Sonntag, 1. Januar 2006

Kleine Weihnachts-Brunch-Retrospektive

Führen etwas im Schilde

Loriot

Familienoberhaupt im Sessel

Dieser Mann denkt Schelmisches

Kontemplation

Klassentreffen

Küchenlatein

Der intellektuelle Blick

Hermann

Lesen mit Morrissey-Brille

Raucherecke

Darf ich vorstellen!

Herzlich willkommen zu einem weiteren Blog mit neuen Nichtigkeiten, die hier in erster Linie in Bildform ihr Zuhause finden sollen. Und bei der Gelegenheit: Ein gutes Jahr 2006!

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Sinnkrise mit Phil Collins

Morgens klingelt der Wecker immer recht früh. Zu dieser Jahreszeit ist es noch sehr dunkel, wenn ich mir den Beischlaf aus den Augen reibe (eins meiner liebsten Tucholsky-Zitate übrigens, damit kein Neid aufkommt!) und meinen Hartz-IV-Empfänger einschalte, um mir berichten zu lassen, was es an Neuigkeiten gibt in der Welt. Die Neuigkeiten aber müssen warten, denn jetzt singt erst einmal Phil Collins, und das ist natürlich wichtiger als die Nachrichten des Tages. Mit vollstem Verständnis gieße ich Wasser in meine altmodische Filterkaffeemaschine, ziehe einen zerknitterten Papierfilter aus der Schublade und befülle ihn mit Markenkaffee – kein italienisches Lebensgefühl in Form hochdruckpressender und schaumschlagender Maschinen: soviel Realitätssinn muss sein!

Die Kaffeemaschine röchelt lautstark, so dass der Empfänger keine Chance hat mitzuhalten, und wieder bekomme ich nicht mit, was die Welt Neues erlebt hat, seit ich gestern Abend mein müdes Haupt auf die Kissen legte, in denen es übrigens wimmelt von in monarchistischen Staaten organisierten Kleinstlebewesen. Immer wenn ich mich hinlege, habe ich diese Stern-Reportage im Kopf: „Hausstaubmilben greifen an“. Das zermürbt schon ganz schön. Wenn der Artikel noch ein oder zwei Wochen bei mir nachwirkt, sitze ich bei der nächsten Butterfahrt nach Kitzbühl ganz vorne im Bus, um bei der eingeschobenen Verkaufsveranstaltung mikrobakteriell einwandfreie Kopfkissen und Bettdecken zu erstehen.

Als ich aus dem Haus gehe, stelle ich fest, dass man dieses Jahr die Weihnachtsbeleuchtung eklatant abgerüstet hat. Das Schwarz der neuen Koalition lauert in allen Fenstern – außer den türkischen in meiner Hood, wo es leuchtet, als wäre das feine Wort Energiekrise unübersetzbar. Der Dezember wirkt wie ein verschärfter November, und fast schafft Morrissey es, in meinem Kopf den Kampf gegen Phil Collins zu gewinnen. Aber doch eben nur fast. Denn der alte Phil – so schlecht wie er singt übrigens niemand Deutsch, selbst Nana Mouskuri nicht (mal eben das Fanny-van Dannen-Cover geholt, um zu kucken, wie man die schreibt). Und wer’s nicht glaubt, der schaue sich die deutsche Version des Disney-Tarzans an. Und höre vor allem!

Eins jedenfalls ist sicher: Das Wort Sinnkrise lässt sich nicht ins Collinsche übersetzen. Und jetzt spielen wir etwas von Phil Collins.

Der Stubenhocker wünscht jedenfalls schon einmal ein grandioses neues Jahr! Glaubt mir: Es wird besser werden!


Freitag, 9. Dezember 2005

In Europa war es ja der 9. Dezember 1980. Morgens spielten sie einen ekeligen Elton-John-Song im Radio: "Song for a Guy". In der Schule dann betretenes Schweigen. Ein paar Tage später richteten wir eine Lennon-Wand ein: Jemand aus der Klasse hatte eine große Schwester, die bei der Zeitung arbeitete. Sie besorgte uns das Telefax der Nachrichtenagenur:
... lennon vor seinem haus angeschossen ...
... lennon stirbt an seinen schussverletzungen ...
usw. Der ekelhafte Bryan Ferry maßte sich an "Jealous Guy" zu verhunzen. Überhaupt wurde Lennon auf einmal Allgemeingut. Plötzlich lobte sogar die Ostpresse den "standhaften Anti-Vietnam-Kämpfer". Eine ernsthafte Beschäftigung mit der Musik Lennons wurde schwierig nach dem 8. bzw. 9. Dezember 1980.

