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Dienstag, 11. Februar 2014

Vollpfosten, Mega-Honks und Dumpfburger

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass man mit zunehmendem Alter ungeduldiger wird, weil man weiger Zeit zu vertändeln hat, aber im Augenblick habe ich das Gefühl, ich sei umzingelt von Kleingeistern. Nein, ich meine nicht die geistigen Blockwarte, die bei Spiegel-Online irgendwelche Nichtigkeiten kommentieren. Die kenne ich ja nicht im realen Leben - zum Glück. Hoffe ich zumindest. 

Was mich aber ankotzt ist die Tatsache, dass man an offenbar immer mehr Stellen auf eine ungute Mischung aus Feig-, Faul- und Dummheit stößt. Bloß immer die Prozeduren einhalten, bloß nicht selber denken, nur keine Ausnahmen zulassen. Im Zweifelsfall einfach mal nichts machen. Wegducken ist ja sowieso immer super. Da muss man dann gar nichts tun. Und auch wichtig: Immer erst mal schimpfen. Sich beschweren. Wahnsinnige Erwartungen an andere Leute stellen: moralisch, materiell, überhaupt. Aber selbst immer schön breitbeinig die Eier kühlen und nichts machen. Die Politiker übrigens auch: Schimpfen, und dann erst mal wegducken

Wer uns das gelehrt hat: Der Neoliberalismus wahrscheinlich, das alte Arschloch, aber da tut man natürlich jetzt so, als wisse man von nichts.

Na ja. Vielleicht bin ich auch einfach nur urlaubsreif. 

Der deutscheste aller Flüsse wird auch fortwährend aus der Schweiz geschmissen.

Dienstag, 24. September 2013

KW 38/2013

Das übliche Warten auf unbequemen Sitzen am Flughafen. Den Duty Free Shop zum dritten Mal durchgekämmt  //  Das Flugzeug deszendiert auf pulsierende rheinische Großstädte im Abendlichtt. Das hat durchaus etwas Schönes. // Koffer auspacken, um den Koffer direkt wieder einzupacken. // Im IC vorbei an der Loreley. Ich weiß, was es bedeuten soll. // Mainz im Nieselregen. Inside and outside of literature. // Im IC vorbei an der Loreley, an vermüllten Kölner Hinterhöfen. // E-Mail-Marathon-Lesesitzungen. // Orgeln zu Hause. Orgeln auf der Bühne. Bevor ich die Gitarre als Instrument entdeckte, wollte ich hinter einer dicken B3 sitzen und diesen wundersamen Lautsprecher kreiseln lassen. // Besuch aus Berlin. // Brüderle raus, Schwesterle Kanzlerin. Spannung, wem sie ihr uneingeschrenktes Vertrauen ausspricht.




Montag, 5. August 2013

KW 31/2013

Wieder Hitze. Und Arbeit satt. Bis Mittwoch weiter im Büro etc., ab Donnerstag dann am heimischen Schreibtisch, der zum Glück in etwas kühleren Gefilden sich befindet. Im Kontext dessen zahlreiche schwere Entscheidungen, die zu treffen sind, Entscheidungen, die sich in der Ziffer, die am Ende dabei herauskommt, nur ungenügend abbilden lässt. Aber das ist nun einmal der Deal.

Am Samstag dann in den Süden, jedenfalls halbwegs, um einen Besuch zu machen und dabei einmal hier herauszukommen. Die Deutsche Bahn erweist sich dabei als so unkoordiniert und weltfremd wie eh und je.

Und Sonntag unterwegs mit J am Rhein, Bücher lesend und Mountain Dew trinkend. Es gibt Augenblicke, in denen ist man ganz bei sich. Und das war so einer. Besser konnte die Kalenderwoche kaum enden.