Freitag, 27. Februar 2015

Zurück ins Grau / Aspirin Days

Und schon ist der Urlaub wieder zu Ende und ich bin zurück ins Grau geworfen, ins kalte Grau auch noch, an das man sich nur mühsam wieder gewöhnen mag. 



I am the Sea



I am the Sand

Blick auf das Meer (Der Denker)


Und natürlich wäre ich gerne noch geblieben. Und ich hätte, ehrlich gesagt, auch ein oder zwei Wochen später wieder anfangen können zu arbeiten.

Aber auch hier tun sich große Dinge. Das größte während meiner Abwesenheit ist, dass die CD, an der ich mit The Ready-Mades seit knapp fünf Jahren gearbeitet habe, nun endlich erschienen ist.

The Ready-Mades sind und waren jene Band, zu der ich irgendwann Ende der 1980er oder Anfang der 90er als Bassist stieß. Als Probenraum nutzte man einen alten Hühnerstall vor der Stadt, der mit einem Kohleofen beheizt wurde. Nach gloriosen Auftritten, zahlreichen Vierspuraufnahmen und einer Aufnahme in Tim Buktus legendärem Studio, war Mitte der 90er Jahre erst einmal Schluss.

Erst 2010 beschlossen wir wieder gemeinsam Musik zu machen, mieteten zwischenzeitlich sogar einen Proberaum. Seitdem haben wir an diesem Album gearbeitet. Und nun ist es endlich - fertig!



Der Name des Albums, "Aspirin Days", ist zugleich eine Hommage an unsere Heimatstadt, in der das Aspirin ja bekanntlich erfunden worden ist.

Zu hören sind 12  Stücke, zum Teil Songs von früher, zum Teil neues Material.

Das Werk gibt es in einer limitierten Auflage für 12 Euro frei Haus, und zwar hier. Aber nur, solange der Vorrat reicht natürlich.

So, und nun genieße ich meinen letzten Urlaubstag!

Montag, 9. Februar 2015

Samstag, 31. Januar 2015

Durchbruch

In dieser Jahreszeit, in der man gefühlte 23 verschiedene Erkältungsvirenstämme in sich trägt und oft genug froh ist, wenn man die Haus- oder Wohnungstür hinter sich schließen kann, um auf absehbare Zeit zu Hause bleiben zu können, sind diese vorfrühlingshaften Boten der NaturTM etwas, das die Nerven beruhigt und der Seele gut tut!

Äußerste Anstrengung in der Pflanzenwelt

Sonntag, 25. Januar 2015

Accidents Never Happen

Vorgestern im Bus. Kurz vor meiner Arbeitsstelle. Ich stehe schon einmal auf, während der Bus die letzten hundert Meter der Steigung bis zur zur Bushaltestelle nimmt. Und da kommt er, irgendein Vollidiot, der von links auf die Straße zieht, natürlich ohne zu kucken. Der Busfahrer steht auf der Bremse, und ich fliege - etwa fünf Meter weit, bis ich unsanft auf dem Boden des Busses aufschlage. Irgendwie war es wohl eine perfekte Mischung aus gekonntem Abrollen und unglaublichem Glück, dass ich nur Prellungen hier und da davongetragen habe und mir ziemlich viele Knochen wehtun, dass ich aber sonst heil geblieben bin. Ich hinkte dann zur Arbeit, einem Glöckner gleich, am gleichen Strange wie er ziehend, sozusagen. Allein mit meinen Verletzungen, daran denkend, dass in einer perfekten Welt so etwas ausgeschlossen wäre

Glücklich mich zu finden

Schöner Song in schöner Interpretation. Und mehr kann man darüber nicht sagen:




Cover Songs for Nothing and the Chicks for Free

Hallo Freunde da draußen an den Endgeräten. Meine kleine Kapelle hat drei grandiose Coverversionen (Triffids, The Rolling Stones, J.J. Cale) zum kostenlosen Download bereitgestellt. Also runterladen und genießen. Nur für begrenzte Zeit!

A Thing Going On (J.J. Cale Cover) 

Wide Open Road (Triffids Cover) 

Wild Horses (Rolling Stones Cover)

Samstag, 3. Januar 2015

Isi ist noch immer gut zu Vögeln

Ich wünsche allen, die hier lesen, ein gutes neues Jahr. Es wäre schön, wenn es im neuen Jahr ein bisschen mehr Vernunft gäbe, ein bisschen mehr Zeit, Toleranz, Mitgefühl, Liebe, Frieden, Verständnis usw. Davon gab es im vergangenen Jahr -  alles in allem - deutlich zu wenig. Und ansonsten, um es mit Heinrich Heine, dem beühmten Dichter aus Düsseldorf, zu sagen: Zuckererbsen für alle!

