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Dienstag, 9. August 2022

Second Thoughts: The Hippie Song

Alles begann mit einer 12-saitigen Akustikgitarre der Marke Fender. Die letzte 12-saitige Gitarre meines Lebens hatte ich Anno ganz früher in einem Mädchenzimmer der Jugendherberge Schillig gespielt, und seither war ich begeistert von diesem Klang, der nicht nur "More Than A Feeling" von Bosten oder "Hymn" von BJH, sondern noch hunderttausend andere Siebziger-Hits verzaubert. Gleichwohl konnte ich mir nie eine eigene 12-Saitige leisten, da sie so engagiert bepreist sind, dass sie nicht wirklich zu mir passen. Und die paar billigen Gitarren, die es gab, waren so stimminstabil und unbespielbar, dass man besser die Finger davon ließ. Doch dann sah ich die Fender - eine 12-saitige Gitarre für relativ wenig Geld. "Eine Firma wie Fender", dachte ich so bei mir, "kan es sich sicherlich nicht leisten so richig großen Dreck zu verkaufen." Also kaufte ich das gute Stück. Und ich hatte recht. Klar, es gibt bessere Gitarren, auch besser bespielbare, aber die kosten halt auch das Vierfache. Und für den Hausgebrauch klang die Fender echt super. Also spielte ich mich ein, übte "More Than A Feeling" und "Hotel California" und schrieb auch zwei Songs auf dieser Gitarre.

Der erste Song davon ist "The Hippie Song". Zuweilen lese ich bei Twitter mit und es ist wirklich ekelerregend, wie der Umgangston dort in den vergangenen drei, vier Jahren verroht ist. Man erlangt das Gefühl, die Menschen dort sein niemals über das Kidergartenalter hinausgekommen. Derartige sprachliche und intellektuelle Entgleisungen wie dort gab es vorher in dieser Form nicht. Vielleicht ja an irgendwelchen Stammtischen, an denen ich nicht gesessen habe. Aber sicherlich nicht in der Öffentlichkeit. Und auch sonst ist die Welt kein besserer Ort geworden. Deshalb, so dachte ich, war es an der Zeit, sich an jene Tugenden zu erinnern, die unsere geistigen Vorväter und -mütter uns mit auf den Weg gegeben haben: Peace, Love and Understanding. Also Empathie.

Darum geht es im Text. Dass diese vermeintliche Coolness des Egoistischen Vollkapitalisten kein allzu erstrebenswertes Lebensziel ist. Dass es andere Dinge gibt, die unser Leben gegenenfalls lebenswerter machen würden. All diese Sachen. Und was passt besser zu solch einer Hippie-Nachricht als eine 12-saitige Gitarre, auf der man einen Lauf von A nach F oder E spielt. 

Und vergesst nicht: "It's so easy to hurt someone. And the world gets darker every moment you hurt somemone!"

 



Donnerstag, 1. März 2018

Internet-Zuhause

Hallo. Ich habe dich beobachtet, wie du hier etwas verloren vor dem Zaun herumgeirrt bist, dich fragend, was das hier ist oder soll. Dies hier war mal mein Internet-Zuhause. Als man noch ein Zuhause hatte im Internet. Inzwischen bin ich ausgezogen. Nur ab und zu komme ich einmal vorbei, um nach dem Rechten zu zu sehen, etwas staubzuwischen und den Kaktus zu gießen. Denn irgendwie hänge ich an diesem alten Internet-Zuhause. Natürlich nur aus Sentimentalitätsgründen. Es gab Jahre, da war hier richtig was los. Ich weiß, das kann man sich heute gar nicht mehr so recht vorstellen. Inzwischen ist die Luft hier abgestanden und die ersten Lampen gehen schon kaputt. Sind übrigens noch echte Glühbirnen drin. Wenn ich das nächste Mal den Kaktus gieße, dann muss ich mal so eine Palette LED-Birnen mitbringen. Hier gibt es übrigens sogar eine kleine Kapelle. Nein, auch da brennt kein Licht mehr, die Kerzen sind ausgebrannt. Aber die Kapelle ist noch da. Und an solchen Tagen wie heute, da gehe ich manchmal hinein und halte einen Augenblick inne, denke an das, was war und was ist und was sein wird. Und dann winke ich den Bildern an der Wand wie alten Vertrauten, bevor ich gehe, um den Kaktus auf meinem verstaubten Schreibtisch zu gießen, der übersät ist mit vergilbten Karteikarten, auf denen rätselhafte Sachen stehen. Du siehst also, ein ganz unspektakulärer Ort, aber einer, der mit Erinnerungen gefüllt ist.

Freitag, 20. Oktober 2017

Still Thinking

Nein, ich bin nicht zurückgekommen. Ich bin immer noch da draußen und denke nach. Habe nur zwischendurch mal nach der Post gekuckt und den Kaktus gegossen. Nichts Großes. Aber wenn ich schon mal hier bin, dann kann ich gerade ja auch "Hallo" sagen.