Zur Vertiefung des Themas empfehle ich übrigens den netten kleinen Film Paul is Dead (D 2000). Hier wird auch geklärt, wer Lennon wirklich auf dem Gewissen hat. Und dass Paul bereits seit 1966 tot war, wussten wir ja ohnehin!

Dienstag, 4. Oktober 2005

Sonntag, 18. September 2005

Sinnkrise

Während meiner bisherigen Karriere als junger Blogger habe ich mir immer wieder die Sinnfrage gestellt. Aus dokumentarischen Gründen hier noch einmal:


Hi, hi, Hey, hey,
maybe I will come back some day.
Patti Smith: 'Frederick'


Es war der 25. Februar 2005, als ich im Vorgängerblog zur hiesigen Stube etwas schrieb, was mich längere Zeit beschäftigt hatte. Da das alte Blog nur noch als Verweis existiert und dort also nicht mehr nachzulesen ist, was ich seinerzeit geschrieben habe, kann man es nun hier anschauen. Die Frage, um die es dort ging, nachdem ich meine ersten Blog-Erfahrungen gesammelt hatte, war die, ob mein Leben Blog-kompatibel ist. Die Frage blieb unbeantwortet stehen, obwohl ich damals erst einmal weiter gemacht habe, zwar mit deutlich reduzierter Kraft, aber doch mehr oder weniger regelmäßig.
Aber leichtes Unbehagen blieb - bis heute.

Inzwischen denke ich, dass ich anders fragen muss: Es geht gar nicht darum, ob es für mich sinnvoll ist, ein Weblog zu füttern. Vielmehr geht es darum: Ist ein Weblog in der Art des STUBENHOCKERs eins, das dem entspricht, was ich will und erwarte? Denn zugegebenermaßen sind Höhenfüge hier weitgehend ausgeblieben. Es gibt keinen Beitrag, dem man eine Originalität zugestehen könnte, die den Aufwand hier rechtfertigen würde (sowohl von Autoren- als auch von Leserseite aus), vielleicht einmal abgesehen von zwei oder drei Fotografien, aber was die angeht, stehe ich, glaube ich, mit dieser Meinung sowieso recht alleine da ...

Manchmal möchte man ja die Antworten auf solche Fragen nicht wirklich hören. So war es auch in meinem Fall. Aber allmählich muss ich mir doch eingestehen: Ein persönliches Blog, wo der Stubenhocker als leicht fiktionalisierte Figur aus den Bereichen von A bis Z plaudert, schreibt, kommentiert, ist - zumindest gegenwärtig - nichts, was mich in irgendeiner Weise beflügelt. Entsprechend ist natürlich das Ergebnis. Wer sich auch nur in halbwachem Zustand durch das Netz bewegt, der stößt schnell auf eine ganze Menge persönlicher Weblogs, die besser sind. Eine kleine Liste findet sich ja links. Diesen ausgewachsenen Blogs muss nicht ein halbherziger Versuch an die Seite gestellt werden, dessen Urheber inzwischen weiß, dass er hier mit absoluter Sicherheit nicht sein optimales Medium gefunden hat.

Deshalb findet der STUBENHOCKER in seiner bisherigen Form auch erstmal sein wohlverdientes Ende. Keine persönlichen oder semipersönlichen Beiträge mehr. Die Stube wird ausgekehrt!

Ob ich meine Leseliste und einige weitere Rubriken weiterführen werde, ob ich darüber hinaus hin und wieder ein Foto herzeige, das mir besonders gelungen zu sein scheint, weiß ich im Moment noch nicht. Das werden die nächsten Tage zeigen. Erst einmal sage ich: Lebt wohl! Keep on rockin'!

