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Samstag, 2. März 2019

Luton to Lisbon (Fischer Z Cover)



Das hatte sich irgendwie in meinem Kopf festgesetzt, emporgestiegen aus ganz alten Erinnerungsschichte ...

Samstag, 22. November 2014

Für einen Tag

Als ich 1979/1980 die Live-Musik für mich entdeckte, sah ich die Wuppertaler Band  die Helden zwei oder dreimal spielen. Ich war begeistert von der frischen Musik und dem abgedrehten Sänger, der mit pfauenschwanzgefächerten Neonröhren auf dem Rücken sang: "Ich bin nur das Neonlicht, doch ihr alle seht mich nicht!" Man könnte durchaus von einem musikalischen Erweckungserlebnis sprechen, das kulminierte in eiem Auftritt der Helden in der besetzten Adler-Brauerei, wo ich als eher zur jüngeren Abteilung gehörender kleiner Penäler zum ersten Mal ausgiebig genoss, etwas so richtig Verbotenes zu tun, nämlich ein wunderbares altes Industiregebäude zu besetzen, das abgerissen weden sollte. (Wenn man sich anschaut, wie es an dem Ort, wo der Adler damals gestanden hat, heute aussieht, dann wird natürlich sehr deutlich, wer damals im Recht war und wer lediglich das Recht auf seiner Seite hatte.)

Wie auch immer, eines Abends spielten die Helden also in der besetzten Brauerei, ein chaotischer Auftritt, bei dem die Polizei dauernd eingriff und gemahnte, bitte die Lautstärke zu reduzieren. Irgendwann, wenn ich mich recht erinnere, wurde das Konzert durch die Exekutive dann auch ganz abgebrochen und endete im Tumult. Es war eben die Zeit zwischen Punk und New Wave, in der Individualismus, ein ästhetischer Widerwillen gegen die Rockmusik der älteren Geschwister und der Vorsatz das korrupte System wenn nicht aus den Angeln zu heben, so doch wenigstens gehörig vorzuführen, eine seltsam kreative Verbindung eingingen. Und diese Verbindung offenbarte sich mir, als die Helden auf der improvisierten Bühne im Adler standen und spielten. Klar kann man alles Mögliche gegen die Helden einwenden. Die Reime waren zuweilen - sagen wir: etwas gesucht. Die Musik war einfach. Aber die Texte trafen trotzdem ins Mark, und die Musik war zwar unkompliziert, aber gerade dadurch entstanden wunderbare raue Melodien, die man den ganze Tag oder die ganze Nacht nicht mehr aus dem Kopf kriegte. Die Songs demonstrierten, zeittypisch, einen stolz zur Schau getragener Dilettantismus. Aber genau das brauchte es ja auch: Sehr her, sagte diese Band, wir spielen nicht nach euren überkommenen Regeln, wir machen unsere eigenen!

Klar wurde das ganz schnell alles überrollt. Das System in den Ausgestaltern Thatcher, Reagan und (abgemildert, aber tendenziell in die gleiche Richtung maschierend:) Kohl schlug zurück, riss den Adler ab, kommerzialisierte die Neue Deutsche Welle, entfesselte den Kapitalismus und hinterließ die 1980er weitgehend (und bis auf wenige Ausnahmenhier hier und da) als moralische und musikalische Trümmerwüste, deren Sinnlosigkeit dann erst durch die Digitalisierung und die Wiedervereinigung übertüncht wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die mag ein anderes Mal erzählt werden. Hier jedenfalls sind die Helden endlich, nach all den Jahren:

Und irgendwann gibt es hoffentlich mal "Das Neonlicht" zu hören!

Donnerstag, 7. November 2013

Samstag, 5. März 2011

Hit the North


Neben der eigenen Musik läuft einer meiner All-Time-Faves gerade auf schwerer Drehung; zufällig habe ich  die CD zwischen einem Haufen (auch nicht zu verachtender) Haydn-Sinfonien wiedergefunden. War übrigens eine meiner ersten CDs damals und die Plastikhülle ist entsprechend stumpf und hässlich. Der Song (und die meisten anderen auf dem Album) bleibt aber super. Und b.t.w.: Grandiose Keyboarderin.