Ende des nun vergangenen Jahres hatte ich ja geschrieben, dass hier etwas passieren muss, in die eine oder andere Richtung. So ein untotes Blog ist ein wenig unbefriedigend, für die Leser ebenso, wie für die Macher. Dass es Leser gibt, sehe ich ja an den Statistiken. Reaktionen aber gibt es seit langem eher nicht.

Was also tun? Ehrlich gesagt, weiß ich es noch immer nicht genau. Vielleicht muss ich doch noch ein paar Nächte drüber schlafen ...



Das weiße Album nach etwa 35 Jahren. Alles its relativ.


In vier Tagen übrigens, am 7. Januar 2015, wird dieses Blog zehn Jahre alt. Dabei hat es verschiedene Namen durchlaufen, von "sonstwas" über "Gedsudskis Welt" bis zum "Taschenbuchautor", auch verschiedene Hosts gehabt, zunächst blog.it, dann blogger.de, schließlich blogger.com bzw. Google. Weil Google alles weiß, wird seit Mai 2010 über die Zugriffe auf dieses Blog Statistik geführt. Dabei liegen, nicht ganz überraschend, folgende Postings extrem weit vorne:

1. Isi ist gut zu Völgeln

2. Lustige Limericks 7

3. Lustige Limericks 15

Daraus ergibt sich, dass vor allem Tierliebe und Lyrik gefragt sind. Ich werde das bei meinen Überlegungen über den Zukunft dieses Blogs mit in Erwägung ziehen. Vielleicht gibt es hier zukünftig jede Woche ein neues Tiergedicht. Das wäre doch etwas!

Und jetzt tauche ich hinab in die beginnende Nacht. Die ist ja winters eher lang. 

Dienstag, 30. Dezember 2014

The Triffids - in Bild und Ton!

Kurz vor Jahresende habe ich ein wenig am Rechner herumgespielt und mal wieder ein neues Video zu unserer (= meine kleine Musikgruppe) Coververrsion des wunderbaren Triffid-Songs "Wide Open Road" fertiggestellt. Aber seht selbst:



Und bei der Gelegenheit wünsche ich Euch allen da draußen an den Bildschirmen daheim oder unterwegs ein gutes Hinübergleiten in das für uns alle hoffentlich grandiose 2015.

Was die Zukunft dieses Blogs angeht, weiß ich noch immer nichts. Aber noch ist ja auch nicht 2015 ...

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Die Weihnachtsgeschichte



Luther 1545

Euangelion Sanct Lucas

Capitel 2



1 ES begab sich aber zu der zeit / Das ein Gebot von dem Keiser Augusto ausgieng / Das alle Welt geschetzt würde. 2 Vnd diese Schatzung war die  allererste / vnd geschach zur zeit / da Kyrenius Landpfleger in Syrien war. 3 Vnd jederman gieng / das er sich schetzen liesse / ein jglicher in seine Stad.

4 DA machet sich auff auch Joseph / aus Galilea / aus der stad Nazareth / in das Jüdischeland / zur stad Dauid / die da heisst Bethlehem / Darumb das er von dem Hause vnd geschlechte Dauid war / 5 Auff das er sich schetzen liesse mit Maria seinem vertraweten Weibe / die war schwanger. 6 Vnd als sie daselbst waren / kam die zeit / das sie geberen solte. 7 Vnd sie gebar jren ersten Son / vnd wickelt jn in Windeln / vnd leget jn in eine Krippen / Denn sie hatten sonst keinen raum in der Herberge.

8 VND es waren Hirten in der selbigen gegend auff dem felde / bey den Hürten / die hüteten des nachts jrer Herde. 9 Vnd sihe / des HERRN Engel trat zu jnen / vnd die Klarheit des HERRN leuchtet vmb sie / Vnd sie furchten sich seer. 10 Vnd der Engel sprach zu jnen. Fürchtet euch nicht / Sihe / Jch verkündige euch grosse Freude / die allem Volck widerfaren wird / 11 Denn Euch ist heute der Heiland gebörn / welcher ist Christus der HErr / in der stad Dauid. 12 Vnd das habt zum Zeichen / Jr werdet finden das Kind in windeln gewickelt / vnd in einer Krippen ligen. 13 Vnd als bald ward da bey dem Engel die menge der himelischen Herrscharen / die lobten Gott / vnd sprachen / 14 Ehre sey Gott in der Höhe / Vnd Friede auff Erden / Vnd den Menschen ein wolgefallen. 


In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Dienstag, 9. Dezember 2014

A Thing Going On

Jetzt auch ein spontaner Video-Clip zur spontanen Coverversion. Hoffe, Ihr mögt's!