Hallo! Seit einem Jahr blogge ich nicht mehr. Ich habe die App von meinem Telefon gelöscht und mache andere Dinge. Ich lese auch nicht, was ich hier geschrieben habe. Das würde mich  nur wehmütig machen, weil es mich an eine Zeit erinnern würde, während der ich jünger war. Jetzt bin ich noch immer jung, im Vergleich meinetwegen zu Patti Smith oder Debbie Harry, zu Paul McCartney oder den Go-Betweens. Aber eben nicht mehr so jung wie zu jener Zeit, als ich hier regelmäßig geschrieben habe.

Wenn man selbst nicht mehr bloggt, dann schaut man auch weniger in andere Blogs. Andere Blogs, die ihrerseits langsam verwaisen. Bis auf wenige, auf rühmliche Ausnahmen, deren Autoren und Autorinnen sich weiter ins Netz einschreiben, like it was 2005.

Sicherlich sind Blogs die redlichste Form der Netzeinschreibung, im Vergleich zu Twitter beispielsweise, das jetzt ordentlich aufs Maul bekommt, obwohl dort früher schon hauptsächlich Unfug geschrieben wurde. Witziger Unfug zuweilen, das gebe ich zu, aber Unfug. Und der Rest ... Über Facebook müssen wir nicht reden. Und sonst gibt es wenig.

Ist das Netz ein Segen? Ich glaube nicht. Es vernetzt uns mit einigen interessanten, netten, großartigen Menschen. Aber es vernetzt uns auch mit all den Arschlöchern dieser Welt, die so unbeschränkt Zugang zu unseren Köpfen kriegen. Es beschleunigt den Warenaustausch, aber geht es uns darum besser? Es stellt eine Menge Wissen zur Verfügung, soviel, dass wir längst den Überblick verloren haben, was richtig und falsch ist.

Und das Netz lehrt uns, dass wir uns mit dem Zweitbesten zufrieden geben. Der Liveversion bei Youtube, weil die Studieversion gesperrt ist. Das billige Ladekabel, weil das Original nicht lieferbar ist. Dem Chat statt der Unterhaltung.

Konsequenzen?  Keine Ahnung. Des Kaktus hat jetzt aber auf jeden Fall genug Wasser. Ich werde dann mal wieder gehen. Vielleicht sieht man sich gelegentich. Lasst euch in der Zwischenzeit nicht verböden. Ciao!

Licht und Schatten

Samstag, 7. Januar 2017

The Love You Take Is Equal

Vor genau zwölf Jahren setzte ich meinen ersten Post ins Netz, damals noch bei einem windigen Start-Up-Unternehmen namens Blog-it, das deutlich schneller verschwand als mein Blog. Via blogger.de, einer wunderbaren Blogger-Community, die ich allerdings verließ, weil sie in Deutschland beheimatet war und die deutschen Internet-Gesetze damals sehr abstrus waren, landete ich schließlich bei Blogger.com, das inzwischen Teil von Google war.

Seither habe ich immer mal wieder gepostet, meist in lockerer Folge, meist Kleinigkeiten, Szenen aus einem Leben, das sich zu 99% offline abspielte. Hier landeten davon zuweilen Foto-Schnappschüsse, kurze Statements und dergleichen mehr. Überhaupt war alles eher campmäßig, schon allein, weil die Vorlagen von Blogger.com sehr trashig waren. Nicht so trashig, wie dann Facebook wurde, aber schon so ein bisschen in diese Richtung weisend.

Wenn man damals bloggte, dann reihte man sich in eine Gemeinschaft ein, die eine neue, zeitgemäße und oft wunderschöne Art des Schreibens entwickelt hatte, so eine Art Briefroman 2.0. Nicht, dass mein Blog dazugehört hätte. Ich stand immer am Rand und beobachtete das Treiben fasziniert von dort aus. Aber irgendwie war man auch am Rand Teil einer interessanten Bewegung.

Wie diese Bewegung dann vor die Hunde gegangen ist, durch Kommerzialisierung ("Hier mien tolles Buch bei rororo!" oder "Sascha Lobo erklärt die Welt"), Vereinnahmungen von vielen Seiten her und vor allem durch soziale Netzwerke wie Facebook, darüber ist wahrscheinlich schon viel gesagt und geschrieben worden. Klingt nämlich nach einem interessanten Thema für eine Abschlussarbeit in Medienwissenschaften. Jedenfalls ist von den brillanten Schreibern von damals kaum noch jemand aktiv. Kaum sage ich, denn einige sind ja hier verlinkt, die gibt es noch immer, wenngleich sie sich jetzt wesentlich seltener zu Wort melden und die Art der Äußerungen auch konventioneller geworden ist. Diese Blogs wirken eher wie ein trotziges: "Die Tapete bleibt!" - und sind dabei immer noch lesenswerter als vieles, was sich sonst im Netz an Literarischem und Journalistischem findet.

