Sonntag, 4. April 2010

Easter

Den Morgen durch den Wald gelaufen mit Patti Smith auf den Ohren. Das Wetter drehte sich von sonnig zu na ja. Trotzdem eine Art befreiender Osterspaziergang.

Sonntag, 21. März 2010

Kaiserkeller

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Schade, verpasst!
Seit gestern um 18:32 Uhr nun also Frühlimg! Und obwohl die zwei Sonnentage schon wieder durch sind, scheint die Natur binnen kürzester Zeit alles nachholen zu wollen, was sie in den langen Spätwintertagen zurückstellen musste. Innerhalb kürzester Zeit sprießt und knospt es an allen Ecken und Enden. Die Vögel tun nicht nur nämliches, sondern singen auch, als müssten sie mindestens einen Monat nachholen. Sogar gestern Nacht gegen halb zwei, als ich heim kam, zwitscherte es aller Orten, und zwar ganz und gar unvirtuell.

Mittwoch, 17. März 2010

My Queen Mab

Und dann auch das Gegenprogramm zu Marshall Hain, gedreht beim wöchentlichen Einkauf (mit kleinem Umweg):

Montag, 8. März 2010

Coming Home (diesmal nicht Football's)


Das wollte ich schon lange mal posten, nicht allein des geschmackvollen Bildmotivs wegen, sondern auch wegen des gewagten Schlusschors bei 3:38 min. Und jetzt ihr!

Sonntag, 7. März 2010

Abermaliger Monolog eines Barkeepers

Heute gibt's nur Beck's im Ausschank. Ja, die Zapfanlage ist kaputt. Gibt nur Beck's. Und ZapfDingbats. N Witz, Mann! Nur ein Witz.
Jaja, der Laden ist leer, wenn draußen der Schnee meterhoch liegt und die Leute sich beim Verlassen des trauten Heims auf die Fresse legen. Da gibt es einen deutlichen Kausalzusammenhang, möcht' ich mal sagen. Hier ist ja auch nie geräumt. Also vor der Bar natürlich schon, aber sonst, meine ich. Kein Arsch fühlt sich verantwortlich. Das ist so eine ganz ungute Mentalität, die sich da Bahn bricht, weißt du. Es gibt nur Beck's, hab ich doch gesagt. Nein, das war kein Witz. Das mit Dingbats war der Witz. Ach, macht doch, was ihr wollt. Und wenn du Musik haben willst, dann schmeiß gefäligst 'n paar Groschen in die Jukebox! Lohnt sich echt. Jaja, ich kenn die Jungs und Mädels. Sind hier aus der Nachbarschaft. Räumen natürlich auch nicht vor ihrem Übungsraum, aber die Songs sind schon gut irgendwie. Nee, nich' wie Lady Gaga. Schon ganz eigen wirgendwie. Jaja, schmeiß mal rein, wirst du nich' bereuen. Hier ist dein Beck's. Wohl bekomms!

Donnerstag, 4. März 2010

Hard Rain (1)

Der Pianist sieht schon etweas ramponiert aus um diesse Zeit. Die gegelten Haare fallen in Strähnen in sein vom Alkohol aufgedunsenes Gesicht. Im Séparée sitzen blondierte Frauen mit merkwürdig geweieteten Pupillen um einen aufgedrehten BWL-Studenten, der den Reichtum seiner Zukunft verströmt und überzeugend darlegt, dass Berlin the place to be sei. Die eine Kellnerin hat so lange an ihrer Nagelhaut herumgespielt, dass sie nun blutet. Ihre Kollegin sitzt hinten und weint. Das Bier bildet auf dem Boden eine klebrige Schicht. Draußen prasselt der Regen auf den gesalzenen Asphalt.

Montag, 1. März 2010

Tulpen

Ein seltsamer Tag, dieser 1. März. Ein bisschen zwischen Winter und Frühling, zwischen Ahnung und Gegenwart, zwischen Tod und Leben. Auf dem Headset der Telefons, auf dessen Tastatur ich meinen Daumen gerade zu Höchstleistungen ansporne, laufen Stücke von This Floating World. Und das passt!

Dienstag, 16. Februar 2010

Samstag, 13. Februar 2010

Gehegemann ist dran

Anlässlich der Helene "was kommt aus dem Gehege deiner Zähne" Hegemann darüber nachgedacht, dass im deutschen Feuilleton noch immer diese Mischung aus Hochmut und Anhnungslosigkeit herrscht, die auch die Publikationen der Kaiserzeit und des 3. Reiches schon bestimmten. Eigentlich wollte ich darüber etwas schreiben, aber das lohnt die Mühe nicht. Stattdessen zitiere ich (mit Quellenangabe!) aus einem Kommentar von Jörg Sundermeier in der taz:

Es scheint, als vergäße mancher Rezensent, kaum dass er für ein Zeilenhonorar über einen Roman nachdenken soll, sein Studium der Literaturwissenschaft, als verblöde er dabei. Helene Hegemann hat diesen Zustand der Literaturkritik, ob gewollt oder nicht, aufs Schönste vorgeführt. Ja, sie ist eine Plagiatorin. Sie ist, wie manche ihrer Kolleginnen und Kollegen, mit den Paragrafen des Urheberrechts nicht recht vertraut und wollte es wohl auch nicht so genau wissen. Jetzt darf sie sich ertappt fühlen, und sie hat sich für ihren Fehler ja auch schon entschuldigt.

Das Feuilleton aber, das Helene Hegemann nun unter Dauerbeschuss nimmt, sollte sich für seine dummen Lobhudeleien und Schmähungen, die beide nichts über das Buch aussagen, schämen. Doch das Feuilleton schämt sich nicht. Es macht einfach weiter.