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Sonntag, 18. September 2005
No Tears for the Creatures of the Web
stubenhocker, 16:01h
Es ist wieder einmal Freitag Nachmittag, und erneut teile ich mir das Gebäude mit dem Reinigungs-Kommando, denn ich muss noch etwa 1000 Seiten ausdrucken, und das mit einem Drucker, der die einzelnen Seiten sorgfältig zu malen scheint. In solchen Augenblicken, in denen man mit niemandem reden kann als mit seinem lahmen Drucker, ist so ein Weblog natürlich schon eine feine Sache. Dennoch habe ich mir vorgenommen hier nun wieder ein wenig kürzer zu treten. Das Webloggen kostet einfach viel zu viel Zeit, denn wenn die Sache einmal läuft, gewinnt sie eine solche Eigendynamik, dass man fast jeden Tag damit beschäftigt ist, und sei es auch nur gedanklich. Irgendwann ist man dann schließlich soweit, dass man die Welt nur noch in blog-gerechten Einheiten wahrnimmt: ???Wie kann ich, was ich sehe und erlebe, in mein Weblog einbinden?“
Blogs sind in der Tat eine hervorragende Art und Weise sich von anderen Dingen abzulenken, abzutauchen in eine Parallelwelt, die selbst wenig von sich preisgeben möchte aber so viel wie möglich erfahren will. Denn das ist das ganze Geheimnis: Die Selbststilisierung im Blog schützt vor Angriffen von Außen. Schließlich ist der Stubenhocker ja keine reale Person, sondern ein Konstrukt, hinter der sich eine reale Person verbirgt. Der Stubenhocker ist ein Kunstprodukt wie alle anderen Ichs in den Blogs dieser virtuellen Welt: Mal näher dran am Autor des Blogs, mal meilenweit von ihm oder ihr entfernt, aber immer ein Kunstprodukt.
Natürlich ist diese Möglichkeit der Stilisierung sehr verlockend, da sie ja im öffentlichen Raum und also vor Publikum stattfindet. die berühmten 15 Minuten sozusagen. Außerdem ist man auch ein kleines bisschen der Dichter oder Regisseur oder Mini-Gott seines eigenen stilisierten Weblog-Ichs, das gibt natürlich noch einmal einen zusätzlichen Thrill.
Aber dieser Thrill kann eben allzu leicht ein das Leben zu sehr beherrschender werden. Und bevor das mit mir und meinem kleinen Mini-Blog hier auch geschieht, drossle ich also das Tempo erst einmal.
Nein nein, das hier ist kein Abschied, zumindest kein totaler. Der Stubenhocker muss sich halt nur ein bisschen selbstverwirklichen – außerhalb des Internets. Aber wann immer ich irgendwo ein schönes Foto finde, dann werde ich es hier veröffentlichen – dafür lege ich sogar noch eine neue Abteilung an! Und wann immer ich in die Verlegenheit komme 1000 Seiten auszudrucken, werdet ihr mich wieder hier finden. In der Zwischenzeit aber bin ich anderswo.
Machts gut, ihr zwei, drei treuen Leser. Bis irgendwann mal ... Ciao!
[Erstveröffentlicht am 25.2.2005 bei http://stubenhocker.blog-it.de; dort nicht mehr vorhanden]

Freitag, 9. September 2005

Madsen in lauer Spätsommernacht

In Europa war es ja der 9. Dezember 1980. Morgens spielten sie einen ekeligen Elton-John-Song im Radio: "Song for a Guy". In der Schule dann betretenes Schweigen. Ein paar Tage später richteten wir eine Lennon-Wand ein: Jemand aus der Klasse hatte eine große Schwester, die bei der Zeitung arbeitete. Sie besorgte uns das Telefax der Nachrichtenagenur:
... lennon vor seinem haus angeschossen ...
... lennon stirbt an seinen schussverletzungen ...
usw. Der ekelhafte Bryan Ferry maßte sich an "Jealous Guy" zu verhunzen. Überhaupt wurde Lennon auf einmal Allgemeingut. Plötzlich lobte sogar die Ostpresse den "standhaften Anti-Vietnam-Kämpfer". Eine ernsthafte Beschäftigung mit der Musik Lennons wurde schwierig nach dem 8. bzw. 9. Dezember 1980.