Um aber mal wieder auf die Spur zur kommen: Das Feld ist also fast leer. Und meine Randposition wird zunehmend einsam. Randblogs wie dieses werden, anders als noch vor drei, vier Jahren, kaum noch gelesen, außer von irgendwelchen Bots vielleicht, und um die Sache hier so zu gestalten, dass es regelmäßig neue Postings zu lesen gibt, fehlen mir Zeit und Muße. Und der Kontext.

Deshalb wird hier nächster Zeit nicht mehr allzu viel passieren.  Vielleicht ab zu ein Foto oder ein Hinweis auf meine grandiose Band. Vielleicht eine kleine Fußnote zu den Zeitläuften. Aber kein regelmäßiges Blogger mehr.

Dennoch: Es gibt genug Orte, an denen wir uns sehen können. Sie finden sich im vorhergehenden Post.

Auch offline schreibe ich nach wie vor.

Und vielleicht trifft man sich auch hier. Dann und wann.








Samstag, 17. September 2016

Gone Thinking

Während andere fischen gehen, denke ich lieber über das eine oder andere nach. Und während ich das tue, bleibt es hier erst einmal still.

Im Moment fehlt mir die Zeit, die großen Ideen, die es gibt, hier umzusetzen. Und für die kleinen Ideen fehlt mir die Muße.

Also lasse ich für ein paar Tage die Finger von den Tasten.

Und bevor jetzt alle traurig sind: Ich mache nur Pause. Und das Wesen einer jeden Pause ist, wie wir schmerzhaft schon in der Schule zu lernen gezwungen sind, dass sie irgendwann zu Ende geht.

Bis dahin: Fare thee well, geneigter Leser, hübsche Leserin. Wir sehen uns wieder!


Symbolbild

An diesen Orten geht es unterdessen weiter:

 http://www.laughingman.de

https://twitter.com/tbautor

https://www.instagram.com/tbautor/

Donnerstag, 7. Januar 2016

Jubiläum

Rechnet man die beiden Vorgänger-Blogs bei blog-it.de und blogger.de hinzu, die ich irgendwann einmal hier integriert habe, dann feiert dieses wunderbare Taschenbuchautor-Blog heute seinen 11. Geburtstag, und da gratulieren wir uns natürlich ganz kurz mal selbst. Damals hieß der Taschenbuchautor übrigens noch Stubenhocker, bevor er sich in Sonstwas umnannte, um dann eben zum Taschenbuchautor zu mutieren. Man sieht also, es gab keine erkennbare Linie, und die wird es auch in Zukunft nicht geben. Hier herrscht Anarchie. In gewisser Weise. 

Anything can happen: Das galt damals genauso wie heute

Sonntag, 1. November 2015

Error 800: The Secret Blog

Diese markante Zahl dort oben in der Überschrift markiert die laufende Nummer dieses Postings im Blog. Wir sind also bei der Nummer 800 angekommen und beglückwünschen uns erst einmal ausgiebig selbst. Seit Januar 2005 liefern wir hier in annähernder Regelmäßigkeit Gedanken, Beobachtungen und Unfug aller Art. Dabei haben wir das Kunststück vollbracht, dieses Blog annähernd geheim zu halten, gemäß der alten Geheimdienstmaxime: Man vesrteckt Dinge am besten dort, wo sie offensichtlich zu sein scheinen: Am Time Square in New York, vorm Kaufhof in Bielefeld oder eben beim Taschenbuchautor. Das liegt natürlich daran, dass dieses Blog dadurch, dass es alles ist, so gut wie nichts ist. Es gibt eine Handvoll Buchrezensionen ("Tod in Turin" ist der "Cocksucker Blues" von Jan Brandt), Neuigkeiten zu The Laughing Man (Stefan hat letzte Woche im Spunk Solo gespielt, weitere Auftritte der ganzen Band sind im Februar geplant), The Ready-Mades (gibt es am 16.11.2015 bei WDR 2 im Radio zu hören - ab 21:05 Uhr!), allgemeine Weltbetrachtungen, Fotos zu Allerheiligen (muss ich gleich noch machen [Edit: Hab ich gerade gemacht!]) und dergleichen mehr. Aber nichts, das sich fassen ließe. Keine persönlichen Statements des Autors, vor dem wir insgesamt sehr wenig nur wissen. Wer ist dieser Herr Gedsudski? Und was treibt ihn dazu, seine karge Freizeit mit Einträgen hier zu vertändeln, sich gar noch selbst zu interviewen. Die Wahrheit ist: Wir wissen es nicht. Die Wahrheit ist aber auch: Macht nichts. Und auch die Antwort auf die Frage, ob dieses Blog eine Zukunft hat, ob es jemals einen tausendsten Eintrag geben wird, ist irrelevant. 

