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Dienstag, 13. Oktober 2015

Noch einmal This Floating World

Ich warte seit ungefähr zehn Jahren darauf, dass die grandiose Band This Floating World aus Sheffield in England ein Album rausbringt. Das wäre fein, denn es handelt sich um eine Band, die wirklich und wahrhaftig zu den ganz großen zählt. Ihre Medodien, die Art des Spiels, auch die Texte: Das alles sucht seinesgleichen. Und auch die Vorgängerband, das Justin Lewis Orchestra, war grandios. Damit brachte man es immerhin auf eine Single. Aber von This Floating Word kam so gar nichts auf den Markt. Allerdings bekam ich auf Grund einer älteren Rezension im Jahre 2005 oder 2006 vom Gitarristen ein paar Demos geschickt, und hätte ich eine Plattenfirma gehabt, hätte ich die Sachen sofort veröffentlicht. Da ich aber keine hatte, blieb das Material zunächst einmal unveröffentlicht. Und, wie das so ist, irgendwann löste sich die Band dann auf.

Und seitdem machen die Bandmitgliedder alles Mögliche, aber eben nicht mehr zusammen Musik. Damit aber die Schönheit dieser Songs nicht untergeht, möchte ich hier und heute wenigstens einen Song zu Gehör bringen. Er heißt "Waiting For A Sign", und man muss ihn laut hören, auf guten Lautsprechern oder Kopfhörern - und in Ruhe. This Floating World waren begnadet, und vielleicht bringt ja mal einfach eiener diese Platten raus!!!



Zu Justin Lewis Orchestra/This Floating World:
http://sonstwas.blogspot.de/2005/01/groe-musik-mit-einem-groen-namen-this.html
http://sonstwas.blogspot.de/2006/08/this-floating-world.html
http://sonstwas.blogspot.de/2010/11/was-macht-eigentlich-justin-lewis.html



Samstag, 6. November 2010

Was macht eigentlich Justin Lewis?

Gar nicht so einfach nachzuvollziehen, was der Mann aus Sheffield so treibt. Nach dem genialen Justin Lewis Orchestra und dem nicht minder genialen This Floating World singt Justin Lewis jetzt hier, bei Watch This Fire Spread. Das kommt sicher nicht ganz an die beiden Vorgängerbands heran, wahrscheinlich auch deshalb, weil vielen Musiker (wie z.B. Clive Egginton u.v.a.) diesmal nicht dabei sind, und die zu dem unverwechselbaren Sound der ersten beiden Bands beigetragen haben. Trotzdem sind die Sachen von Watch This Fire Spread hörbar.


Ich aber warte auf ein Lebenszeichen von This Floating World - I'm waiting for a sign!!!

Montag, 1. März 2010

Tulpen

Ein seltsamer Tag, dieser 1. März. Ein bisschen zwischen Winter und Frühling, zwischen Ahnung und Gegenwart, zwischen Tod und Leben. Auf dem Headset der Telefons, auf dessen Tastatur ich meinen Daumen gerade zu Höchstleistungen ansporne, laufen Stücke von This Floating World. Und das passt!

Dienstag, 8. August 2006

This Floating World

Es begann mit elektrisierten 3 Minuten und 39 Sekunden, die ich im Jahre 2000 irgendwann nachts vor dem Radio verbrachte, während ich etwas über Loriot schrieb. „Made Us, Make Us“ kam da aus dem Lautsprecher, und der Song drang mir bis ins Mark. Die Band hieß Justin Lewis Orchestra, und am nächsten Tag hielt ich deren Single in der Hand, ein genialisches Meisterwerk. Auf das angekündigte Album wartete ich jahrelang vergebens.
This Floating World. Ich klickte mich durch bis zu ihrer Homepage, von der man zwei wunderbare Songs herunterladen konnte. Und meine Tage waren gerettet: Es gab eine Band, die da weitermachte, wo das JLO aufgehört hatte. Und das machte sie gut. Ich spielte diese beiden Songs Tag und Nacht. Aber natürlich reichte das nicht. Ich wollte mehr. Ich wollte viel mehr. Und ich bekam es. Bekam es sogar von der Band selbst. Es war, als wenn ein Junkie das langersehnte Heroin bekommt, als ich ein ganzes Album mit Songs von This Floating World bekam. Es war eine Demo-CD, aber wie wunderbar waren diese 9 Stücke darauf. Eine seltsame Magie liegt in ihnen verborgen. Ein bisschen verträumt und sehr poetisch wirken sie so, als seien sie nicht von dieser Welt. Zuweilen geraten sie in die Nähe jener Bombastrock-Songs, die Bands wie Yes in den Siebzigern gemacht haben, aber letzten Endes kriegen sie immer wieder die Kurve zum Großen, zum Geheimnisvollen.
Jetzt war ich endgültig abhängig von der Musik von This Floating World, aber leider suchte man in den Läden noch immer umsonst nach CDs dieser grandiosen Band aus Sheffield. Welche Plattenfirma lässt sich so etwas entgehen, fragte ich mich. Und dann bekam ich per E-Mail eines Tages ein Stück, dass alles andere von This Floating World bislang in den Schatten stellte. „Ghosts“ hieß das musikalische Kleinod, ohne das ich fortan nicht mehr aus dem Haus ging. Gebannt auf meinen mp3-Player, hatte ich „Ghosts“ immer dabei. Und dann ... wurde es still um TFW. Die ohnehin nicht sehr informative Homepage verzichtete auch auf die letzten Fakten, Blicke in den Veranstaltungskalender blieben ebenso ergebnislos wie wiederholte Recherchen im Internet. Schon glaubte ich, wieder habe eine großartige, hoffnungsvolle Band sich aufgelöst.
Aber dann kam ich diesen Sommer aus dem Urlaub zurück und fand eine neue Demo-CD mit Stücken von This Floating World. This Floating World lebt! 6 Stücke befinden sich auf Beautiful Loser, und obwohl die Musik der Band inzwischen etwas anders klingt, nicht zuletzt, weil es Umbesetzungen gab, hat sie von der ursprünglichen Magie nichts verloren. Der Sound ist nun trockener, die Bläser stehen weiter im Vordergrund, der Wegfall des Cellos ändert ein wenig die Richtung. Aber was bleibt, sind wunderbare Songs, gesungen von wunderbaren Stimmen und auf eine Art und Weise gespielt, die nie lässig ist oder cool – sondern immer engagiert, wach und bereit, das Beste zu geben.

