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Sonntag, 24. Juli 2016

The Shame Is On The Other Side

Ein Sommer ohne The Laughing Man? Kaum vorstellbar, oder? Deshalb haben wir hier noch was für Euch. Entstanden während der Proben zu unserem Gig im TalTonTheater am 23.4. und vervollständigt in der schwülen Sommerluft des späten Julis. 

Kurz gesagt: The shame is on the other side!


Samstag, 22. November 2014

Für einen Tag

Als ich 1979/1980 die Live-Musik für mich entdeckte, sah ich die Wuppertaler Band  die Helden zwei oder dreimal spielen. Ich war begeistert von der frischen Musik und dem abgedrehten Sänger, der mit pfauenschwanzgefächerten Neonröhren auf dem Rücken sang: "Ich bin nur das Neonlicht, doch ihr alle seht mich nicht!" Man könnte durchaus von einem musikalischen Erweckungserlebnis sprechen, das kulminierte in eiem Auftritt der Helden in der besetzten Adler-Brauerei, wo ich als eher zur jüngeren Abteilung gehörender kleiner Penäler zum ersten Mal ausgiebig genoss, etwas so richtig Verbotenes zu tun, nämlich ein wunderbares altes Industiregebäude zu besetzen, das abgerissen weden sollte. (Wenn man sich anschaut, wie es an dem Ort, wo der Adler damals gestanden hat, heute aussieht, dann wird natürlich sehr deutlich, wer damals im Recht war und wer lediglich das Recht auf seiner Seite hatte.)

Wie auch immer, eines Abends spielten die Helden also in der besetzten Brauerei, ein chaotischer Auftritt, bei dem die Polizei dauernd eingriff und gemahnte, bitte die Lautstärke zu reduzieren. Irgendwann, wenn ich mich recht erinnere, wurde das Konzert durch die Exekutive dann auch ganz abgebrochen und endete im Tumult. Es war eben die Zeit zwischen Punk und New Wave, in der Individualismus, ein ästhetischer Widerwillen gegen die Rockmusik der älteren Geschwister und der Vorsatz das korrupte System wenn nicht aus den Angeln zu heben, so doch wenigstens gehörig vorzuführen, eine seltsam kreative Verbindung eingingen. Und diese Verbindung offenbarte sich mir, als die Helden auf der improvisierten Bühne im Adler standen und spielten. Klar kann man alles Mögliche gegen die Helden einwenden. Die Reime waren zuweilen - sagen wir: etwas gesucht. Die Musik war einfach. Aber die Texte trafen trotzdem ins Mark, und die Musik war zwar unkompliziert, aber gerade dadurch entstanden wunderbare raue Melodien, die man den ganze Tag oder die ganze Nacht nicht mehr aus dem Kopf kriegte. Die Songs demonstrierten, zeittypisch, einen stolz zur Schau getragener Dilettantismus. Aber genau das brauchte es ja auch: Sehr her, sagte diese Band, wir spielen nicht nach euren überkommenen Regeln, wir machen unsere eigenen!

Klar wurde das ganz schnell alles überrollt. Das System in den Ausgestaltern Thatcher, Reagan und (abgemildert, aber tendenziell in die gleiche Richtung maschierend:) Kohl schlug zurück, riss den Adler ab, kommerzialisierte die Neue Deutsche Welle, entfesselte den Kapitalismus und hinterließ die 1980er weitgehend (und bis auf wenige Ausnahmenhier hier und da) als moralische und musikalische Trümmerwüste, deren Sinnlosigkeit dann erst durch die Digitalisierung und die Wiedervereinigung übertüncht wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die mag ein anderes Mal erzählt werden. Hier jedenfalls sind die Helden endlich, nach all den Jahren:

Und irgendwann gibt es hoffentlich mal "Das Neonlicht" zu hören!

Donnerstag, 2. August 2012

Summertime Blues

Ich glaube, ich sprach schon einmal von dieser Platte, die sich in der reichhaltigen Plattensammlung meiner Eltern befand, und zwar von Hildegard Knef. Alles uninteressant, aber ein Song hatte es mir angetan: "Ferienzeit". Quasi der Summertime Blues auf Deutsch:




Und da der August noch lang ist, hier noch eine schöne Zugabe. Made in Japan:
http://youtu.be/x953GwKEwI8

Mittwoch, 25. Juli 2012

All Things Must Pass

Aus der Serie: Wiederbegegnung nach Jahrzehnten (1)

Augepackt nach sehr langer Zeit habe ich das unhandliche Pappalbum All Things Must Pass von George Harrisson, und nach all der Zeit war ich redcht positiv überrascht. Es sind doch viel mehr gute Songs drauf, als ich in Erinnerung hatte. Zwar hat die meisten Meister Spector kaputtproduziert, aber die Songs sind robust. Allen gemeinsam ist aber eine tiefsitzende Melancholie, ein Hauch von Vergänglichkeit - oder vielmehr der Angst davor. Aber der deutet sich ja auch im Titel schon dezent an.

Donnerstag, 17. Mai 2012

I Feel Love

Prägend für mich: Samstag Nacht im ersten Programm die Science-Fiction-Reihe. Der Vorspann bestand aus dem Vorspiel von Donna Summers "I Feel Love". Und dann ... die großartigsten Filme. Seither bekomme ich noch immer eine Gänsehaut, wenn ich das Stück höre.

Heute ist Donna Summer gestorben. Und ich sehe sie fortfliegen in einer futuristischen Rakete, sie, die auf einzigartige Art zu lieben liebte. Oder hinter dem schweren rotseidenen Vorhang eines Nachtclubs verschwinden. Wie unendlich weit weg die 1970er heute sind!









Freitag, 30. April 2010

April

Jetzt ist der April also auch bald schon wieder vorbei. Mal sehen, wohin wir jetzt tanzen gehen werden. Auf jeden Fall ist es Zeit für eine kleine Rückschau. Die Welt hat ein ölverschmiertes Gesicht dieser Tage. Die Griechen: Anfang und Ende des Abendlandes? In Nordrhein-Westfalen ernscheidet sich hingegen das Schicksal einer anderen Nation. Nächste Woche dann. Wir berichten live! Außerdem: Spargelzeit! Der Raps blüht (Fotos werden nachgereicht!). Das neue Laughing-Man-Album erscheint nun doch nicht mehr im April. Aber die tolle Single tröstet ja über das Wartenmüssen hinweg!
Ich selbst hatte übrigens in den vergangenen drei Wochen keine Zeit zu nichts: Keine Wochenende, keine ausschweißfenden Partys, noch nicht mal ein Bier mit meinen Freunden war drin. Meine Mitbewohnerinnen sehe ich nur noch zwischen Tür und Angel. Aber der Mai wird natürlich anders.

Lektüre: Patti Smith: Just Kids. Wäre es nicht Patti, würde man sich ein bisschen fremdschämen beim Lesen. Aber es ist Patti. Und Patti darf das!!! Patti darf bekanntlich alles.

Montag, 8. März 2010

Coming Home (diesmal nicht Football's)


Das wollte ich schon lange mal posten, nicht allein des geschmackvollen Bildmotivs wegen, sondern auch wegen des gewagten Schlusschors bei 3:38 min. Und jetzt ihr!