Belassen wir es dabei und feiern, inmitten all der vorgeblich relevanten Dinge, die um uns herum geschehen, die Irrelevanz als mediales Konzept.



Friedhof ohne Gespenstersichtgerät

Mit selbigem.

(Soundtrack: The War On Drugs: Lost In The Dream)

Samstag, 16. Mai 2015

Selbstinterview (2) The Laughing Man, Grass, Capote und so weiter

Redakteur: Wollten Sie nicht noch etwas zu unterbewerteten Bands zu Protokoll geben?

Herr Gedsudski: Ja, ganz genau. Das ist mir ein großes Anligen.

Redakteur: Nun, welche Bands würden Sie denn zu dieser Gruppe von Bands zählen.

Herr Gedsudski: Ach, da gibt es schon verdammt viele. Mir am meisten am Herzen liegen natürlich - wie könnte es anders sein - the Laughing Man. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass ich in dieser Band spiele. Wir machen Indie-Musik vom Allerfeinsten, aber erstaunlicherweise verkaufen wir nicht ganz so viele Alben, wie wir uns das wünschen würden.

Redakteur: Und woran mag das liegen?

Herr Gedsudski: Der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass die Promoabteilung unserer Plattenfirma nur aus echten Helden besteht. Das sind die besten Leute ihrer Zunft. Denen macht echt keiner was vor. Leider ist die zweite unterbewertete Band, die ich erwähnen wollte, auch auf diesem Label. Ich spreche von der Band The Ready-Mades, wo ich nämlich auch mitspiele. Ich bin der Bassist.

Redakteur. Das ist schön. Und klingt die eine Band dann wie die andere?

Herr Gedsudski: Nein, überhaupt nicht. The Laughing Man ist meine Band, die habe ich maßgeblich geprägt, bilde ich mir ein sagen zu dürfen. The Reday-Mades haben eher andere geprägt. Okay, mein Bassspiel ist natürlich unverwechselbar, aber ansosnten prägen eher Isi mit seiner Stimme und Simple mit seinem recht unverwechselbarem Gitarrenspiel die Band.

Redakteur: Reicht denn eine Band nicht aus?

Herr Gedsudski: Definitiv nicht. Beide sind mir musikalische Heimat. Oder, um mal an Grass zu erinnern, dem ich übrigens sehr vieses zu verdanken habe im schreibenden und lesenden Bereich: Beide sind musikalische Heimat mir. Ich mochte ihn übrigens, den Günther, auch wenn sein Ego recht groß war, wie wir anlässlich seines Todes zum Beispiel im Spiegel lesen durften. Er war einer der wenigen deutschsprachigen Autoren seiner Zeit (und das gilt heute wohl in vielen Fällen noch genauso), der sich aus der recht gemächlichen, miefigen Nachkriegsprosa entfernte, die von Böll oder Walser oder Lenz geschrieben wurde. Der einzige mitunter, der internationales Niveau erreichte, zumindest zeitweise. Insofern würde ich jetzt gerne eine Gedenkminute einlegen für Günther Grass, den der große Schnitter nun dahingemäht hat.

Redakteur: Okay. (Schweigt eine Minute lang, während er auf seine funkgesteuerte Casio Wave Ceptor Tough Solar Funkuhr schaut.) So, die Minute ist vorbei.

Herr Gedsudski trutzt den Stürmen
Herr Gedsudski: Fein.

Redakteur: Wie sind Sie eigentlich auf diese merkwürdige Idee mit den Selbstinterviews gekommen. Haben Sie niemanden mehr, mit dem Sie sprechen können?

Herr Gedsudski: Och, schon. Aber ich finde es bestechend, wenn jemand immer die richtigen Fragen stellt. Insofern; Ganz ganz herzlichen Dank, lieber Herr Redakteur. Nein, aber die Idee ist wahrscheinlich schon etwas älter. Mir sind Selbstinterviews das erste Mal untergekommen, als ich mir anno 1983 in London Truman Capotes Music for Chameleons kaufte. Ein Buch, das mich etwa genauso geprägt hat wie Grass, aber natürlich anders. 1983 war außerdem eine magische Zeit. Ich war wahrscheinlich literarisch nie wieder so aufnahmefähig, wie in diesem Jahr. Wie auch immer. In Music for Chameleons führt Capote auch ein Selbstinterview. Wow, dachte ich damals, inzwischen irgendwo in Aachen gelandet, wo ich von London aus hingereist war. So was muss man sich auch erstmal trauen. Sie sehen, ich habe fast dreißig Jahre gebraucht, um mich das zu trauen.