Zur Vertiefung des Themas empfehle ich übrigens den netten kleinen Film Paul is Dead (D 2000). Hier wird auch geklärt, wer Lennon wirklich auf dem Gewissen hat. Und dass Paul bereits seit 1966 tot war, wussten wir ja ohnehin!

Donnerstag, 25. August 2005

Freitag, 10. Juni 2005

Paris - ein Fest fürs Leben

Natürlich waren all die Dinge, die man so gemeinhin als touristisches Grundprogramm absolviert, vollkommen überlaufen und überteuert. Hemingway würde bei den Preisen heute nüchtern bleiben müssen, fürchte ich. Selbst auf den Friedhöfen begegnen einem desorientierte Touristen, die Jim Morrison suchen. An dessen Grab bin ich auf dem Père Lachaise übrigens auch vorbei gelaufen, und an den Gräbern von Proust, Maria Callas, Wilde (who was on my side) usw. An einem schöneren Ort hat sich übrigens Heinrich Heine, "der berühmte Dichter aus Düsseldorf" (um einmal Helge Schneider zu zitieren), zur letzen Ruhe gelegt, ungestört von Morrisons-Fans auf jeden Fall.
Den Eiffelturm, jenes phallische Gebilde aus Zeiten unbegrenzter Technikgläubigkeit, fand ich übrigens sehr beeindruckend, zumal ich ihn soweit wie möglich zu Fuß bestiegen habe (ganz oben geht es ja dann nur noch mit Aufzug!).
Abseits des touristischen Trubels aber ist Paris wirklich schön, dort nämlich, wo die Stadt in den Händen ihrer Einwohner liegt. Was auffällig ist, sind die vielen Kinder auf den Straßen, in den Parks: überall. Dagegen wirkt Deutschland schon jetzt ziemlich vergreist.

Dienstag, 7. Juni 2005

Thalysmann

Ende letzter Woche hatte ich mich in einen dieser schnellen Züge gesetzt, die so rasch über das Eisen der Schiene huschen, dass sie es kaum berühren und wie ein lautoser Pfeil dahingleiten. In die französische Hauptstadt sollte es nämlich gehen, auch wenn mir damals, d.h. zu der Zeit, als ich die Oberstufe besuchte, die Mädchen immer suspekt gewesen waren, die ebenso frankophil wie gutaussehend daher kamen und mit denen ich nie näher in Berührung Kontakt kam, weil ich weder das Idiom unserer westlichen Nachbarn übermäßig reizend fand, noch deren Filme verstand. Und über die Musik will ich gar nicht reden. Und wollte ich vor allem damals nicht. Höchstens schlecht, und das machte mich bei den ebenso gutaussehenden wie frankophilen Mädchen immer ziemlich unbeliebt. Einzig wie Franzosen rauchen fand ich immer bildhübsch. Aber meine Chancen waren bereits durch, da half dieses kleine Zugeständnis auch nicht mehr. So trieb ich mich immer mit jenen ebenso gutaussehenden Frauen herum, die eher der englischen Kultur und Sprache zugewandt waren.
Wie auch immer: Inzwischen bin ich nicht nur aus der Schule heraus, sondern auch die französische Popmusik ist etwas besser geworden. Und selbst den einen oder anderen französischen Film kann man sich heutzutage ansehen. Natürlich gibt es da noch immer eine Menge Bullshit, aber es ist eindeutig Licht, was da am Ende des Tunnels zu sehen ist, und nicht die bekannte Panoramatapete.
Dermaßen versöhnt also mit der Kultur der Großen Nation setzte ich mich in Köln in diesen Thalys, der von außen ein beeindruckendes Beispiel franzsöscher Ingeneurskunst ist. Innen ist er ein wenig unbequem, aber man braucht ja auch nur knapp vier Stunden bis Paris.
Schließlich ruckelte der Zug an. Die Kölnisch-Wasser-Reklame verflüchtigte sich im Osten, und nahezu lautlos schlängelte der Thalys sich aus Köln heraus. Natürlich fuhr er im Schritttempo, denn das machen Züge ja, wenn die sich in geschlossenen Ortschaften bewegen. Doch auch als der Zug aus Köln heraus war, beschleunigte er nicht sonderlich nennenswert. Er kroch nach Aachen, wand sich nach Lüttich, schnarchte nach Brüssel hinein.
"Na toll!" dachte ich, während mir die Beine einschliefen.
Schließlich stand der schnelle Zug in Brüssel. Dort war ich mal gestrandet, als ich von London per Anhalter nach Hause gefahren war. Das war zu meiner Oberstufenzeit gewesen, und seither waren meine Erinnerungen an die europäische Verwaltungsmetropole eher getrübter Natur.
Als der Thalys aber Brüssel Süd endlich hinter sich gelassen hatte, beschleunigte er schließlich, als gäbe es kein Morgen. Ruhig und sachte glitt er in einem Affenzahn über die Gleise, und links und rechts wischte die nordfranzösische Landschaft vorbei. Ein toller Zug. Nur ein bisschen eng.
Eben noch waren die letzten Häuser Brüssels zu sehen gewesen, da fuhr der Thalys auch schon im Pariser Nordbahnhof ein. Dort waren es - nicht zuletzt dank der hervorragenden Klimaanlage des Thalys - gefühlte 50 Grad, und die Sonne prasselte von einem ungetrübten Himmel hernieder auf die Stadt der Liebe, als sei sie die Kulisse zu einem Italo-Western. In französischen Filmen regnet es ja meist, deshalb war das für mich ein eher ungewöhnliches Bild. Aber der Bahnhof machte einen netten Eindruck, die Stadt roch nach Großstadt und begrüße mich freundlich.
Was ich hingegen in Paris erlebt habe und wie ich die Abstimmung zur europäischen Verfassung beeinflusst habe, davon will ich ein andernmal berichten. Vielleicht.