Dienstag, 22. Februar 2005

Stream On

Gestern habe ich mir einen Stream-Mitschnitt versautdorben, indem ich nebenher ein Foto bearbeitet habe, und dann hat es irgendwie "pling" gemacht – dieses blöde Windows-Pling, das ungefähr sagen will: "Hey, tut mir leid, aber ich fürchte, du hast eine falsche Taste gedrückt. Jedenfalls ist jetzt nicht ganz das passiert, was du erreichen wolltest. Aber wie auch immer. Das ist kein Grund zur Verzweiflung. Weder das Betriebssystem ist abgestürzt, noch hat sich irgendein Programm aufgehängt, und auch der Rechner ist noch brauchbar. Du hast nur einen Scheißtag heute und ballerst mit deinem Mauszeiger in Gegenden herum, wo du absolut nichts verloren hast.“ Dies zur Kenntnis nehmend stellte ich dann fest, dass ich das super rare Grateful-Dead-Konzert vom 35. Mai 1986 in Singapur versaut hatte. Nein nein, war bloß ein Scherz. Natürlich hasse ich Grateful Dead. So tot, wie die schon zu Lebzeiten gespielt haben, konnten die gar nicht mehr werden. Die waren einer der Gründe, warum ich damals den Spätausläufern des Punks zu huldigen begann. Doch meine Aufnahme – es handelte sich um einige Schnappi-Parodien (via Kid 37) – war trotzdem ruiniert. Das war alles aber gar nicht so schlimm, denn kurz danach stellte ich BFBS Radio 1 an, und auf Platz 39 der Charts drallerte plötzlich ein Stück über den Äther, das mich in Erstaunen versetzte, wenigstens für einen Augenblick. Es handelte sich um "Here We Are Again“ von Bloc Party, einem ziemlich archaischen Stück Popmusik, das zwar nicht ganz an Meisterwerke wie jene von This Floating World heranreichen, aber diesem zähen Winter plötzlich wieder einen Sinn zu geben vermögen. Und seit gestern höre ich Stunde um Stunde Bloc Party, weil sie eben großartig sind, und kann mich gar nicht dran satt hören. Und der Winter fängt plötzlich an zu leuchten.

Ursprünglich bei Stubenhocker (blog-it.de)

Donnerstag, 20. Januar 2005

Große Musik mit einem großen Namen: This Floating World

Vor ein paar Jahren hörte ich eine wahnsinnig großartige Band im Radio: Das Justin Lewis Orchestra. Und am nächsten Tag setzte ich nahezu alles in Bewegung, um die Single zu ergattern, was mir irgendwie gelang! Ein Album sollte kurze Zeit später folgen, aber das Orchester hatte Pause. Niemand wusste etwas über die genialen Engländer aus Sheffield. Dann, per Zufall, stieß ich Ende des letzten Jahres auf eine Band namens This Floatings World. Und als ich mir zwei mp3-Dateien von deren Homepage herunterlud, dachte ich: Oh, die klingen aber ein bisschen nach dem Justin Lewis Orchestra. Ich recherchierte und fand heraus: Es ist das Justin Lewis Orchestra, bzw. deren Nachfolgeband! Mit den beiden Stücken, die mich auf meinem mp3-Spieler Tag und Nacht begleiteten, forschte ich ein bisschen weiter und bekam heraus, dass This Floating World gerade ein Album gemacht haben!!!
Es hat etwas länger gedauert, bis ich an das Album gekommen bin, denn die Öffentlichkeitsarbeit der Band ist eine Katastrophe. und der CD-Vertrieb ihres Labels auch. Keine Ahnung, was die da machen. Aber das Album ist wundervoll (siehe diese New Noise Kritik). Eine Cellistin und Lewis' Klavier geben den Ton an. Stücke schneien durch den Raum, die so schön sind, dass man aufpassen muss nicht dämlich zu grinsen vor lauter Glück! Ein wunder-, wunder-, wunderbares Album!!! Und jetzt seid ihr alle mal so richtig neidisch, weil ich das Album habe und ihr nicht. Zu recht! Denn obwohl die Band ankündigte ab Dezember 2004 eine Mailorder einzurichten, ist bislang nichts passiert. Und selbst in England scheint es nicht so einfach zu sein an das Meisterwerk zu kommen.
Vielleicht vertreibt das ja mal jemand in professionellem Stil. Hier und in England. Und bis dahin muss man sich mit den beiden offiziellen mp3s trösten. Viel Spaß!
Ursprünglich bei Stubenhocker (blog-it.de)