Herr Gedsudski anno 1983 in Aachen.
Links und rechts von ihm steht
nicht Truman Capote. Der liegt
in der mitgeführten Tasche

Redakteur: Nun, das mag ein schönes Schlusswort sein für das heutige Interview. Reizend sehen Sie auf diesem alten Foto aus. Diese von Lennon inspirierte Brille. Wer sind denn die Menschen, die links udn rechts von Ihnen stehen?

Herr Gedsudski: Das wäre wieder eine andere Geschichte, lieber Herr Redakteur. Aber die mag ein anderes Mal erzählt werden.

Freitag, 24. April 2015

Selbstinterview (1) 37 Kilometer vor Kleinbloggersdorf

Redakteur: Lieber Herr Gedsudski, ein Blog zu schreiben wird ja heute schon jedem Achtklässer als besonders wertvolle Tätigkeit verkauft als schreibmotivationales Mittel der Wahl sozusagen. Nun könnten wir uns natürlich lange darüber unterhalten, wie sinnvoll oder eben nicht es ist, Kindern eine Online-Schreibform nahezulegen, die in erster Linie von Ü40s dominiert wird. Aber darauf wollte ich gar nicht heraus. Was ich wirklich wissen will: Was motiviert Herrn Gedsudski dazu, dieses Weblog zu schreiben?

Herr Gedsudski: Lieber Redakteur, Sie schwafeln. Aber wenn Sie wissen möchte, warum ich hier schreibe: Das frage ich mich seit inzwischen über zehn Jahren auch mehrmals monatlich. Und mehr als nur einmal wollte ich dieses Blog aufgeben. Aber andererseits: wem soll man seine neuesten Geistesblitze mitteilen, wenn man nachts alleine durch die Straßen der Stadt läuft. Da bleibt dann eben nur eins: Smartphone zücken und in die virtuellen Tasten hauen.

Redakteur: Entstehen die meisten Blogs denn unterwegs?

Herr Gedsudski: Nun, zumindest eine Zeit lang war das so, damals, als ich in H. wohnte. Vorher und nachher aber habe ich vieles auch am Desktop-Rechner geschrieben, immer zwischen Tür und Angel, d.h. zwischen dem Öffnen von Word und dem Lesen meiner E-Mails oder so. 

Redakteur: Und warum wird das weniger? Schließlich gab es eine Zeit, als hier mindestens einmal pro Woche gepostet wurde.

Herr Gedudski: Die Kalenderwochen-Postings waren der Versuch des Tagebuch-Bloggens. Aber das hat sich als recht blöd erwiesen, weil mein Blog ja eins ist, das nicht allzu sehr auf mein analoges Leben verweisen soll. Vielmehr ist dieses Blog so etwas wie eine kleine, zugegebenermaßen stark autobiographisch gefärbte Fiktion. Das ist schwer mit Tagebuch-Bloggen zu vereinbaren.

Redakteur: Und was für eine Fiktion soll das sein?

Herr Gedsudski: Also die erste Grundannahme ist, dass ich allwissend bin. Das gehört zum Blogschreiben, dieser Klugscheißer-Modus: Ah, ich weiß Bescheid, ich habe die Welt quasi erfunden. Die zweite Grundannahme ist: Ich bin cool, und was ich an kulturellen Dingen in irgendeiner Weise betrachte ist wichtig und das nächste große Ding. The Laughing Man zum Beispiel. Obwohl, wenn ich genau drüber nachdenke, dann ist das natürlich keine Fiktion. The Laughing Man sind sicherlich im Moment die beste Band der Welt. Haben Sie eigentlich die neue Tocotronic-Platte schon gehört. Oh mein Gott, ist die scheiße. The Laughing Man hingegen ...

Redakteur: Sicherlich werden wir auch noch ein Selbstinterview über The Laughing Man machen, später. Jetzt erst einmal würde mich noch einmal interessieren: Was motiviert jemanden dazu, so ein Blog zu schreiben, das täglich eine nur zweistellige Klickzahl hat und alles in allem doch ziemlich abseits von Klein-Bloggersdorf angesiedelt ist. Warum treten Sie eigentlich nicht in Interaktion mit Anderen. Ist das nicht die Idee eines Blogs? Sich vernetzen, anderswo kommentieren, Leute aufmerksam machen auf die eigene Präsenz im Netz.

Herr Gedsudski: Nein, das ist nicht mein Konzept. Mein Konzept ist eher das eines Autisten-Blogs. Mein Haus steht auf einer einsamen Wiese, 37 Kilometer von Kleinbloggersdorf entfernt. Wer vorbei kommt, der ist herzlich willkommen. Aber wer wegbleibt, der ist mir egal. Ich lebe meinen Narzissmus gemeinhin anders aus.

Redakteur: Unterstellen Sie anderen Bloggern etwa Narzissmus?