Samstag, 21. Mai 2005

Der Stock

Wenn Herr Kid den Stock hierher wirft, dann hebe ich ihn natürlich sehr gerne auf.


1. Du steckst in der Welt von Fahrenheit 451, welches Buch möchtest Du sein?'

Wahrscheinlich das Drehbuch dieser Wandfunk-Soaps. Dann wäre ich auf der sicheren Seite.


2. Warst du je in eine Figur aus einem Buch verknallt?

Klar, und nicht nur einmal! Das allererste Mal galt all mein Sehnen Pippi Langstrumpf. (Zu der Zeit bekam ich meine Bücher noch vorgelesen.) Ich mochte das Mädchen, das auf alles eine Antwort wusste und einen auch mal raushauen konnte, wenn es brenzlig wurde. Als ich dann Inger Nilson kurze Zeit später als filmische Verkörperung Pippi Langstrumpfs im Fernsehen sah, war mir das übrigens auch sehr recht!



3. Welches Buch hast du zuletzt gekauft?

Lars Saabye Christensen: Waterloo. - Offenbar habe ich gerade meine skandinavische Phase.



4. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Friedrich Schiller: Sämtliche Gedichte und Balladen.



5. Welches Buch liest du gerade?

Thomas Brussig: Wie es leuchtet. Kann ich aber noch nicht allzu viel zu sagen, weil ich erst auf den ersten Seiten bin.



6. Welche fünf Bücher nähmst du mit auf eine einsame Insel?

James Joyce: Ulysses.


Die Bibel.


J.D. Salinger: Franny und Zooey (Da hat Herr Kid äußerst klug gewählt. Und mit meinem Lieblingszitat: "Ich hasse diesen Regen. Manchmal sehe ich mich tot in diesem Regen liegen", erfreue ich seit Ewigkeiten mein soziales Umfeld. Habe ich schon erwähnt, dass ich in einer regenreichen Stadt residiere?)


Thomas Mann: Dr. Faustus.


J.W. Goethe: Gedichte ...


... und natürlich noch tausend andere. Aber das ist die Wahl des Augenblicks. Und die sieht morgen schon wieder anders aus.


So, und wohin jetzt mit dem Stäbchen? Ist noch jemand ohne?

Mittwoch, 11. Mai 2005

Kunstfrüherziehung

Auf dem Weg zur Arbeit heute Morgen: Ein Kindergartenkind steht vor einem Auto mit Totalschaden und sagt zu seiner Mutter: "Kuck mal, das ist Kunst."

Seither denke ich darüber nach, welchen postmodernen Kunstbegriff die Erzieherinnen den Kleinen vermitteln.