, ein geheimer Treff für all die einsamen Seelen in den Städten und anderswo. Lasst uns die Gläser heben und trinken auf die Zukunft!