Herr Gedsudski: Nicht nur anderen, auch mir selbst. Wer nicht die öffentliche Wahrnehmung sucht, der schreibt nicht im Internet, sondern in eine schöne Moleskine-Kladde, die er vorher mit Patchouli beträufelt hat. Allerdings ist mir das Schreiben im Blog nie so wichtig gewesen, dass ich es systematisiert hätte. Ich bin immer verführt worden von Plattformen wie blog-it, blogger.de oder eben blogspot, die es einem erlauben, innerhalb von fünf Minuten einen halbgaren Text in die Öffentlichkeit zu bringen. Viel länger darf so etwas auch nicht dauern. Ich beschäftige mich nicht lange mit dem Bloggen. Es ist ein Ventil. So etwas wie eine textliche Popsingle, so wie in den frühen 1960er Jahren, meine ich. Schnell rausgehauen mit all den Fehlern, die man beim Einspielen gemacht hat. Und manchmal sind es Grüße an die paar Freunde, von denen ich weiß, dass sie mitlesen.

Redakteur: Ist es kein Element schriftstellerischer Arbeit?

Herr Gedsudski: Nein, auf keinen Fall. Nicht hier. Das hier ist mein kleines trashiges Privatvergnügen. Das einzig Literarische mögen die Limericks sein, die ich übrigens mal wieder ins Programm aufnehmen sollte.

Redakteur: Gibt es denn Leute, deren Blogs sie gerne lesen?

Herr Gedsudski: Was ich gut finde, das sind Themenblogs. Solche, die mir erklären, wie ich mein Desktop-Anzeigen-Symbol in Windows 8.1 zurückbringen kann, auch wenn es da angeblich überflüssig ist. Ansonsten kann ich mit den meisten Blogs nicht so viel anfangen. Die ganzen Selbstdarstellungsblogs sind nicht mein Ding. Nur die paar, die ich verlinkt habe, die sind gut. Da ist erst einmal Konstantin Binder mit London leben, der erstens aus der großartigsten Stadt der Welt schreibt und dabei interessante Sachen schreibt und vor allem einen sehr, sehr schönen Stil hat. Jemand, der mit der Sprache sorgsam umgeht. Der sie achtet. Viele Journalisten könnten sich davon mal eine riesengroße Scheibe abschneiden. Dann Das hermetische Café. Auch jemand, der sehr gut schreiben kann, wenngleich dieses Blog auch so ein bisschen verwaist in der letzten Zeit. Aber ich kenne den Autor von früher aus meiner damaligen Hood. Der kann auch jenseits von Blogs gut schreiben. Und schließlich Kaltmamsell. Ich finde, sie hat das persönliche Bloggen auf eine sehr angenehme, unaufdringliche und letzten Endes sehr uneitle Weise kultiviert. Ein kultiviertes Blog. Das passt. Diese ganzen jungen Leute hingegen, die irgendwas mit Medien machen, versuchen immer witzig zu sein oder geistreich, und meistens können sie leider auch nicht schreiben. Aber dennoch veröffentlichen sie dauernd irgendwelche Bücher in Publikumsverlagen.

Redakteur: Heißt das, das Blog als Textsorte hat ausgedient?

Herr Gedsudski: Nein, auf keinen Fall. Und schon gar nicht hier, im besten deutschsprachigen Blog der Welt. Denn wir  haben noch viel zu bieten: 22 Selbstinterviews zu unterschiedlichen Themen. Außerdem werde ich 17 chronisch unterbewertete Bands vorstellen. Darüber hinaus gibt es irre Schminktipps und eine Reihe zu ungereisten Reisen.

Redakteur: Herr Gedsudski, vielen Dank für Ihre Einschätzung. 


Herr Gedsudski behält die Hände am Steuer

Freitag, 10. April 2015

Forthcoming Attractions

Der Hochgeschwindigkeitszug brettert mit Schrittgeschwindigkeit durch Niedersachsen. Links und rechts abwechlungsarme Landschaften. Ich nutze die gewonnene Zeit, um hier ein Lebenszeichen zu posten. I'm alive and kicking in a way. Das Schweigen hier war das Schweigen eines Menschen, der etwas viel Arbeit vor sich hatte - und noch hat. Dennoch geht es hier weiter. Zunächst plane ich eine Reihe von 23 Selbstinterviews zu unterschiedlichen Themen. Außerdem möchte ich 17 chronisch unterbewertete Bands vorstellen. Darüber hinaus gibt es irre Schminktipps und eine Reihe zu ungereisten Reisen. Bleibt mir also gewogen, teure Leserschaft.



Samstag, 3. Januar 2015

Isi ist noch immer gut zu Vögeln

Ich wünsche allen, die hier lesen, ein gutes neues Jahr. Es wäre schön, wenn es im neuen Jahr ein bisschen mehr Vernunft gäbe, ein bisschen mehr Zeit, Toleranz, Mitgefühl, Liebe, Frieden, Verständnis usw. Davon gab es im vergangenen Jahr -  alles in allem - deutlich zu wenig. Und ansonsten, um es mit Heinrich Heine, dem beühmten Dichter aus Düsseldorf, zu sagen: Zuckererbsen für alle!