Samstag, 22. November 2014

Für einen Tag

Als ich 1979/1980 die Live-Musik für mich entdeckte, sah ich die Wuppertaler Band  die Helden zwei oder dreimal spielen. Ich war begeistert von der frischen Musik und dem abgedrehten Sänger, der mit pfauenschwanzgefächerten Neonröhren auf dem Rücken sang: "Ich bin nur das Neonlicht, doch ihr alle seht mich nicht!" Man könnte durchaus von einem musikalischen Erweckungserlebnis sprechen, das kulminierte in eiem Auftritt der Helden in der besetzten Adler-Brauerei, wo ich als eher zur jüngeren Abteilung gehörender kleiner Penäler zum ersten Mal ausgiebig genoss, etwas so richtig Verbotenes zu tun, nämlich ein wunderbares altes Industiregebäude zu besetzen, das abgerissen weden sollte. (Wenn man sich anschaut, wie es an dem Ort, wo der Adler damals gestanden hat, heute aussieht, dann wird natürlich sehr deutlich, wer damals im Recht war und wer lediglich das Recht auf seiner Seite hatte.)

Wie auch immer, eines Abends spielten die Helden also in der besetzten Brauerei, ein chaotischer Auftritt, bei dem die Polizei dauernd eingriff und gemahnte, bitte die Lautstärke zu reduzieren. Irgendwann, wenn ich mich recht erinnere, wurde das Konzert durch die Exekutive dann auch ganz abgebrochen und endete im Tumult. Es war eben die Zeit zwischen Punk und New Wave, in der Individualismus, ein ästhetischer Widerwillen gegen die Rockmusik der älteren Geschwister und der Vorsatz das korrupte System wenn nicht aus den Angeln zu heben, so doch wenigstens gehörig vorzuführen, eine seltsam kreative Verbindung eingingen. Und diese Verbindung offenbarte sich mir, als die Helden auf der improvisierten Bühne im Adler standen und spielten. Klar kann man alles Mögliche gegen die Helden einwenden. Die Reime waren zuweilen - sagen wir: etwas gesucht. Die Musik war einfach. Aber die Texte trafen trotzdem ins Mark, und die Musik war zwar unkompliziert, aber gerade dadurch entstanden wunderbare raue Melodien, die man den ganze Tag oder die ganze Nacht nicht mehr aus dem Kopf kriegte. Die Songs demonstrierten, zeittypisch, einen stolz zur Schau getragener Dilettantismus. Aber genau das brauchte es ja auch: Sehr her, sagte diese Band, wir spielen nicht nach euren überkommenen Regeln, wir machen unsere eigenen!

Klar wurde das ganz schnell alles überrollt. Das System in den Ausgestaltern Thatcher, Reagan und (abgemildert, aber tendenziell in die gleiche Richtung maschierend:) Kohl schlug zurück, riss den Adler ab, kommerzialisierte die Neue Deutsche Welle, entfesselte den Kapitalismus und hinterließ die 1980er weitgehend (und bis auf wenige Ausnahmenhier hier und da) als moralische und musikalische Trümmerwüste, deren Sinnlosigkeit dann erst durch die Digitalisierung und die Wiedervereinigung übertüncht wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die mag ein anderes Mal erzählt werden. Hier jedenfalls sind die Helden endlich, nach all den Jahren:

Und irgendwann gibt es hoffentlich mal "Das Neonlicht" zu hören!

Sonntag, 16. November 2014

Das Schweigen von Marcel Duchamp wird überbewertet

Lange Zeit war auch hier Schweigen, und dieses Schweigen hatte natürlich seine Gründe. Die üblichen waren dabei: Lohnerwebstätigkeiten im üblichen Umfang, eine gewisse Neujustierung in familiären Angelegenheiten, aber auch eine gewisse Rastlosigkeit, die mich davon abgehalten hat, mich für längere Zeit an den Schreibtisch zu setzen, um einen längeren Text zu schreiben, und zudem eine gewisse Ratlosigkeit beim Nachdenken über die Frage, was ich mit meinem verwaisten Blog anstellen soll.Und ehrlich gesagt: Ich habe noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Als Werbeplattform für meine Lieblingsband taugt das hier auf jeden Fall nichts. Und die Sache mit dem Kalenderwochen-Bloggen hat zwar Spaß gemacht, war aber irgendwie zu zeitintensiv.

Was also tun? Closing it down for good? Das nun wieder auch nicht. Schließlich wird hier regelmäßig gelesen. Und zuweilen eben auch geschrieben. So wie jetzt.

Um ehrlich zu sein: Ich weiß es noch nicht. Ich werde eine Entscheidung fällen müssen. Und dafür habe ich mir bis Ende des Jahres Zeit gegeben. 2015 also wird das Ding hier also durch doe Decke gehen. Oder erst einmal die Pforten schließen. Was auch immer es sein wird: Herzliche Grüße an alle da draußen, die mitlesen. We got a thing going on!





Und noch eins: