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Sonntag, 18. Mai 2014

In den Schuhen von George Martin

Meinen einzigen halben freien Tag habe ich dazu genutzt, das neue Album fertig zu mastern. Dabei zeigt einem das Equipment relativ schnell die Grenzen auf zwischen dem, was man machen möchte, und dem, was man machen kann. Aber was soll's. Das Abbey Road Studio ist mir bis auf weiteres verschlossen. (Dabei frage ich mich gerade: Jetzt, wo es EMI nicht mehr gibt, wem gehört das jetzt eigentlich?  - Schnell mal nachgekuckt: Virgin Records. Aha!) Muss man halt mit dem Material arbeiten, das zur Verfügung steht, und das ist nicht mehr der allerneuste Kram. Aber vielleicht verkaufen wir ja von dem neuen Album so viel, dass wir uns eine neue Studioausrüstung leisten können. Mal sehen. Schön geworden ist das Album allemal. Ich höre es gerne, es sind tolle Songs drauf, es spielen großartige Leute mit. 

Darüber hinaus versuche ich im Moment eisern die dreimal Sport in der Woche zu machen, die mir mein Arzt - äh - angeraten hat. Auch das kostet eine Menge Zeit. Und Nerven. Letzte Woche Samstag war ich der einzige in der ganzen Stadt, der im strömenden Regen draußen war und einsam sein Runden zog. Ich glaube, dass ich mich ohne Musik auf den Ohren beim Joggen entsetzlich langweilen würde.

Apropos- Jetzt muss ich wieder unter die Kopfhörer.

Blick auf die Einzelspuren
Kurz nach Feierabend

Sonntag, 24. März 2013

KW 12/3013

Was immer es war, Frühling war es nicht. Gefühlt war es mir während des ganzen Winters nicht so kalt wie vorgestern Abend, als ich an der eisigen und zugigen Bushaltestelle stand und meine Extremitäten sich allmählich in den Sleep Mode verabschiedeten. Ansonsten gab es viel Arbit in der ersten Woche nach dem Urlaub. Fand den Schreibtisch gar nicht wieder vor lauter Zeugs darauf. Und am Horizon dräut schon Ostern. Völlig unpassend im Winter. Aber schon Goethe sprach ja von vom fliehenden Winter gesandte ohnmächtige Schauer körigen Eises. Aber so ohnmächtig wollen sie mir gar nicht vor kommen.

Nun denn. Ansonsten gab es noch ein wenig Nachklapp in Sachen Umzug. Aber jetzt ist auch das zu Ende. Die alte Wohnung ist übergeben. Als ich das stetige Feuer im alten Gasdurchlauferhitzer ausschalte, knackte es in der ganzen Wohnung, und es war so ein bisschen, als sei der Geist der Wohnung gegangen, um hoffentlich mitzukommen in die neue Wohnung.


Back on the tracks: Gestern Nacht habe ich alle meine Mikrofone etc. ausgepackt und wieder aufgebaut. Anschließend habe ich dann, bin in die frühen Morgenstunden, einen kleinen, leisen Song aufgenommen. Ist noch nicht fertig, aber wenn, werde ich ihn hier kurz vorstellen.



Ansonsten: Warten auf den Frühling.

Dienstag, 1. Mai 2012

A Working Class Hero



Der gedeckte Apfelkuchen, auch Mürbeteigapfelkuchen genannt, ist ja seit jeher das nachmittägliche Vergnügen des Kleinbürgertums. Wo der Bonze und seine Gattin in dekadenten Sahnetorten ihr schlechtes Ausbeutergewissen narkotisieren, da trösten sich der kleine Mann und seine kleine Frau mit gedecktem Apfelkuchen über ihr Schicksal hinweg. Eingedenk meiner Wurzeln esse auch ich zum 1. Mai ein Stück vom gedeckten Apfelkuchen, den ich mit ein, zwei Tässchen bestem Filterkaffee herunterspülen werde. Hach!