Ende des nun vergangenen Jahres hatte ich ja geschrieben, dass hier etwas passieren muss, in die eine oder andere Richtung. So ein untotes Blog ist ein wenig unbefriedigend, für die Leser ebenso, wie für die Macher. Dass es Leser gibt, sehe ich ja an den Statistiken. Reaktionen aber gibt es seit langem eher nicht.

Was also tun? Ehrlich gesagt, weiß ich es noch immer nicht genau. Vielleicht muss ich doch noch ein paar Nächte drüber schlafen ...



Das weiße Album nach etwa 35 Jahren. Alles its relativ.


In vier Tagen übrigens, am 7. Januar 2015, wird dieses Blog zehn Jahre alt. Dabei hat es verschiedene Namen durchlaufen, von "sonstwas" über "Gedsudskis Welt" bis zum "Taschenbuchautor", auch verschiedene Hosts gehabt, zunächst blog.it, dann blogger.de, schließlich blogger.com bzw. Google. Weil Google alles weiß, wird seit Mai 2010 über die Zugriffe auf dieses Blog Statistik geführt. Dabei liegen, nicht ganz überraschend, folgende Postings extrem weit vorne:

1. Isi ist gut zu Völgeln

2. Lustige Limericks 7

3. Lustige Limericks 15

Daraus ergibt sich, dass vor allem Tierliebe und Lyrik gefragt sind. Ich werde das bei meinen Überlegungen über den Zukunft dieses Blogs mit in Erwägung ziehen. Vielleicht gibt es hier zukünftig jede Woche ein neues Tiergedicht. Das wäre doch etwas!

Und jetzt tauche ich hinab in die beginnende Nacht. Die ist ja winters eher lang. 

Sonntag, 16. November 2014

Das Schweigen von Marcel Duchamp wird überbewertet

Lange Zeit war auch hier Schweigen, und dieses Schweigen hatte natürlich seine Gründe. Die üblichen waren dabei: Lohnerwebstätigkeiten im üblichen Umfang, eine gewisse Neujustierung in familiären Angelegenheiten, aber auch eine gewisse Rastlosigkeit, die mich davon abgehalten hat, mich für längere Zeit an den Schreibtisch zu setzen, um einen längeren Text zu schreiben, und zudem eine gewisse Ratlosigkeit beim Nachdenken über die Frage, was ich mit meinem verwaisten Blog anstellen soll.Und ehrlich gesagt: Ich habe noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Als Werbeplattform für meine Lieblingsband taugt das hier auf jeden Fall nichts. Und die Sache mit dem Kalenderwochen-Bloggen hat zwar Spaß gemacht, war aber irgendwie zu zeitintensiv.

Was also tun? Closing it down for good? Das nun wieder auch nicht. Schließlich wird hier regelmäßig gelesen. Und zuweilen eben auch geschrieben. So wie jetzt.

Um ehrlich zu sein: Ich weiß es noch nicht. Ich werde eine Entscheidung fällen müssen. Und dafür habe ich mir bis Ende des Jahres Zeit gegeben. 2015 also wird das Ding hier also durch doe Decke gehen. Oder erst einmal die Pforten schließen. Was auch immer es sein wird: Herzliche Grüße an alle da draußen, die mitlesen. We got a thing going on!





Und noch eins:


Freitag, 22. August 2014

Jetzt auch Schminktipps


Herr Gedsudski gibt ab heute Schminktipps
Ach, wie gerne wäre ich ein guter Blogger, der jeden Tag spannende neue Posts schreiben könnte über tolle, aktuelle Dinge, vielleicht Schminktipps geben könnte oder so. Aber alas, das funktioniert seit 2005 schon nicht und wird auch bis 2023 nicht funktionieren. Was sind jedoch die Alternativen: Ein Befindlichkeitsblog alla "Wunden zeigen"? Ein Kulturblog? Ein Musikblog? Ein Literaturblog? Ein Tagebuchblog? Wie vor neun Jahren habe ich noch immer keine Ahnung, was genau hier entstehen soll. Und wie vor neuen Jahren ist dieses Stückchen Internet hier ein absoluter Kramladen, ein abgelegener Dachspeicher voller Ideen, Tipps, Statements, größtem Blödsinn und verbalisierten Hilflosigkeiten. Und natürlich Werbung für meine Popband und mein Buch.

Seit ich hier angefange habe zu schreiben, begleiten mich einerseits Begeisterung, andererseits Unbehagen, ein halbwegs öffentliches Tagebuch zu führen und zumindest theoretisch im Blick der Öffentlichkeit zu stehen. Dass diese Öffentlichkeit privater ist als manches Tagebuch in der Schublade, ist ein anderes Thema für einen anderen Eintrag.