All estate agents alive yell down nights in hysterical breath
There's no lights so pretty
Those big, big, big wide streets
Those useless MPs
(Savages)
Hit the North
Hit the North
Hit the North
Hit the North

Donnerstag, 6. Januar 2011

The Laughing Man: Wish You Were Here



Angereichert mit alten Fotos aus der entsprechenden Zeit und ein paar neueren, kommt hier das Cover eines immer noch großartigen Songs aus dem Jahr 1987 von den Immaculate Fools, interpretiert von The Laughing Man.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Erdbeerfelder für immer

Morgen vor 30 Jahren wurde ich, der Welt größter Lennonfan, in meine Klasse von gespannten Klassenkameraden begrüßt: Was ich denn dazu nun sagen würde?! Ich versuchte die Fassung zu wahren ...

Dank meiner Klassenkameraden entstand in unserem Klassenrauum so etwas wie ein veritables Lennon-Museum, inkl. dem Original-Fernschreiben der dpa, das den Tod John Lennons an die Nachrichtenredaktionen im Land vermeldete.

Mittwoch, 17. März 2010

My Queen Mab

Und dann auch das Gegenprogramm zu Marshall Hain, gedreht beim wöchentlichen Einkauf (mit kleinem Umweg):

Freitag, 11. Dezember 2009

Da läuft wohl etwas schief, Jungs!

Ich weiß auch nicht, warum mir ausgerechnet jetzt alte Chameleons-Songs einfallen. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit. Oder an der netzbestrumpften Dame gerade im Bus, die mich an diese Zeiten erinnerte, Anfang der 80er Jahre. Wenn wir uns anschauen, wie weit wir seit dieser Zeit gekommen sind, dann kann einen das schon zu dem einen oder anderen Verzweiflungsschrei hinreißen.

Freitag, 23. Oktober 2009

Was Blogs alles sein könnten (Teil 1)

Untergrundmagazin, Slam Poetry Slam, Rock’n’Roll, High Pitched Emotions, jugendlicher Aufruhr, väterlicher Rat, Verlautbarungen des Guten, Schönen und Wahren™, treuer Begleiter in schlafloser Nacht, Fieberträume, die Stimme, die früher im Radio zu Hause war, Westerwelle-Verabschiedungskomitee, Senses Working Overtime ...

Freitag, 29. Mai 2009

Etwas bedrückt meinen Schädel

Und weiter mit mit nicht mehr ganz so aktuellen Werken aus Kultur und ehemaliger Subkultur. Heute geht es um Morrisseys Years of Refusal (Decca/Universal). Vergangenen Freitag habe ich mir das Album dann doch mal gekauft. Keine Ahnung, was mich dabei geritten hat. Schon das letzte Morrissey-Album war ja eine Katastrophe. Und dieses hier ist es ebenfalls - fast. Da erstickt jemand an seinen eigenen Musik-, Text- und Image-Klischees, aber so richtig. Alles ist Selbstzitat, aber natürlich ironiefrei und schlecht umgesetzt. Alles wirkt vollkommen uninspiriert. Da ist nichts Frisches oder einfach mal lustvoll Produziertes dabei, nur Langeweile, Abklatsch - und das alles sehr mäßig inszeniert. Man hört allen Beteiligten an, dass Sie eine Art Bürojob erledigen - oder meinetwegen Blowjob, und zwar am gedachten Zuschauer. Da fallen einem Morrisseys eigene Worte ein. Einst war der Mann ja witzig - und hellsichtig:

"Get off the stage
Oh, get off the stage
Because I've given you enough of my time
And the money that wasn't even mine.
Have you seen yourself recently?"

Einen herausragenden Moment gibt es allerdings auf dem Album. Der Song "You Were Good In Your Time" endet mit den Worten:

"An end-of-the ride sigh
your soft smile says:
'Please understand, I must surrender.'
Then you grip with your hand
now so small in mine
are you aware wherever you are
that you have just died?"

Mit dem "died" erstirbt auch schlagartig die geigengeschwängerte Musik und macht französischen Kurzwellendialogen und einer gespenstischen Geräuschkulisse Platz. Da läuft es einem schon mal kalt über den Rücken.

"For whom the bell tolls."

Sonntag, 22. März 2009

Ich hab die Lampe immer noch an

Eine Idee, die wir (d.i. die grandiose Band, in der ich zu Beginn der 90er den Bass zu spielen pflegte) bereits damals hatten ...

Jetzt aber hat es mal jemand gemacht. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen und hören lassen:

www.myspace.com/perrecy07

Videos von Perrecy

Freitag, 13. Juni 2008

Die Achtziger (1)



Vergessen wir mal den Song. Das Video zeigt die Achtziger, wie sie wirklich waren ...