Warum tut man sich das also an, ein Weblog zu schrieben, ab und zu etwas in die Tasten zu hauen, von dem man hofft, dass einige Freunde es lesen und mögen - und vielleicht zufällig der eine oder andere Fremde darüber stolpert?

Es ist vor allem so etwas wie eine Selbstvergewisserung, glaube ich. Ein Blog ist so etwas wie ein Klingelschild, auf dem ein paar Sachen stehen, die aber nur etwas symbolisieren - oder vielmehr jemanden symbolisieren. Denjenigen nämlich, dessen Name auf dem Klingelschild steht. 

Übrigens: Wenn man Leser haben möchte, sollte man einen englischsprachiges Blog schreiben. Ich habe das einmal ein halbes Jahr lang gemacht, und die Klickzahlen waren weit jenseits dessen, was dieser Blog jemals wird erreichen können.

Dieses Blog bleibt auf jeden Fall erst einmal wo es ist. Schließlich feiert es im Januar zehnjähriges Jubiläum. Und es bleibt so unaufgeräumt und inkonsequent, wie es war. Das immerhin bleibt als Konstante. 

Ach ja, die Schminktipps, die es jetzt vielleicht gibt, die sind natürlich ganz neu.

Ein dunkler Rot-Ton auf den Lippen
unterstreicht die Aura der Augenpartie!

Samstag, 20. November 2010

sonstwas 2.0

Seit heute sonstwas 2.0. Ich habe ein bisschen renoviert. Bin auch noch nicht ganz fertig. Aber der Großteil steht.

Inhaltlich bleibt das hier natürlich das alte Qualitätsblog. Keine Frage!

Edit: Stellt sich die Frage: Warum renovieren. Nun, das hat einfach prktische Gründe. Es ließen sich diese neumodischen breiten Filmchen nicht mehr einbinden, ohne überzustehen. Das müsste jetzt bis zur nächsten Format-Änderung wieder gehen. (Ich denke da an Loriots Superscope.)

Donnerstag, 7. Januar 2010

Fünf Jahre in der schönen neuen Welt

Heute knallen hier die Korken. Vor fünf Jahren gab es im Vorgängerblog, dem "Stubenhocker", den ersten Eintrag. Das war auf Blog-it, eine Plattform, die schon längst im Orkus der digitalen Geschichte untergangen ist (und mit ihr einige Dutzend Einträge, die ich nie gesichert hatte). Dieser erste Eintrag war mein Eintritt in eine Welt, die mich gleichzeitig faszinierte und abstieß. Seelenstriptease und bodenlose Dummheit auf der einen Seite, nicht selten garniert mit billigen Belanglosigkeiten. Aber auf der andreen Seite gab es auch gute Blogs, gut geschriebene vor allem. Die ersten, die ich aus diesem Bereich fand, waren das hermetische Café und die Vorspeisenplatte, bis heute Blogs, die ein gewisses Maß an schriftstellerischer Qualität nie unterschreiten.

Bald schon hatte ich aber erst einmal genug - und zog dann doch um zu blogger.de, einer gut und liebevoll gemachten Plattform eines netten Menschen, der eine illustre Bloggerschar um sich versammelt hat. Dort öffnete der Stubenhocker sein neues Domizil.

Unterdessen schraubten wechselnde deutsche Regierungen immer weiter daran herum, die Freiheit des Wortes im Internet einzuschränken, und so schaute ich mich nach einer Weile nach einer Bleibe um, die außerhalb der Reichweite dieser verquasten Gesetze lag. Dass ich damit beim Quasi-Monopolisten Google landete, fand ich nichts so besorgniserregend. Zumal ich mich ohnehin einmal mehr aus der Welt des Bloggens verabschieden wollte.

Und so richtig hineingekommen bin ich denn auch nie. Regelmäßiges Bloggen ist mir zu anstrengend, zu zeitraubend, und es ist, wie ich ziemlich schnell festgestellt habe, nicht meine Form des Schreibens. Trotzdem genieße ich es, ab und an Fotos von meinem Mobiltelefon aushochzuladen oder vom Bus aus mit ebenjenem Gerät einen kurzen Eintrag hier abzuliefern. Im ÖNVP verpasst man dabei ja nicht allzu viel, es sei denn, die Frau meiner Träume setzt sich gerade mir gegenüber, und dann kann ich das mobile Telefon ja immer noch in die Tasche stecken. Oder ihre Nummer einspeichern. Außerdem ist mein Blog eine virtuelle Heimat, wo man sich mit anderen in der Welt verstreuten "friends and lovers" treffen kann. Klar, alles nur virtuell, aber doch so eine Art Heimat.

Wollen wir mal sehen, ob diese Heimat auch die nächsten fünf Jahre übersteht ...